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Gundelindes Weg

Verfasst: Di 7. Jun 2011, 15:20
von Norliriel
((OOC: Ich habe mir kürzlich eine Hauptmaid gebastelt, hier geht es also darum diese auch IC in die Zuflucht zu verfrachten. Amalie wird später durch ihren Herold dargestellt werden.))

Gundelinde wanderte über die grünen Hügel des Auenlands, froh darüber wie gut sich ihre bequemen Stiefel für derartige Unternehmungen eigneten. Es entsprach ihrer Gewohnheit, Hose, Stiefel und ein robustes Hemd zu tragen, denn es passte zu ihrer Lebensweise. Da ihre Eltern, Bauern aus dem Breeland, keine Söhne hatten, hatte man ihr alles beigebracht, was sonst ein Sohn können musste. Daher verstand sie sich auch darauf, mit dem alten, aber noch brauchbaren Zweihänder umzugehen, den sie auf dem Rücken trug - allerdings in ein Tuch eingewickelt, denn sie hatte keine Lust, von den Grenzern angehalten zu werden.

Sie war ohnehin nur auf der Durchreise - eigentlich wollte sie in die Blauen Berge, von denen es hieß dass dort Zwerge lebten. Gundelinde war nämlich bei einem Schmied in die Lehre gegangen, damit sie einmal all die Werkzeuge herstellen könnte, die Bauern nun einmal brauchten. Doch inzwischen hatte sie alles gelernt, was die Schmiede von Bree zu lehren hatten. Deswegen hatte sie es sich in den Kopf gesetzt, von den Zwergen zu lernen, denn es hieß sie seien die besten Schmiede von ganz Mittelerde.

"Was meinst du, Amalie, ob uns die Zwerge wohl aufnehmen?" fragte Gundelinde, und bekam nur ein leises "Hmmm." als Antwort, was sie allerdings auch nicht überraschte. Sie hatte ihre Reisebegleiterin, ihre Kusine Amalie, wirklich sehr gern, aber Amalie hatte zwei Schwächen - sie sprach äußerst wenig, und sie neigte sehr dazu, sich zu verirren. Aufgrund letzterer Eigenschaft hatte Gundelinde sie schließlich darum gebeten, stets ein an eine Stange gebundenes buntes Tuch bei sich zu tragen, damit sie von weitem zu sehen sei.

Gundelinde hing weiter ihren Gedanken nach. Der Weg zu den Zwergen würde noch weit sein, aber zum Glück wusste sie bereits wo sie eine Rast einlegen konnte. Vor einiger Zeit hatte sie nämlich eine unerfreuliche Begegnung mit Räubern. Keinen gewöhnlichen Räubern, sondern solchen von der Sorte, die fast so häßlich - und so stark - war wie Orks, weshalb die Breeländer dazu übergegangen waren, sie "Halborks" zu nennen. Damals hatte eine Elbin ihr die Haut gerettet.

Die Elbin hatte ihr verraten, dass sie "Nembain" hieß, und ihr von einer Zuflucht erzählt wo alle guten Willens willkommen waren - auch Menschen, Zwerge, und Halblinge. Vielleicht treffe ich ja dort schon einen Zwerg, der mich lehren kann, dachte Gundelinde. Oder einen Elben. Die Legenden sagen, es habe früher großartige Elbenschmiede gegeben. Vielleicht können sie mir auch beibringen, mich besser zu verteidigen - gegen Räuber und sogar gegen Orks. In den alten Geschichten mussten die Elben immer gegen Orks kämpfen...