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Boten an die Celebriaen Elanesse

Verfasst: Mi 13. Okt 2010, 17:20
von Sathriel
Ein Zwerg erreicht nachts das Tor. Trotz seiner langen Reise und seines erschöpften Zustands, pocht er heftig gegen das Tor. "Ich habe Nachricht aus Moria von einer der Euren!" Laut schallt seine Stimme über die Mauern. Die Tore öffnen sich und einer der Torwärter nimmt ein gerolltes Pergament entgegen, das der Zwerg ihm reicht. "Was soll hiermit geschehen?" Kraftlos bringt der Zwerg hervor:"Caun Silanwen ... das war mein Auftrag!"

"Caun Silanwen,

nach langer Reise habe ich Moria erreicht. An der Brücke Khazad-Dûms traf ich auf Cylchrion. Er hat mich begleitet zu den verschütteten Kammern. Ein Tuch Eruherans fanden wir bei den Orks dort ... er ist verloren. Auf dem Rückweg stürzte Cylchrion die Brücke herab. Ich suchte ihn und fand ihn schwer verletzt in einem See. Meine ganzen Kräfte brauchte ich, um ihn halbwegs zu stärken. Hier, aus dem Lager an der überschatteten Zuflucht, sende ich euch Nachricht. Ich werde Cylchrion aus den Minen bringen. Und ihn dann den Heilern in Echad Dunann übergeben.

Sathriel Estelnedmôr"

Re: Boten an die Celebriaen Elanesse

Verfasst: Fr 15. Okt 2010, 09:00
von Silanwen
Ein Klopfen am Tor riss Silanwen aus ihrer Ruhe. Kurz blinzelte sie und schnell klärte sich der Wirbel aus Gedanken, Erinnerungen und Hoffnungen vor ihrem geistigen Auge. Kein Licht kam durch die Fenster und es war tiefste Nacht. Wer konnte zu dieser Zeit etwas von Ihr wollen?

Die Elbin schlüpfte aus dem Bett, so leise sie es vermochte um die im Gästezimmer schlafende Jaana nicht zu wecken und schwebte mehr als sie ging zur Tür ihres Hauses, die sie einen Spalt öffnete. Ein Bote mit einer Pergamentrolle stand dort und spähte ins Dunkel des Hauses, das nur vom schwach flackernden Kaminfeuer beleuchtet wurde.

"Wie kann ich Euch helfen?" sprach Silanwen den Boten höflich, doch mit deutlicher Verwunderung und auch einer Spur Verärgerung ob der Störung zu dieser Zeit, an. "Eine Nachricht an Euch, Caun." erwiderte der Bote knapp und streckte ihr die Rolle entgegen. Durch den Spalt der Tür griff die Jägerin hinaus und entrollte die Nachricht, begann sie aufmerksam zu lesen.

Gebannt vom Inhalt bemerkte die Elbin nicht, wie sich die Tür etwas weiter öffnete und den Blick auf die Jägerin im Nachthemd freigab, beleuchtet vom Kamin im Hintergrund. Höflich räusperte der Bote sich und wendete sich ab, war Silanwen doch nicht gerade bekannt für ihre Freizügigkeit. Mancher munkelte, sie wäre mit ihrem Bogen vermählt und völlig abwegig war das keineswegs.

Die Elbin aus Imladris blickte auf, flüsterte ein leises "Also hat sie es tatsächlich geschafft so tief vorzudringen und hat nun Gewissheit." und sah dann den Boten an, nachdem sie die Tür hastig wieder etwas weiter geschlossen hatte. Ein kurzes, ärgerliches Funkeln war in ihren Augen zu lesen, gefiel es ihr doch keineswegs so gesehen zu werden und mit einem knappen "Ich danke Euch." schloss sie die Tür zu ihrem Reich.

Sie würde dem Tûr bei Tagesanbruch von den Vorkommnissen berichten. Den Boten würde sie nach Bruchtal entsenden, um klarzustellen, das seine Verschwiegenheit ob des nächtlichen Anblicks mehr als erforderlich war.

Re: Boten an die Celebriaen Elanesse

Verfasst: Fr 15. Okt 2010, 11:44
von Cylchrion
Ein Monat später fliegt eine Drossel auf die Hallen der Celebriaen zu.
Ein Wächter wird auf sie aufmerksam:" Nanu, was machst du den hier?"
Die Drossel landet dann auf seinen Arm und lässt einen Blick auf ihr linkes Bein
zu. " Ein Brief? Das erklärt natürlich alles" Der Wächter geht dann kurz rein und
holt Samen und etwas Wasser, was die Drossel dankbar annimmt. Daraufhin
öfnnet er den Brief und liest ihn:

" Le Suilon Celebriaen Elanesse,

Ich befinde mich mit Sathriel nun in Bruchtal, wo sie nun versorgt wird.
Der Weg vom Steinfundament bis zum Hulstentor war lang und beschwerlich und
wir mussten mehr oder weniger Rückschläge im Kauf nehmen. Sathriels Zustand
hat sich während des Weges immer mehr verschlechtert, sodass sie vollkommen
erschöpft über eine Brüstung fiel und mehrere Meter weit runterfiel. Ich
mobilisierte meine letzten Kräfte und brachte sie nach Echad Dunnan, wo wir kurz
rasteten, ehe wir auf Anraten des Heilers nach Bruchtal ritten. Sathriels Zustand
ist wieder einigermassen stabil und meiner...nun, es wird auch besser.
Jedenfalls bleibe ich fürs erste in Bruchtal, bis es Sathriel wieder besser geht.

Ich wünsch euch noch alles gute und auf ein baldiges Wiedersehen.


Cylchrion Gweriolon"