Randuriel ~ Der Geruch des Meeres
Verfasst: Mi 3. Mär 2010, 16:22
Leise, fast lautlos, summte Randuriel vor sich hin ...
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"Randuriel, meine liebe Schwester" sagte er leise als er sich ihr näherte. Sie nahm seinen Unterarm in beide Hände als er sich neben sie stellte. Beide schauten sie über das Tal und in der Art wie nur Zwillinge es wohl mögen, berührten sie Ihre Gedanken. Sie antwortete "Mein lieber Bruder, verzeih mir, Randuin. Ich bin keine gute Gesellschaft gewesen über wahr zu lange Zeit."
Er schaute ihr in die Augen, hob eine Augenbraue und sagte "Ich weiss. Doch auch wenn ich weiss. Ich suche stets einen Weg zu Dir, Dir die Freude an dieser unentdeckten Welt wieder zu geben." Sie liess seinen Arm los und gab harsch zurück "Ach, Ihr! Siehe, unser Onkel Colgael ist Caun der Celebriaen Elanesse, und Gowestar. Ehre, Pflichten und sein Handwerk sind seine Dinge. Tilfang, ebenso Vaters Bruder, geht ganz auf in seiner Jagd in den Wäldern. Und Virindil, Vetter unseres Vaters, ist unterwegs mit der Thela Estel. Sogar du bist in Pflichten und Ehren, Caun der Aglar-î-Eregion! Nur für mich, die in Imladris die Tage und Nächte fristet, bleibt nichts."
Sie verstummte und Randuin legte ihr sanft den Unterarm um Schultern und Rücken. "Doch du, geliebte Schwester, du hütest unsere Waffen und in dir spiegelt sich der Glanz, die Schönheit und die Erinnerung an unsere Ahninnen, Silmarië und Loreth! An sie, und an die Dinge die waren." Sie sprang auf, schüttelte seinen Arm ab und rief: "Ja! Dinge, die waren, Personen, die tot oder in den Westen gegangen sind. Erinnerungen die stets quälen, in einer sich verdunkelnden Welt. Siehst du nicht, was um uns herum geschieht?!".
Die Verzweiflung stand ihr in das schöne Gesicht geschrieben. Eine Träne, gerufen durch die starken Emotionen, rann ihre Wange herunter. Doch sie stand stolz vor ihm, und Zwilling oder nicht, Randuin vermochte keine Worte des Trostes, der Hoffnung zu finden. Denn was sie sagte war nicht falsch, entbehrte nicht einer klaren Sicht. "Ich sehe, Randuriel. Und ich fürchte. Du willst unserer Grossmutter folgen und dich aufmachen in den Westen? Auch wenn ich nicht mit gehen kann, auch wenn niemand von uns dich begleiten kann?"
Sie drehte sich um und schaute nach Westen. Sie flüsterte "Ja, das will ich. Auch wenn es mir weh tut, es zu tun. Doch hier bleiben, das kann ich nicht, das will ich nicht."
Sie sass auf einem Stein, unweit der Siedlung Michelbinge. Es war spät. Die wenigen Hobbits, die noch unterwegs waren hatten sie nicht bemerkt. Nicht dass es ihr noch etwas ausgemacht hätte. Ihre Gedanken, ihr Herz eilten ihr voraus. Bald würde sie das Auenland durchquert haben ... und ihre Erinnerungen ..."Ah! Wie Gold fallen die Blätter im Wind,
lange Jahre zahllos wie die Schwingen der Bäume!
Die langen Jahre sind vergangen wie rasche Schlucke
des süßen Mets
in hohen Hallen jenseits des Westens
unter den blauen Gewölben von Varda,
worin die Sterne zittern beim Gesang ihrer Stimme,
heilig und königlich.
Wer nun soll den Becher für mich füllen?
Denn nun hat die Entzünderin, Varda, die Königin der Sterne
vom Berg Immerweiß, ihre Hände wie Wolken gehoben,
und alle Pfade sind tief im Schatten versunken:
und aus grauem Land kommend,
liegt Dunkelheit auf den schäumenden Wogen zwischen uns,
und Nebel deckt die Edelsteine von Calacirya auf immerdar.
Verloren nun, verloren für jene aus dem Osten ist Valimar!
Lebewohl! Vielleicht wirst du Valimar finden.
Ja, vielleicht wirst du es finden. Lebewohl!"
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"Randuriel, meine liebe Schwester" sagte er leise als er sich ihr näherte. Sie nahm seinen Unterarm in beide Hände als er sich neben sie stellte. Beide schauten sie über das Tal und in der Art wie nur Zwillinge es wohl mögen, berührten sie Ihre Gedanken. Sie antwortete "Mein lieber Bruder, verzeih mir, Randuin. Ich bin keine gute Gesellschaft gewesen über wahr zu lange Zeit."
Er schaute ihr in die Augen, hob eine Augenbraue und sagte "Ich weiss. Doch auch wenn ich weiss. Ich suche stets einen Weg zu Dir, Dir die Freude an dieser unentdeckten Welt wieder zu geben." Sie liess seinen Arm los und gab harsch zurück "Ach, Ihr! Siehe, unser Onkel Colgael ist Caun der Celebriaen Elanesse, und Gowestar. Ehre, Pflichten und sein Handwerk sind seine Dinge. Tilfang, ebenso Vaters Bruder, geht ganz auf in seiner Jagd in den Wäldern. Und Virindil, Vetter unseres Vaters, ist unterwegs mit der Thela Estel. Sogar du bist in Pflichten und Ehren, Caun der Aglar-î-Eregion! Nur für mich, die in Imladris die Tage und Nächte fristet, bleibt nichts."
Sie verstummte und Randuin legte ihr sanft den Unterarm um Schultern und Rücken. "Doch du, geliebte Schwester, du hütest unsere Waffen und in dir spiegelt sich der Glanz, die Schönheit und die Erinnerung an unsere Ahninnen, Silmarië und Loreth! An sie, und an die Dinge die waren." Sie sprang auf, schüttelte seinen Arm ab und rief: "Ja! Dinge, die waren, Personen, die tot oder in den Westen gegangen sind. Erinnerungen die stets quälen, in einer sich verdunkelnden Welt. Siehst du nicht, was um uns herum geschieht?!".
Die Verzweiflung stand ihr in das schöne Gesicht geschrieben. Eine Träne, gerufen durch die starken Emotionen, rann ihre Wange herunter. Doch sie stand stolz vor ihm, und Zwilling oder nicht, Randuin vermochte keine Worte des Trostes, der Hoffnung zu finden. Denn was sie sagte war nicht falsch, entbehrte nicht einer klaren Sicht. "Ich sehe, Randuriel. Und ich fürchte. Du willst unserer Grossmutter folgen und dich aufmachen in den Westen? Auch wenn ich nicht mit gehen kann, auch wenn niemand von uns dich begleiten kann?"
Sie drehte sich um und schaute nach Westen. Sie flüsterte "Ja, das will ich. Auch wenn es mir weh tut, es zu tun. Doch hier bleiben, das kann ich nicht, das will ich nicht."