Ein weit gereister Brief

Eine Menge Schriftrollen seht ihr vor Euch auf dem Tisch liegen. Zögernd greift ihr Euch eine und beginnt zu lesen und zu verstehen.
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Sathriel

Ein weit gereister Brief

Beitrag von Sathriel »

Ein stämmiger, graubärtiger Zwerg nähert sich den Toren der Celebriaen Elanesse. Er trägt eine dicke Lederrüstung und eine schwere Axt auf dem Rücken. Die Wache am Tor schaut verdutzt zu dem Zwerg und fragt diesen:“ Suilad, Herr Zwerg, was wollt ihr hier am großen Tor der Celebriaen?“ Der Zwerg schaut nur grimmig gen Elb. Er holt einen zerknitterten Brief aus seiner Tasche und reicht diesen der Wache. Danach dreht er sich sofort wieder um und geht den langen Weg zurück. Auf dem Briefumschlag ist ein Name zu erkennen, leise murmelt die Wache „Sathriel“ und zuckt mit den Schultern. Er ruft einen Boten zu sich und reicht diesem den Brief mit den Worten:“ Bring diesen schnell zu Sathriel, aber sag ihr auch, das ein Zwerg diesen vorbeibrachte.“

Der Bote eilt sofort davon und sucht sofort Sathriel auf , um ihr den Brief zu überreichen. Sie öffnet den Umschlag und liest dann leise für sich den Brief.

*Der Text auf dem zerknüllten Pergament ist in krakeligem Westron geschrieben. Der Satzbau und die Rechtschreibung stimmen nicht immer und man kann ahnen, das dieser Brief von jemandem geschrieben wurde, der die Sprache nicht perfekt beherrscht*


Sehr geehrte Sathriel,

mein Name ist Thrabin, Sohn des Frandalin, und ich bringe euch keine gute Kunde aus den Tiefen von Moria. Ich war der Führer des Elben Eruheran und führte ihn die Wege meiner Ahnen.
Nach einer langen Wanderung machten wir Halt um zu rasten. Besser gesagt ich musste rasten, da Eruheran noch voller Energie war und weiter forschen wollte. In der ersten Halle fanden wir die große zerstörte Brücke von Khazad-Dun vor. Wir gingen bis zum Abgrund und schauten in die Tiefe. Danach wandten wir uns um und sahen einen Bilwiss vor uns stehen. Dieser schrie nur auf und rannte davon. Wir versuchten ihn zu erwischen, doch versteckte er sich in einem Felsenriss. Wir versteckten uns und wollten warten, bis er hervor käme, doch hatten seine Schreie weitere Feinde angelockt. Plötzlich waren wir von stinkenden Orks umringt.
Wir beide kämpften mutig und euer Gefährten erschlug Dutzende von ihnen, doch waren unsere Chancen aussichtslos. Zwei Orks stürmten auf mich zu und fast wäre ich von ihnen erschlagen worden, doch rettete Eruheran mir das Leben. Er befahl mir, sofort zurück in die 21. Halle zu rennen und Verstärkung zu holen. Als ich die vielen Stufen der Ersten Halle erklomm, hörte ich einen lauten Knall und Blitze schossen aus der Kammer, wo wir gekämpft hatten. Nach den Blitzen folgte ein dumpfes Grollen und die Kammer stürzte in sich zusammen. Sofort rannte ich zurück, um nach eurem Gefährten zu sehen, doch fand ich kein Lebenszeichen von ihm.
Nach ein paar Stunden kehrte ich mit einer Gruppe von Zwergen erneut zu der Kammer zurück und wir versuchten wieder, sie frei zu räumen, doch war die Decke zu brüchig. Das Einzige, was wir fanden, war ein Stück seines Runensteines, welches auch in dem Umschlag sein müsste. Ich möchte euch mit diesem Brief mein tiefstes Beileid aussprechen und euch sagen, dass euer Gefährte der tapferste und netteste Elb war, den ich je getroffen habe. Ich verdanke ihm ein Leben und stehe somit nun auch in eurer Schuld. Solltet ihr jemals meine Dienste in Anspruch nehmen wollen, so schreibt mir einen Brief und ich mache mich sofort auf den Weg zu euch.
Nochmals mein Beileid zu dem Tod eures Gefährten.
Ich wünsche euch dennoch einen behutsamen Weg und möge der Segen der Zwerge über euch und über Eruheran wachen.

