Familienangelegenheiten (jetzt offen zum Mitschreiben)

Eine Menge Schriftrollen seht ihr vor Euch auf dem Tisch liegen. Zögernd greift ihr Euch eine und beginnt zu lesen und zu verstehen.
Sathriel

Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Sathriel »

Nach einer schmackhaften Mahlzeit im Flinken Fuss brechen Colgael und Idheriel auf zum Sippenhaus der Celebriaen Elanesse. Colgael fragt unterwegs: „Und, gefällt es dir hier?“ Idheriel lässt ihren Blick durch die Siedlung schweifen, atmet tief die frische Luft ein und nickt dann. „Hier ist es anders als in Lothlorien. Aber doch, ich fühle mich wohl.“ Colgael nickt. „So geht es mir auch.“

Sie sind mittlerweile den Hang hinab gegangen und haben die kleine Brücke passiert, als Colgael auf ein grosses Haus zeigt, das vor ihnen liegt. „Dort vorn ist die grosse Halle.“ Idheriel schaut zu dem Sippenhaus und dem Garten davor. „Ein grosses Haus.“ Die beiden gehen rechts am Haus vorbei, folgen dann leisen Stimmen, die sie hören. Hinter dem Haus erblicken sie zwei Elbenfrauen. Auf dem Boden steht ein Küöcher, prall gefüllt mit Pfeilen. Eine der Elbinnen hält einen Bogen in der Hand, die andere steht daneben und spricht grade zu der Elbin mit dem Bogen. Zwischen den beiden und der Hauswand steckt ein Pfeil im Boden. Bevor Colgael und Idheriel näher gehen, sagt er: „Da sind welche …“ Idheriel nickt, während Colgael den beiden Elbinnen zu winkt. Die Elbin ohne Bogen spricht sagt noch zu der anderen „Fasst mit der linken Hand vielleicht etwas höher am Bogen. Versucht, das der Pfeil nicht schräg aufliegt, sondern etwas über das Ziel zeigt.“ Bevor sie sich umwendet. „Ah … wir haben Besuch.“ Die andere Elbin schaut mit großen Augen auf den Pfeil, der im Boden steckt. Dann lacht sie fröhlich auf, wendet sich um. Colgael und Idheriel verbeugen sich vor den beiden Elbenfrauen. Auch die Elbin mit dem Bogen verbeugt sich, während die andere Colgael begrüsst. „Le suilon, Colgael.“ Dieser erwiedert: „Le suilon, Mellyn. Darf ich euch Idheriel vorstellen? Meine Tochter.“ Idheriel schaut unsicher zu den beiden Frauen, wird dann von der Elbin mit dem Bogen begrüsst. „Le suilon, gowestar. Idheriel.“ Sie verneigt sich respektvoll vor Idheriel, die zögernd ein „Suilad.“ Über die Lippen bringt. Colgael deutet zu der Elbin ohne Bogen. „Das ist Silanwen.“ Er deutet auf die andere Elbin. „Und Mirmithiel.“ Silanwen beäugt die fremde Elbin kurz, hebt dann die Mundwinkel. „Mae govannen.“ An Colgael gewandt sagt sie: „Ich wusste nicht, das Ihr eine Tochter habt, Colgael. Doch... sie sieht Euch tatsächlich etwas ähnlich.“ Colgael lächelt. „Es ist gut, euch hier zu treffen. Und das will ich doch hoffen.“ Silanwen wendet sich wieder Idheriel zu. „Es ist mir eine Ehre, Idheriel.“ Nach einer vorsichtigen Musterung, Mirmithiel hat den Bogen mittlerweile sinken lassen, erwiedert Idheriel: „Ich freue mich auch, Freunde von Ada kennen zu lernen.“ Mirmithiel sagt: „Auch mich freut es, Idheriel.“ Colgael schaut nochmal zu Idheriel, blickt dann zu Silanwen und Mirmithiel. „Idheriel wird auf unbestimmte Zeit hier weilen.“ Silanwen nickt. „Natürlich, eure Tochter soll unbeschwert in unseren Hallen wandeln.“ Colgael dankt Silanwen für ihre Worte.

