Seite 3 von 3
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: So 20. Mär 2011, 21:22
von Colgael
Virindil hatte lange geschwiegen, nur zugehört. Dann sprach er: "Sorewn, was du sahst, war dies der Fall der verborgenen Stadt, der Fall Gondolins? Ich selbst war nicht dort, aber die Bilder gleichen jenen, die andere mir beschrieben. Wenn das so ist, wieso verfolgen dich diese Erinnerungen gerade heute?"
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: Mo 21. Mär 2011, 00:10
von Sorewn
Sie brauchte einen Moment um sich zu beruhigen, sie hörte Silbions worte die versuchten sie zu trösten, jedenfalls glaubte sie das seine Worte sie trösten sollten.
Er sprach davon das es eine Warnung sin könnte, aber wieso sollte sie gewarnt werden? Wer würde auf eine junge Elbe schon hören?
Aber vielleicht hatte er recht und es war wirklich eine Warnung an ihn nicht der Dunkelheit zu folgen die in allen zu lauern scheint, wie ein ungeheuer das in einer dunklen Höhle lauert und nur darauf wartet frei gelassen zu werden, damit es Tod und Verderben über das Land bringen kann.
Erst hatte sie die Pause nicht gemerkt die er machte, aber seine Worte die er an sie richtet trafen sie wie ein Schlag ins Gesicht und ebenso zuckte sie zusammen, hob schlagartig den Kopf um ihn anzusehen, um den Ausdruck seiner Augen zu erkennen.
Er meinte das was er sagte ernst, er legte sein Leben in ihre Hände, vertraute sein Leben ihrem Urteil an. Mit tränennassen Wangen blickte sie ihn an, er erkannte in ihren Augen das sie seine Worte verstanden hatte, und er konnte in ihnen lesen wie in einem Buch, sie wusste nicht aus welchem Grund sie sich nicht anschickte ihre Gedanken und Gefühle zu verbergen, aber es war als wäre das was sie tat genau das richtige, und doch konnte sie nur sacht den Kopf schütteln, die Angst und die sorge in ihrem blick waren deutlich herauszulesen, er konnte unmöglich meinen was sie verstand,
Sie wollte grade etwas erwidern als Virindil sein Schweigen brach, sie hatte sich also nicht in ihm geirrt, er verstand sehr wohl was sie gesagt hatte,
er sprach von einer verborgenen Stadt. Gondolin…aber es war eine Stadt aus der Vergangenheit, das was sie gesehen hatte aber war ein Bild der Zukunft, sie blickte Virindil an und so offen und warmherzig wie er zu Silbion noch gewesen ist, war er nicht mehr, sie versuchte nur ihr Gefühlschaos wieder hinter ihren blauen Augen zu verbergen und ihre Gedanken zu maskieren.
„Wenn es der Fall jener Stadt sein soll, wieso habe ich dann in den toten Gesichter die gesehen die hier sind? Die noch lebend unter uns sind? Wieso habe ich gesehen wie das böse sich einer reinen Seele bemächtigt und sie für seine Zwecke missbraucht? Die Vergangenheit ist Geschichte, und bedarf selten einer Warnung, aber die Zukunft ist das was offen steht, was veränderbar ist.“
Es kam ihr vor als wären es nicht ihre Worte, und doch war es ihre Stimme die da sprach, vielleicht lag es daran das sie nicht darüber nachdachte was sie sagte aber in ihren Gedanken geriet ein neues Puzzle in den Vordergrund. Sie kannte die Geschichte nicht wirklich als die Stadt fiel.
Aber was wäre wenn…noch eh sie den Gedanken zuende denken konnte, begann sie zu sprechen.
Hoffnung funkelte in ihren Augen.
„Was wenn es eine Warnung ist nicht die selben Fehler erneut zu machen? Ich kenne die Geschichte nicht wie die Stadt fiel, oder warum. Aber was wenn sie ähnlich war und wenn ich es gesehen habe um zu verhindern das eben genau dieses grauen wieder passiert? Auch wenn ich nicht weiß wie oder was ich verhindern sollte.
Aber um auf eure frage zurück zu kommen, ich weiß nicht wieso mich dieser Traum ausgerechnet heute heimgesucht hat. Es passiert einfach so.“
Ihr Blick wanderte zurück zu Silbion. Und sie zwang sich zu einem lächeln.