Mit freundlichen Grüßen

Thrabin, Sohn des Frandalin

*In dem Umschlag ist noch ein kleiner Brocken zu finden, auf diesem ist die Rune „Ewigkeit“ zu erkennen*

(ooc: Diesen Teil hat Eruheran verfasst. Unverändert leite ich ihn weiter, um Fragen vorzubeugen. Alles weitere stammt von mir.)

Sathriel faltet den Brief zusammen. Lautlos rinnen Tränen über ihre Wangen, tropfen schliesslich auf den Brief in ihren Händen. Der Umschlag mit dem Stein liegt neben ihr auf dem Tisch. Langsam steht sie auf, legt auch den Brief dazu.

Beinahe geräuschlos verlässt sie das Sippenhaus, um die anderen nicht zu stören. Ob ihr jemand folgt, oder sie beim Verlassen des Hauses sieht, nimmt sie durch ihren Schmerz und die Tränen hindurch nicht wahr.

Draussen, vor dem Haus, wandert ihr Blick hinüber zum Fluss. Sie geht zu der kleinen Abgrenzung. Eine niedriege Mauer, von welcher sich Blumen an einem Gerüst emporranken. Sie lehnt sich an die Brüstung, blickt über den Fluss. Haltlos schluchzt sie, während kaum hörbar der Name ihres Geliebten ihre Lippen verlässt.
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Colgael
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Re: Ein weit gereister Brief

Beitrag von Colgael »

Alleine blieb Colgael an jenem Tag, in Gedanken versunken und sein Herz war schwer. So kam er an die Stelle, wo Sathriel den Brief hatte liegen gelassen. Langsam nahm er ihn in die Hand und las. Dann legte er ihn wieder dorthin und sang leise:
"Ilu Ilúvatar en káre eldain a fírimoin
ar antaróta mannar Valion: númessier.
Toi aina, mána, meldielto - enga morion:
talantie. Melko Mardello lende: márie.

En kárielto eldain Isil, hildin Úr-anar.
Toi írimar. Ilyain antalto annar lestanen
Ilúvatáren. Ilu vanya, fanya, eari,
i-mar, ar ilqa ímen. Írima ye Númenor.

Nan úye sére indo-ninya símen, ullume
ten sí ye tyelma, yéva tyel ar i narqelion,
íre ilqa yéva nótina, hostainiéva, yallume:
ananta úva táre fárea, ufárea!

Man táre antáva nin Ilúvatar, Ilúvatar
enyáre tar i tyel, íre Anarinya qeluva?"
Angelockt von Colgaels Gesang gesellte sich ein weiterer Elb zu ihm, Randuin der Vorsteher des Haus des Westens und auch er las den Brief und als er ihn gelesen hatte sagte er:
"Eruheran, einen guten Namen trägst du. Möge er dein fëa sicher zu Mandos geleiten" und Colgael sah ihn an und nickte. "Möge er sicher zu Mandos gelangen. Einen weiten Weg ist er hier gegangen, ich erinnere mich an unsere erste Begegnung" sagte er zu Randuin.

"Dunkel ist der Schatten auf den die Eldar zugehen, denn wir wissen nicht, wann das Ende Ardas kommt, und wie es sein mag. Noch wissen wir, was dann mit uns geschieht" entgegnete Randuin nachdenklich. "Was bleibt ist estel, das tiefe Vertrauen, das uns Hoffnung gibt."

"So ist unser Denken seit langen Zeitaltern, mein lieber Verwandter doch auch wir können das Ende nicht sehen. Und an manchen Tagen liegt dies schwer auf meinem Herzen. Oft gedenke ich dieser Tage der Athrabeth Finrod an Andreth."

Gemeinsam gingen sie weiter und der Wind spielte mit den Blättern des Herbstlaubs.




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Dieses Lied ist in unserer alten Sprache, die vergangen.
In Euren Worten würde es vielleicht folgendes bedeuten:

"Der Vater schuf die Welt für Elben und Sterbliche und gab sie in die Hände der Valar, die wohnen im Westen. Sie sind heilig, gesegnet und geliebt bis auf den Dunklen. Der ist gefallen, Melkor ist gegangen. Das ist gut so.

Für die Elben schufen sie den Mond, für die Menschen die Sonne; diese sind schön. Allen gaben sie die Geschenke Ilúvatars nach dem rechten Mass.
Die Welt ist schön, der Himmel, die Meere, die Erde und alles was dort wohnt. Lieblich ist Númenor.

