Kein Wort Ungeschrieben
Verfasst: Do 5. Feb 2009, 10:04
~ 29. Narwain, im Jahre 3002 des Dritten Zeitalters nach der Zeitrechnung der Elben ~
Ein grauer Esel mühte sich den steilen Weg hinauf zur Zuflucht des Hauses Celebriaen. Das Tier zog einen kleinen Karren hinter sich her, welcher mit einer grauen Plane abgedeckt war. Daneben ging eine in eine unauffällig graue Robe gehüllte schlanke Gestalt.
Es wurde später Abend, als die beiden Wanderer vor den Toren der Zuflucht ankamen. Statt einer Lampe hielt die Person einen elegant gewundenen Stab vor sich in die Nacht, welcher den Weg dank eines hell glimmenden Kristalls an seiner Spitze etwas erleuchtete. Als einer der Wächter der Hallen in das Licht des Stabes trat, enthüllte durch zurückwerfen der Kapuze die Gestalt ihre sanften Elbenzüge.
Meliamne, Tochter des Urian aus dem Hause Gildin, wurde daraufhin von den Anwesenden begrüßt und auch sie schien froh, endlich der kalten Welt dort draußen den Rücken kehren zu können und sich in den heimeligen Hallen der Zuflucht von der Reise auszuruhen.
"Bitte lasst Aerendir und Tarjariel ein Wort über meine Ankunft zukommen. Ich möchte mit ihnen sprechen, sobald es ihre Zeit zulässt. Und auch meinem Bruder Falthir, denn seine Stimme wird hier auch Gewicht besitzen. Sie werden mich in der großen Bibliothek finden."
Während ein Wächter sich auf die Suche nach den Herren und der Dame macht, ließ Meliamne den Esel von seiner Bürde entbinden und brachte ihn im Stall unter. Ihrem Wegbegleiter sollte es an nichts fehlen und man hörte sie noch eine Weile mit dem Esel sprechen, als wäre es ein denkendes Wesen. Als Antwort vernahm man wohl nur ein zufriedenes Schnauben, als sich das Tier über das frische Gras hermachte.
Wenig später ließ Meliamne ihren grauen Elbenumhang in ihren Gemächern zurück und begab sich in die Bibliothek der Zuflucht. Eine weite Robe in tiefstem Nachtblau kleidete nun ihre schlanke Gestalt. In völliger Ruhe lag der Raum vor ihr. Man bemerkte den Geruch alten Leders und Pergaments. Obwohl manch eine Kerze vor kurzem noch gebrannt haben mochte, war die große Bibliothek nun doch dunkel und vereinsamt.
Als erstes hob die Waldelbe ihre beiden weißen Hände in die Luft vor sich. Sie empfand schnell das berauschende Gefühl als die Magie durch ihren sich öffnenden Geist flog. In Gedanken formte sie ein Bild für sich, mit Händen zeichnete sie in einer sanften Geste ihren Gedanken nach und ließ mit umherwanderndem Blick keine Kerze unberührt.
... Nach und nach entzündeten sich die erloschenen Dochte wie von Geisterhand und das aufkeimende warme Licht tauchte die vereinsamte Bibliothek wieder in schattige, doch lebhafte Farben. Farben, aus denen die Legenden gemacht waren. ...
Dies dauerte nur wenige Atemzüge, daraufhin eilte die Zauberin voller Vorfreude hinaus in die Nacht zu einem abgestellten Karren und schlug die schwere Plane zurück. Sie entlud die Last mit der Hilfe zweier Wächter und brachte alles in die Bibliothek.
"Willkommen zu Hause, werte Freunde. Mögt ihr die Geister noch vieler junger Elben beflügeln und ihnen lehrreich sein."
Ein grauer Esel mühte sich den steilen Weg hinauf zur Zuflucht des Hauses Celebriaen. Das Tier zog einen kleinen Karren hinter sich her, welcher mit einer grauen Plane abgedeckt war. Daneben ging eine in eine unauffällig graue Robe gehüllte schlanke Gestalt.
Es wurde später Abend, als die beiden Wanderer vor den Toren der Zuflucht ankamen. Statt einer Lampe hielt die Person einen elegant gewundenen Stab vor sich in die Nacht, welcher den Weg dank eines hell glimmenden Kristalls an seiner Spitze etwas erleuchtete. Als einer der Wächter der Hallen in das Licht des Stabes trat, enthüllte durch zurückwerfen der Kapuze die Gestalt ihre sanften Elbenzüge.
Meliamne, Tochter des Urian aus dem Hause Gildin, wurde daraufhin von den Anwesenden begrüßt und auch sie schien froh, endlich der kalten Welt dort draußen den Rücken kehren zu können und sich in den heimeligen Hallen der Zuflucht von der Reise auszuruhen.
"Bitte lasst Aerendir und Tarjariel ein Wort über meine Ankunft zukommen. Ich möchte mit ihnen sprechen, sobald es ihre Zeit zulässt. Und auch meinem Bruder Falthir, denn seine Stimme wird hier auch Gewicht besitzen. Sie werden mich in der großen Bibliothek finden."
Während ein Wächter sich auf die Suche nach den Herren und der Dame macht, ließ Meliamne den Esel von seiner Bürde entbinden und brachte ihn im Stall unter. Ihrem Wegbegleiter sollte es an nichts fehlen und man hörte sie noch eine Weile mit dem Esel sprechen, als wäre es ein denkendes Wesen. Als Antwort vernahm man wohl nur ein zufriedenes Schnauben, als sich das Tier über das frische Gras hermachte.
Wenig später ließ Meliamne ihren grauen Elbenumhang in ihren Gemächern zurück und begab sich in die Bibliothek der Zuflucht. Eine weite Robe in tiefstem Nachtblau kleidete nun ihre schlanke Gestalt. In völliger Ruhe lag der Raum vor ihr. Man bemerkte den Geruch alten Leders und Pergaments. Obwohl manch eine Kerze vor kurzem noch gebrannt haben mochte, war die große Bibliothek nun doch dunkel und vereinsamt.
Als erstes hob die Waldelbe ihre beiden weißen Hände in die Luft vor sich. Sie empfand schnell das berauschende Gefühl als die Magie durch ihren sich öffnenden Geist flog. In Gedanken formte sie ein Bild für sich, mit Händen zeichnete sie in einer sanften Geste ihren Gedanken nach und ließ mit umherwanderndem Blick keine Kerze unberührt.
... Nach und nach entzündeten sich die erloschenen Dochte wie von Geisterhand und das aufkeimende warme Licht tauchte die vereinsamte Bibliothek wieder in schattige, doch lebhafte Farben. Farben, aus denen die Legenden gemacht waren. ...
Dies dauerte nur wenige Atemzüge, daraufhin eilte die Zauberin voller Vorfreude hinaus in die Nacht zu einem abgestellten Karren und schlug die schwere Plane zurück. Sie entlud die Last mit der Hilfe zweier Wächter und brachte alles in die Bibliothek.
"Willkommen zu Hause, werte Freunde. Mögt ihr die Geister noch vieler junger Elben beflügeln und ihnen lehrreich sein."