„Ich weiß nicht ob ich das was ihr von mir verlangt kann, ich weiß nicht ob ich es entscheiden darf. Wie soll ich wissen wann euer Geist nicht mehr der eure ist? Das böse ist hinterlistig und tückisch. Und ich kenne euch nicht gut genug, kenne nicht die geheimsten winkel eurer selbst. Wie könnte ich da entscheiden?“
Sie wollte die Hand heben um sie an seine Wange zu heben, lies sie aber wieder sinken und schweig, Virindils worte hatten sie nachdenklich gemacht, aber sie ergaben auch wieder keinen Sinn, so seufzte sie leise und versuchte die Kälte die immer noch in ihren gliedern steckte zu vertreiben.
Ich blick ging zu einem der Zelte in dem jemand bestimmtes verschwunden war, wie sollte sie sagen das er der andere war? Sollte sie es überhaupt sagen? Vermutlich wäre es besser es nicht zu tun, sein sonniges stetig gut gelauntes Gemüt nicht belasten, sie wand den Kopf wieder zum Feuer, erst jetzt gelang es ihr sich nochmal im Lager umzusehen, hier und dort waren noch welche wach, sie seufzte leise weil es nicht so unbemerkt geblieben war wie sie gehofft hatte, in einiger Entfernung sah sie einen Mann in einer dunklen Robe stehen, das Schwert auf das er sich stützte wollte nicht zu der Robe passen und bot einen seltsamen Anblick, dann jedoch erinnerte sie sich an ihren Bruder der ebenfalls eine Robe trug aber durchaus ein Schwert zu führen wusste. Der Blick des Mannes ruhte auf dem Himmel und nur kurz folgte sie seinem Blick, sich fragend was er wohl dort oben sieht.
Ihr gehör das langsam auch wieder die Umgebungsgeräusche wahrnahm nahmen das feine singen und sirren von Metall war, ihr Blick musste nicht lange suchen als sie an einem anderen feuer eine Kriegerin sah die damit beschäftigt war ihr Schwert zu schärfen.
Nachdem sie diese eine Weile beobachtet hatte, den schwungvollen, gleichmäßigen Bewegungen die fast etwas Hypnotisierendes an sich hatten, glitt ihr Blick zu einem Felsen der dem Lagerfeuer an dem sie saß gar nicht so weit entfernt war.
Ein Rabe erhob sich grade von der Schulter der Elbe empor die dort schweigend saß. Sie hatte bei ihrer Tante oft ein ähnliches Tier gesehen, wobei ihre Tante war eh schrecklich Tierlieb und wollte ihr immer wieder weiß machen das sie mit ihnen sprechen konnte und das ihre Freunde so nennte sie sie ihr in Notlagen beistanden, dieses Bild mit dem wegfliegenden Raben lies die Frage in ihr aufkommen ob es bei ihr wohl genauso war wie bei ihrer Tante.
Jedoch wollte sie nun nicht aufstehen und herübergehen.
Auch fragte sie sich wieso so viele irgendwie allein saßen oder standen.
Jeder schien seinen eigenen Gedanken nachzuhängen, seinem eigenen Kummer im Herzen der nur am Tage versucht wurde zu verdrängen.
Aber ihr ging es ja nicht anders, am Tage hatte sie anderes auf das sie sich konzentrieren musste, aber nachts….war alles anders, es war als tauche man in eine völlig andere Welt ein.
Erst nach einigen Momenten löste sie den Blick von der Elbe und sah die beiden an die bei ihr am Feuer waren an, der eine ebenso bedrückt und befangen wie sie selbst und der andere strahlte eine fast schon gespenstische Ruhe aus, wenn man ihre Erzählungen bedachte.
Ja er musste schon viel gesehen haben wenn ihn ihre Erzählungen so ruhig blieben Liesen.
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: Mo 21. Mär 2011, 11:28
von Silbion
Silbion wollte noch die Antwort Virindils abwarten, vielleicht ergab sich ja eine ganz andere Moeglichkeit aus dem was er sagen wuerde.