Aber mein Herz bleibt nicht hier für immer, denn hier ist Vergehen, es wird ein Ende und Verblassen geben, wenn alles gezählt und zuletzt beziffert ist.
Doch wird das nicht genügen. Was wird der Vater, oh Vater, mir geben an dem Tag nach dem Ende, wenn meine Sonne aussetzen wird?"
Álalme ruinë! Árimpa laime! - Blühe auf, Flamme! Fliehe, Schatten!
Sathriel

Re: Ein weit gereister Brief

Beitrag von Sathriel »

Am Tag darauf im Sippenhaus ging es Sathriel nicht viel besser. Zwar leistete sie den anderen Gesellschaft, doch hielt sie sich abseits und spielte auf ihrer Harfe.

Tage vergingen. Immer wieder las sie den Brief, weinte und suchte die Einsamkeit am Fluss. Der Entschluss, nach Moria zu reisen, selber nach Eruheran zu suchen, festigte sich in ihr und so begann sie, ein Bündel mit Proviant zu packen und legte ihre Reiserüstung zurecht.


"Heute abend werde ich den Anderen Bescheid geben und mich auf die Suche machen." Abermals zieht es sie an den Fluss, wo sie mit ihrer Harfe allein ist und nur den Klängen dieser sowie den leisen Wellen des Flusses lauscht.
Sathriel

Re: Ein weit gereister Brief

Beitrag von Sathriel »

Leise betritt Sathriel das Sippenhaus. Das fertig gepackte Reisebündel, ihre Reisegewänder und den Umhang lässt sie nah der Tür stehen. Im Hauptraum des Hauses sind bereits einige Anwesende versammelt. Nach einem kurzen Gruss lässt sie sich neben Saeloril nieder. Still und scheinbar mit ihren Gedanken abwesend trinkt sie einen kelch Wasser. Auch das Eintreffen der Hobbitdame Lieseline und des Menschenmannes Orngar scheinen sie nicht gross zu interessieren.

Der Kalbsbraten von Saeloril mag ihr zwar schmecken, der diesen Abend für alle zubereitet wurde, doch schon bald steht sie auf und geht hinüber zum Kartentisch. Einige Karten schiebt sie zur Seite, während sie eine vor sich zieht und diese genauer studiert. Die Karte zeigt die verschlungen Wege durch die Minen Moria´s. Nach einer Weile blickt sie auf, als Silanwen an ihre Seite getreten ist, den Blick auf die Karte vor Sathriel gerichtet. Leise spricht sie:
"Ich werde aufbrechen." Silanwen seufzt leise. "Ich hatte befürchtet, das Ihr diese Entscheidung trefft, Sathriel." Ernst blickt Sathirel zu Silanwen. Jede Freude ist aus ihren Augen gewichen. Silanwen erwiedert den Blick. "Und ich werde gewiss nicht versuchen Euch aufzuhalten. Ihr hattet genug Zeit, Euch darüber Gedanken zu machen." Dankbar klingt Sathriel´s Stimme. "Dann danke ich euch dafür." Sathriel nimmt die Karte vom Tisch und rollt sie zusammen.