Silanwen´s Blick schweift kurz über den Köcher, den Pfeil im Boden und zurück zu den Anwesenden. „Wir versuchen gerade herauszufinden, ob in Mirmithiel eine Bogenschützin steckt.“ Während sie spricht, lächelt sie. Colgael blickt kurz zu Mirmithiel, dann wieder zu Silanwen. „Eine Bogenschützin? Und, wie ist das Ergebnis?“ Idheriel schaut zu dem Bogen in Mirmithiel´s Händen und den Pfeilen im Boden, schweigt jedoch erstmal. Mirmithiel lacht leise. „Das wird sich noch herausstellen. Eine übernatürliche Begabung trage ich jedenfalls nicht in mir.“ Silanwen wiegt den Kopf. „Der erste Schuss war etwas kurz.“ Schmunzelnd erwiedert Colgael: „Ich verstehe.“ Silanwen sagtdaraufhin jedoch: „Aber ich bin durchaus zuversichtlich.“ Colgael schaut zu Mirmithiel. „Bist du sicher, Silanwen?“ „Sicher? Nein. Wir wollten nur sehen, ob da vielleicht etwas ist, das man weiterführen kann.“ Idheriel wendet sich ebenfalls an Silanwen. „Seid ihr eine gute Bogenschützin?“ Silanwen lächelt. „Nun, brennil Idheriel ... ich denke, ich treffe die meisten meiner Ziele.“ Mirmithiel stellt den Bogen neben sich im Gras auf, beinahe wie eine Stab. Still lauscht sie den Gesprächen. Colgael schaut zu Idheriel. „Sie ist sehr gut, Idheriel. Besser als dein Verwandter Tilfang.“ Idheriel grinst. „Das ist nicht schwer.“ Schnell hält sie sich die Hand vor den Mund. Silanwen hebt sofort die Hand und winkt ab. „Wir sollten uns nicht miteinander vergleichen.“ „Mae, das ist wohl wahr.“ erwiedert Colgael.
Silanwen sagt: „Jeder hat auf seine eigene Weise Begabung. Und kommt seinen Pflichten nach, so gut er kann.“ Colgael sagt: „Doch Können sollte auch als solches bezeichnet werden können.“ Silanwen sagt: „Zweifellos, Colgael.“ Colgael nickt Silanwen zustimmend zu. „Doch lasst euch nicht stören bei euren Übungen. Wenn es euch recht ist schauen wir ein wenig zu.“ Silanwen sagt: „Fragt das brennil Mirmithiel, nicht mich.“ Diese sagt: „Viel gibt es nicht zu sehen, nur die ersten Versuche.“ Colgael sagt: „Möge unsere Anwesenheit eure Pfeile beflügeln.“ Idheriel blickt zu Mirmithiel. „Und somit auch erste Fortschritte.“ Mirmithiel lacht leise und melodisch. Sie neigt vor beiden das Haupt und wendet sich wieder um, um fortzufahren. Silanwen nickt und wendet sich ebenso wieder um. Mirmithiel holt den Pfeil. Mit Leichtigkeit zupft sie ihn aus dem Boden, ein Wunder, dass er überhaupt aufrecht stecken blieb. Silanwen sieht Mirmithiel lächelnd zu. „Auf ein Neues.“

Idheriel beobachtet die beiden Elbinnen schweigend und doch interessiert. Mirmithiel schmunzelt und glättet die Federn. Dann bringt sie sich erneut in Stellung. Colgael schaut zu Idheriel und dann wieder zu Mirmithiel. Silanwen sagt zu Mirmithiel: „Gut gut. Legt ihn so auf, wie ich es sagte. Nicht schräg. Die Spitze soll etwas über das Ziel zeigen.“ Leise wendet sich Idheriel an Colgael. „ Beide gehören deiner Gemeinschaft an?“ „Ja, Caun Silanwen ist unser Quartiermeister. Mirmithiel ist ebenfalls vor kurzem zu uns gestossen.“ Mirmithiel fädelt die Kerbe wieder ein, schützt den Stab mit dem Finger. Dann hebt sie den Blick zum Ziel und nach Silanwens Anweisung ein wenig höher. Die beiden Frauen scheinen sich nicht weiter vom Besuch ablenken zu lassen, denn Silanwen spricht ruhig mit Mirmithiel. „Und wieder den Bogen anheben ... dabei mit der Rechten spannen … ein letzter Blick … und Schuss.“ Mirmithiel hebt in runder, gleichzeitiger Bewegung Atem und Bogen, spannt die Sehne. Ein letzter Blick und sie lässt Pfeil und Sehne aus. In einem scharfen, schnellen Flug saust der Pfeil über das Ziel hinaus, kracht gegen die Hauswand. Silanwen´s Blick folgt dem Pfeil.“Oho!“ Mirmithiel schaut gleichzeitig erschrocken und erstaunt. Silanwen sagt: „Na das sah doch nicht übel aus.“ Mirmithiel eilt flink zur Mauer. Colgael blickt ohne einen besonderen Ausdruck aufn die Szene. Idheriel sagt leise: „Quartiermeisterin ... demnach hat sie hier eine hohe Stellung. Ich sollte ihr wohl mehr Respekt zeigen und sie gemäss ihres Ranges ansprechen.“ Colgael nickt. „Sie ist Caun der Celebriaen Elanessë. Und Gowestar, so wie auch ich.“ Mirmithiel hält Silanwen den Pfeil hin. Die Spitze vorne ist in der Tat abgeschrammt. Silanwen deutet auf den prall gefüllten Köcher. „Ich habe genug und ich kann bei Frau Baumgarten einfach weitere anfordern. Dann ein Neuer. Der Schuss war gut. Nur noch etwas... unbeherrscht.“