Man merkte ihm allerdings an, dass er gerne Sorewn noch etwas erwidert haette, aber hielt seine Ungeduld im Zaum.
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: Mo 21. Mär 2011, 12:36
von Colgael
Nachdenklich blickte Virindil zu Sorewn und antwortete langsam "Wieso du die toten Gesichter derer gesehen hast, die hier sind? Ach, dies Rätsel vermag ich nicht zu lösen. Gib mit lieber etwas, dass eine scharfe Klinge zu lösen vermag. Für solche Rätsel bedarf es eines Wissens und einer Einsicht wie sie nur wenige von uns haben."
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: Mi 23. Mär 2011, 20:32
von Silbion
Silbion war einige Moment geistesabwesend, er war in den Bildern der Erzählungen von Gondolin.
Wenn der Traum eine Warnung war, sah er eine kleine Möglichkeit.
"Solltet ihr die Stadt aus euren Träumen sehen, dann sagt mir nicht wo sie liegt, oder falls ich zugegen bin, hindert mich sie zu betreten, was auch immer passiert".
Im war allerdings schon klar, dass die Tücke des Feindes aus dem Osten gross war und jeder in Gefahr war, in dessen Fallen zu tappen.
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: Sa 26. Mär 2011, 14:32
von Sorewn
Sie seufzte leise und blickte wieder ins Feuer. Der eine konnte Sachen eher aus der Welt schaffen wenn sie mit einer Scharfen Klinge bereinigt werden konnten, die zweifel die sie schon eher in ihrem Herzen gespürt hatte kam wieder zurück und lies sie frösteln.
Und auch Silbions Worte waren nicht das was ihr half.
Was erwartete sollte sie tun?
Müde und angeschlagen saß sie da und starrte schweigend ins Feuer.
Erst eine Weile später sah sie Silbion wieder an.
„Ich glaube wenn ich die Stadt wiedererkenne ist es bereits zu spät. Ich glaube nicht dass ihr mit uns in diese Stadt gekommen seid. Ich glaube das ihr euch bereits früher gegen uns gewendet habt und das es euer Heer ist gegen das wir antreten müssen.
Eine andere Erklärung habe ich nicht, denn in der Nacht die ich sah war eure Rüstung wirklich so düster wie eine Nacht ohne einen Mond oder Sterne am Himmel.
Aber vielleicht kann ich es abwenden. Vielleicht ist es besser wenn ich das Heer wieder verlasse.“
Wieder senkte sie den Blick einen Moment zu den Flammen, dann drehte sie den Kopf zu dem Zelt in dem Celeuil verschwunden war. Sie hatte ihn sterben sehen und diese beiden lagen ihr am Herzen.
Aber diese Vision machte ihr einfach zu schaffen.
Und hier…hatte sie keinen Halt, sie war nur eine von vielen, ein nichts im Vergleich zu denen die unter einem Dach lebten leicht zu ersetzen und leicht auszutauschen, sie fühlte sie unnütz.
Sie hatte an etwas geglaubt als sie wie eine besessene darum gekämpft hatte das ihre Eltern sie gehen lassen, aber diesen Kampf sah sie nun als nutzlos an. Die ideale für die sie es getan hatte, waren in Rauch aufgegangen oder waren bereits dabei sich zu verflüchtigen.
Sie wollte Seite an Seite mit anderen Kämpfen, die Länder die sie liebte verteidigen.
Aber so…niemals würden sie auch nur eine Schlacht überleben.
Es wurde selten ernst genommen, sie musste lernen mit Waffen umzugehen die nicht ihre waren, und mit denen sie nicht umgehen konnte.
Sie war nur ein dämlicher Rammbock der in der ersten Reihe stand und auf den man einprügelte damit andere die Heldentaten vollbringen konnten.
Immer wieder drückte man ihr ein Schwert in die Hand eine Waffe die sie nie benutzt hatte.
Und dessen wirkliches erlernen Jahre dauern würde. Und das sollte sie in ein paar Wochen Vorbereitungszeit lernen?
Sie betrachtete ihre Rüstung und empfand keinen stolz mehr wenn sie sie ansah sondern nur noch eine erdrückende last das rot war passend gewählt, wie die Tiere würden sie zur Schlachtbank geführt werden durften sich für die anderen Opfern nichts weiter.