Derweil ist Fuinriell zu ihnen getreten und schaut zwischen beiden hin und her. Leise fragt sie: "Was ist los?" Sathriel blickt kurz zu Fuinriell, nur um kurz zu antworten: "Nichts. Geh ruhig zu den anderen, Schwester." Silanwen aber deutet zur Karte, auf deren Band deutlich "Khazad-Dûm" zu lesen ist, und antwortet ihrerseits: "Oh nein, Sathriel. So leicht werdet Ihr nicht davonkommen. Ihr wollt Euch doch nicht einfach fortschleichen." Fuinriell sieht zu der Karte in Sathriel´s Hand und schaut zu ihr auf. "Also, ich höre." Sathriel schaut zu Silanwen, seufzt leise. "Das war der Plan." Sathriel wendet sich zu Fuinriell, während Silanwen noch einwirft: "Den ich so eben vereitelt habe. Ich bitte Euch, wenigstens denen die hier sind, noch Leb Wohl zu wünschen." Fuinriell schaut zu Sathriel, erwiedert deren Blick, welche leicht nickt. "Lebe wohl? Was soll das heissen?" "Fuinriell, ich weiss nicht, wie ich es dir sagen soll." Kurz stockt Sathriel, nach Worten suchend. "Ich werde die Überreste Eruheran´s suchen gehen. Er wurde in Moria verschüttet." Sathriel spricht leise, kämpft gegen Tränen an. Fuinriell schaut sie an, scheinbar nicht alles Gesagte wahrnehmend. "Alleine? Bist du von Sinnen?" Scheinbar erst, während Sathriel antwortet, scheint sie dann aber doch alles zu realisieren, was Sathriel sagte. "Ich werde niemanden von euch dieser Gefahr aussetzen." Fuinriell schaut weiter zu Sathriel. Stockend kommt ihre Reaktion. "Eruheran ist in Khazad-Dûm ... verschüttet?" Silanwen seufzt leise. Sathriel nickt, blinzelt schnell eine Träne weg. Unbewusst greift sie nach dem Runenstein an ihrem Hals. "Und du in deiner Höhenangst willst allein dorthin, seine Überreste bergen? Ich frage noch einmal. Bist du von Sinnen? Du überlebst nicht einen Tag ... nicht eine Stunde dort." Sathriel sieht entschlossen zu Fuinriell. Traurig und leise klingt sie."Nein, aber ich brauche Gewissheit, Fuinriell." Fuinriell´s Antwort klingt wütend: "Und wir dürfen dann deine Überreste bergen." "Ich kann auf mich aufpassen. Keine Sorge." Silanwen schüttelt sachte den Kopf. "Ihr seht, die Bedenken sind nicht nur die meinigen, Sathriel." Sathriel schaut zu Silanwen, während Fuinriell weiter spricht. "Ja, so wie auf der Brücke damals, nicht wahr? Du würdest heute noch davor stehen und du willst allein in die Tiefe steigen?" Sathriel schaut Silanwen entschlossen an. "Weder ihr, Caun, noch Fuinriell oder jemand anders wird mich aufhalten. Ich werde diese Angst überwinden ... für Eruheran."

(ooc: Fortsetzung folgt morgen im laufe des Tages)
Sathriel

Re: Ein weit gereister Brief

Beitrag von Sathriel »

Fuinriell atmet tief ein. Silanwen erwiedert Sathriel´s Blick. „"Das wollen und können wir auch nicht, Sathriel. Wie ich sagte: Es ist Eure Entscheidung. “ „Danke, Caun.Fuinriell sieht Sathriel an.Ich habe einmal gedacht, wir wären Freunde." „Fuinriell … bitte.“ „Fuinriell, du weisst, du bist wie eine Schwester für mich ...Leise ist Sathriel´s Stimme, bittend. Fuinriell schüttelt leicht den Kopf, worauf Sathriel den Blick senkt. Dann ... tut es mir leid.Fuinriell fragt:Dann willst du dich fortschleichen und fragst nicht einmal, ob ich dich begleite?Silanwen schaut zu Fuinriell.Ich würde kaum anders handeln.

Sidhril ist derweil lautlos zu den dreien getreten und spricht leise:Uns ist nicht entgangen, wie du dich fühlst, und uns ist sicher bewusst, was es für dich bedeutet. Denke also nicht, dass wir deine Gefühle missachten.Sathriel schaut alle drei an.Ich werde keinen von euch in die Gefahr bringen.Fuinriell schüttelt wieder den Kopf. Also lasst mich auch entscheiden, wie ich handeln möchte.Sidhril schaut dann zu Silanwen und Fuinriell. Letztere schaut zu Sathriel.Sathriel, ich biete dir hiermit an, dich zu begleiten.Silanwen fügt hinzu:Ich werde jeden zeitweise vom Dienst entbinden, der Sathriel begleiten will. Mehr kann ich nicht tun.Sathriel schüttelt den Kopf. Sidhril unternimmt den Versuch zu schlichten, scheint sich doch eine Diskussion anzubahnen.Lasst uns bitte nicht streiten.Sathriel sieht entschlossen aus und fest klingt ihre Stimme.Niemand wird mich begleiten. Weder freiwillig, noch auf Befehl oder als Wunsch.Fuinriell versucht es dennoch weiter, wenn auch leise.Und ich bin mir der Gefahren dort sehr wohl bewusst. Was auf dich wohl nicht zutrifft. Das ist ... unvernünftig.Ernst sieht Sathriel zu Fuinriell.Ich danke dir, aber diesen Weg muss und werde ich allein gehen.Silanwen versucht nun auch, Fuinriell zu beschwichtigen.Aber es ist nachvollziehbar. Das wisst Ihr selbst, Fuinriell.Fuinriell scheint nach wie vor nicht verstehen zu wollen. Warum? Weil Eruheran dein Mann war?Sidhril schweigt, jedoch seufzt sie leise. Silanwen spricht erneut. Sie scheint Sathriel zu verstehen.Und Entschlossenheit kann ein mächtiger Verbündeter sein.Sidhril nickt leicht zu Silanwen´s Worten. Fuinriell schüttelt wieder den Kopf.Fuinriell, ich will keinen Streit. Bitte, nimm es an, wie es ist und lass mich gehen.Kurz stockt Sathriel.Andernfalls ... werde ich im Streit gehen. Aber ich werde gehen. Leise ist Fuinriell geworden, innerlich kämpfend.Ich werde um dich weinen.Sathriel kämpft sichtlich um ihre Beherrschung, nicht zu weinen, während auch sie leise spricht.Du warst immer stärker als ich. Glaube an meine Rückkehr. Fuinriell sagt: Meine Stärke reicht nicht einmal aus, dich davon zu überzeugen nicht alleine zu gehen.Silanwen wendet sich erneut an Sathriel.Wenn wir binnen eines Monats keine Nachricht erhalten ... werde ich das Heer mobilisieren. Ich wünsche dir Glück und Erfolg.Sathriel nickt leicht. Habt Dank, Caun. Für alles.Silanwen´s Miene ist starr, zeigt keinerlei Gefühlsregung, doch sie nickt sacht. Sidhril spricht zu Fuinriell:Zweifelt nicht an ihr, Fuinriell. Glaubt an ihre Kraft.Sathriel verneigt sich vor Silanwen.

Mittlerweile ist auch Saeloril vom Esstisch zu ihnen hinauf gekommen. Sathriel schaut ihre Freundinnen an. Sie stehen im Halbkreis um sie. Sidhril, Fuinriell, Saeloril und Silanwen.
Mögen die Valar auf euch achten....auf alle von uns.Sathriel sieht Fuinriell an, geht langsam näher. Diese blickt mit versteinerter Miene zu Boden. Leise klingen Sathriel´s Worte an sie:Schwester, ich werde an dich denken. Achte auf die anderen, sei stark.“ „Wir beide wissen, wie es enden wird.Silanwen zieht sich leise zurück mit den Worten:Ich bin wieder bei den Gästen.Saeloril wundert sich sichtlich, was los ist, fragt jedoch nicht nach. Fuinriell schaut hoch. Sacht umarmen sich die beiden. Leise klingen nun Fuinriell´s Worte an Sathriel: Mögen die Valar dich auf deinem Weg geleiten und zu uns zurückbringen.Sehr leise fügt sie noch an, bevor sie die Umarmung löst:Und wehe, du kommst nicht zurück.Sathriel wendet sich dann zu Saeloril.Saeloril, ich wünsche euch sichere Wege.Diese schweigt nach wie vor, nickt aber. Zum Schluss blickt Sathriel zu Sidhril.Sidhril ...Diese erwiedert: Sei dir gewiss, dass ich an deine Rückkehr glaube.Sathriel schluckt, den Tränen nahe. Danke.Ruhig und sanft schaut Sidhril Sathriel an. Diese umklammert die Karte Khazad-Dûm´s noch mehr. Leise sagt sie noch:Wir werden uns wiedersehen.bevor sie hinunter zu den anderen geht.

Silanwen lacht grade etwas, doch schnell versteinert ihre Miene wieder, als sie Sathriel näher kommen sieht.Ich ziehe mich zurück. Gute Nacht euch.Sathriel sieht zu allen am Tisch. Die kleine Hobbitdame Lieseline sagt:Gute Nacht.Jaana sucht nach Worten, und nickt dann doch nur, und hebt eine Hand ein wenig zum Gruß. Silanwen nickt Sathriel sachte zu.Sichere Wege, Sathriel.Sathriel salutiert vor Silanwen. Euch ebenso. Jaana sagt schliesslich doch noch leise:Dandelil. (Kommt bitte wieder.).Sathriel verlässt den Hauptraum. Neben dem Eingangstor nimmt sie ihre Sachen auf und geht ins Ankleidezimmer. Dort streift sie ihr Kleid ab, legt es ordentlich auf die Truhe. Nachdem sie ihr Reisegewand angezogen hat und auch ihren Umhang umgelegt hat, verlässt sie leise das Haus.
Sathriel