„Wenn ich nicht mehr da bin wird der Traum sich nicht erfüllen. Ich hatte geglaubt ich tue das richtige, aber was bin ich hier außer ein Lamm das man in die erste Reihe stellt ihr ein Schwert in die Hand drückt und sagt. Mach mal….wichtig sind die die hinter dir sind.“
Sie schüttelte traurig den Kopf. Sie hatte es versucht und versucht sich einzubinden, das Ergebnis war das sie meistens alleine stand wenn sie nicht grade in die Formation gezwungen wurden.
Sie hatte Silbion gebeten hinter ihr zu bleiben, und sie hatte Celeuil neben sich, aber was war mit den anderen? Sie hatte den Vorschlag mit den festen plätzen gemacht damit man sich besser kennen lernt , damit man lernt wie der andere agiert und man darauf reagieren kann, damit es in Fleisch und Blut übergeht und man dann schon instinktiv weiß was zu tun ist.
Man hätte doch wechseln können so das man immer jemand anderen an seiner Seite hat aber eben doch einen festen Partner, für diese Trainingseinheit.
Ihr Blick ging in das Lager zurück und langsam geriet ein Plan in ihrem Inneren der sich festigte, sie hatte nur noch eine Chance um ihrem Traum entgegen zu treten, aber mit diesem Plan würde sie ihren Platz im Heer riskieren, aber wenn sie es unversucht lassen würde, würden so viele sterben und es wäre so unnötig.
Aber sie sah einfach keine andere Möglichkeit mehr.
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: Sa 26. Mär 2011, 16:30
von Silbion
Silbion hatte ihr ruhig zu gehört und hatte auch ihren Gedanken Raum gegeben. Er selber musste nachdenken, aber eine Frage brannte doch in seinem Herzen,
"Aber warum soll es etwas ändern, wenn ihr das Heer verlasset? Wer ausser euch kann dann erkennen, dass .....der Traum sich anfängt zu erfüllen?"
Da war eine ganz kurze Pause in dem Satz, denn eigentlich hatte er sagen wollen, dass sie erkennen würde, wenn er sich zum Verräter wandeln würde, aber er konnte das nicht aussprechen, weil es für ihn undenkbar war.
Aber dann war da noch dieses zweite gewesen, das sie gesagt hatte. "Wer hat gesagt, dass nur die hinter euch wichtig seien? Ich habe eher das Gefühl, dass wir alle hier als wichtig erachtet werden und niemand einfach nur wie ein Lamm geschlachtet werden soll."
Er seufzte kurz und blickte dann kurz hinauf zu den Sternen.
"Natürlich wird es Tote geben, aber, wenn wir dann in Mandos Hallen wieder erwachen, wissen wir doch, dass Mittelerde durch unsere Taten ein besserer Ort geworden ist. Auf jeden Fall besser, als hätten wir nichts getan."
Er sah wieder zu Sorewn, er war nun wirklich etwas verwirrt.
Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]
Verfasst: Do 31. Mär 2011, 00:57
von Aerendir
---notwendige Zäsur---
Sorewn war nach dem Gespräch am Lagerfeuer zum Tûr gegangen und hatte ihm mitgeteilt, dass sie die Thela Estel verlassen würde.
Ein wenig hatten sie noch gesprochen, doch ihre Einstellung zur Thela Estel blieb fragwürdig, Differenzen konnten nicht ausgeräumt werden, und da sie nicht weiter bereit war den Befehlen des Tûr, des Heermeisters und der Offiziere zu gehorchen, verliess sie das Lager der Thela Estel in ihrer eigenen Gewandung ohne noch einmal zurück zu blicken. Ihr Pfad war nun ein anderer, abseits der Thela Estel. Es war nicht notwendig sich bei den anderen zu verabschieden. Jeder mußte seinen eigenen Weg gehen.
Der Tûr war wenig später vor die Offiziere der Thela Estel getreten und hatte ihnen den Vorbefehl zur anstehenden Erkundung mündlich bekannt gegeben. In wenigen Stunden würden sie aufbrechen und die Offiziere, namentlich Silanwen und Fuinriell würden ihre Maethyr einweisen und vorbereiten.