Re: Ein weit gereister Brief

Beitrag von Sathriel »

Seit sie mit dem Heer in Eregion gewesen war, kennt Sathirel den Weg, der vor ihr liegt. Bis nach Eregion würde sie reisen müssen. Möglichst ohne Pausen. Das war ihr Plan. Da sie diese Belastung jedoch nicht ihrer geliebten Stute Mondschimmer antun wollte, prescht sie vom Sippenhaus vorerst nur bis zu den Grenzen des Auenlandes. Dort ersteht sie bei einem Pferdehändler einen ruhigen und doch kräftigen Hengst. Gegen ein weiteres Entgelt erklärt sich dieser bereit, Sathriel´s eigenes Pferd zurück zur Siedlung zu bringen. Nachdem sie hier auch noch einige Vorräte gekauft hat, reitet sie direkt weiter, immer gen Osten.

Ohne Zwischenfälle passiert sie das Auenland und auch das Breeland liegt bald hinter ihr. Rast gönnt sie weder sich noch dem Hengst. Nur kurz verweilt sie an Bächen und Seen, um ihn etwas trinken zu lassen, doch hält es sie nicht mehr als vielleicht eine halbe Stunde dort, bevor sie weiter reitet. An der Herberge in den einsamen Landen entscheidet sie sich schliesslich, erneut ihr Pferd zu tauschen. Sie merkt, das der Hengst nicht mehr lange durchhalten würde. So gibt sie dem dortigen Pferdehändler den Hengst und gegen einen kleinen Aufpreis bekommt sie dort einen ebenso starken wie jungen Hengst. Da ihre Vorräte noch mehr als ausreichend sind, kaum mehr als ab und an einen Schluck Wasser nimmt sie zu sich, reitet sie der Strasse folgend weiter gen Osten.

Erst an der letzten Brücke, an der Grenze zwischen den einsamen Landen und den Trollhöhen, gönnt sie sich eine längere Pause. Abseits des Wegs, am Fluss, legt sie sich unter einem Baum zum ruhen nieder. Die Sterne scheinen klar, doch wirkliche Ruhe findet Sathirel nicht, so dass sie schon vor Sonnenaufgang weiter reist. Die Trollhöhen durchquert sie ebenfalls schnell, stösst nur einmal auf einen vereinzelten Troll, welchen sie jedoch ohne grössere Schwierigkeiten in die Flucht schlägt. Feurig, wie die ihr mittlerweile gewohnte Runenmagie, prescht sie weiter, schlägt sich ab dem Bruinen gen Süden. Wege, die sie vor gar nicht allzulanger Zeit noch mit den Thela Estel ging, tun sich vor ihr auf, während sie doch nur ein Ziel kennt: Moria.

In Gwingris fragt sie nach dem weiteren Weg, wechselt ein letztes Mal ihr Reittier. Mit einer Stute bricht sie auf gen Südosten. Echad Dunann heisst das Lager, von welchem aus sie wohl ein Zwerg gen Moria führen kann. Von der Umgebung kaum etwas wahrnemend, reitet sie doch schon mehrere Tage ohne Pause, kommt sie schliesslich in Echad Dunann an. Der Zwerg Ráthwald erklärt sich bereit, ihr den Weg nach Khazad-Dûm zu zeigen. Allerdings soll sie sich vorher ausruhen und stärken. Die Elben dortt weisen ihr eine Lagerstelle am Feuer zu und geben ihr bereitwillig etwas von ihren Vorräten ab. Die Nacht bricht herein und nachdem Sathriel etwas gegessen hat, legt sie sich auf ihr Lager, um einige Stunden zu ruhen.

Kurz nach Sonnenaufgang verlässt sie mit dem Zwerg die Ruinen. Die Elben haben ihr sowohl ein stärkendes Frühstück als auch einige Vorräte mitgegeben. Ihre Stute lässt Sathriel zurück. In den Minen würde sie wohl doch nur scheuen, sagt Ráthwald, welcher Sathriel sicher zum Eingang nach Moria führt.
"Von hier müsst ihr allein weiter. Doch seid sicher, meine Freunde dort drinnen werden euch helfen." Der Zwerg winkt ihr nochmal zu und geht zurück nach Echad Dunann. Allein, aber wenigstens gestärkt durch Ruhe und die Hoffnung, Eruheran vielleicht doch lebend zu finden, betritt sie die unendliche Dunkelheit Morias.
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Re: Ein weit gereister Brief

Beitrag von Colgael »

Colgael weilte mit Randuin in dessen Arbeitsraum im Bar-en-Annûn als er im Garten eine lautere Diskussion hörte. Thanain, einer der Zwergenwächter, sprach laut mit Tilfang, dem Elben. "Nach Khazad-dûm? Alleine!? Das war unvernünftig!" Er schien sichtlich aufgebracht. "Sie hätte jemanden mit nehmen sollen, der sich auskennt."

"Nai anar caluva tielyanna, ar nai tielyar nauvar laiquë ar hwesta cana le, Sathriel" sagte Colgael leise bevor er sich wieder seinem Gegenüber zuwand.

((Was er in der alten Sprache ausdrücken wollte ist in etwa "Möge die Sonne auf deinen Pfad scheinen, und mögen deine Pfade grün sein und die Brise hinter dir, Sathriel."))
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Re: Ein weit gereister Brief

Beitrag von Sathriel »

Mit dem Durchschreiten des Hulstentors gelangt Sathriel in die Grossbinge. Durin´s Schwelle nennen die Zwerge jenen Bereich, der direkt an das Tor anschliesst. Die Zwerge, welche dort ein kleines Lager halten, geben ihr einen der ihren als Führer an die Seite. Er geleitet sie sicher durch die von Orks und Bilwissen belagerten Tunnel bis nach Delfblick. Durch die nicht enden wollende Dunkelheit jeglichen Zeitgefühls beraubt, reist Sathriel von dort direkt weiter. Den Reiserouten der Zwerge folgend, sich an kleinen Wegpunkten orientierend und den düsteren Bewohnern der Minen ausweichend, führt sie ihr Weg nach Zelem-Melek. Weite und grosse Hallen, hier und da einige Zwerge, welche kleinere Lager verteidigen. Endlos scheinen Sathriel die Höhlensysteme und Tunnel. Verwirrend, wie sie angelegt wrden. Immer wieder gleitet ihr Blick über die Karte, welche sie mit sich führt. Dennoch ist es wohl letzten Endes Glück, das sie schliesslich auch Zelem-Melek wohlbehalten verlässt und in den Bereich namens Nud-Melek vordringt. Auch hier herrschen die Gestalten der Dunkelheit. kleinere Fledermausschwärme greifen Sathriel an, doch sobald sie ihre Feuerrunen spricht, flüchten die fliegenden Angreifer zurück in die Dunkelheit.

Endlich erblickt sie, erst nur als Ahnung eines Schattens, die Brücke von Khazad-dûm. Erschöpft kämpft sie sich den Weg zu einem der Podeste frei. Ängstlich blickt sie hinab. Doch musste sie unterwegs oft genug ihre Angst überwinden und über grosse Höhen gehen, so dass sie auch hier nach einem kurzen Zögern den Mut fasst. Von der anderen Seite der Brücke winkt ihr ein Zwerg zu, hektisch und rufend. Schnell dreht sie sich um und spricht mehr aus Reflex, als aus Wissen, eine ihrer Feuerrunen. Der Ork, welcher sich ihr grade nähren wollte, eine Axt in der Hand, geht in Flammen auf. Sathriel weicht ihm aus, so dass er brennend und schreiend in die Tiefe stürzt. Dankbar schaut sie zu dem Zwerg, welcher sie nun zu sich winkt. Der Karte folgend findet sie den Weg um den Abgrund herum und erreicht schliesslich den Zwergen. Dieser ist recht verwundert, eine einzelne Elbin hier zu sehen und bietet ihr an, sich auszuruhen, während er weiter Wache hält. Erschöpft lässt sich Sathriel zu Boden sinken, lehnt sich an die Reste einer Mauer. Die lange Reise hat deutlich ihre Spuren hinterlassen. Ihre Reisegewänder sind zerrissen und dreckig. Kleine Schrammen zieren ihr Gesicht und ihre Lippen sind rissig und trocken. Doch all dies scheint sie selbst kaum wahr zu nehmen. Noch immer hat sie nur ein Ziel: Eruheran zu finden.
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