Colgael sagt: „Silanwen ist auch eine gute Lehrmeisterin, stelle ich fest.“ Idheriel nickt leicht. „Ja, sie ist ruhig und wirkt entspannt.“ Colgael nickt Idheriel zustimmend zu. Silanwen spricht ruhig zu Mirmithiel: „Nicht die Wucht zählt, sondern wo Ihr trefft.“ Mirmithiel betrachtet die Pfeilspitze und schabt mit dem Finger darüber. Dann steckt sie den Pfeil neben Silanwen in den Boden. Silanwen sagt: „Ich könnte die Scheibe vermutlich einen Fuss nach hinten befördern. Allerdings wäre der Trefferpunkt dann nicht mehr exakt.“ Mirmithiel nimmt sich dann einen neuen Pfeil aus dem Köcher. Silanwen lächelt. „Und einen Troll stört es nicht, wenn man ihn heftig trifft. Die Genauigkeit ist es, die zählt.“ Colgael schmunzelt. Idheriel schaut zu Mirmithiel, spricht aber an Colgael gewandt. „Und Mirmithiel? Welchen Rang hat sie hier?“ Mirmithiel wendet sich konzentriert wieder um und wiederholt das Getane in stillem Ernst. Colgael sagt: „Sie muss sich noch bewähren.“ Idheriel nickt verstehend und beobachtet die beiden Übenden weiter. Mirmithiel lässt die Sehne wieder fahren...und befördert den Pfeil wieder über das Ziel hinaus. Silanwen lacht: „Hm... zielt ein wenig tiefer. Sonst werden uns doch bald die Pfeile ausgehen.“ Mirmithiel rollt die Schultern, nickt konzentriert. Dann eilt sie, den Pfeil zu holen. Colgael betrachtet Mirmithiel. Silanwen sagt: „Ein wenig tiefer bitte. Und nicht ganz so... energisch.“ Mirmithiel legt den Pfeil wieder auf. Mittlerweile ist ihr schon eine gewisse Übung in der Bewegung anzusehen. Der Pfeil wackelt nicht mehr mit der Spitze in der Gegend herum, Heben und Spannen sind bereits Einheit. Silanwen betrachtet Mirmithiel zufrieden. Colgael sagt leise zu Idheriel: „Ach, ich bin lausig mit dem Bogen, das hat mir nie gelegen.“ Idheriel schaut zu Colgael. „Du hast andere Talente. Du bist mir ein grossartiger Vater.“ Mit der Liebe einer Tochter im Blick lächelt sie ihn an. Colgael blickt sie an. „Oh. Das habe ich gehofft. Aber, du schmeichelst mir doch nicht etwa? Ich hatte wenig Zeit für dich ...“ Mirmithiel´s Blick liegt dunkel vor Konzentration auf dem Ziel. Dann lässt sie die Sehne fahren. Und wirklich, der Pfeil bleibt im äußersten Rand der Scheibe stecken, gerade noch so. Silanwen jauchzt fröhlich: „Aha!“ Silanwen jubelt freudig „Getroffen!“ Colgael sagt: „Guter Schuss.“ Mirmithiel s Augen weiten sich, sie lässt langsam und mit staunend geöffneten Lippen den Bogen sinken. Schlicht sagt sie: „Ich habe getroffen.“ Silanwen nickt. „Zweifellos!“ Idheriel blickt zu Mirmithiel und schmunzelt. „Gratuliere, Mirmithiel.“ Mirmithiel betrachtet den Bogen in ihren Händen und spricht leise: „Aber er singt nicht mit mir.“ Silanwen sieht zu Mirmithiel und seufzt leise. „Das ist … bedauerlich.“ Leise entgegnet Mirmithiel: „Ja. Es macht mir Freude. Aber...er singt nicht mit mir.“ Mirmithiel sieht tatsächlich ein wenig enttäuscht darüber aus. Doch streicht sie sacht über das Bogenholz. Silanwen sagt: „Nun... es war erst Euer vierter Schuss... vielleicht kommt das noch. Oder wenn Ihr einen Bogen bekommt, der nur für Euch gemacht wurde.“ Mirmithiel spricht leise: „Ich weiß nicht. Vielleicht. Bisher konnte ich immer gleich fühlen, ob die Melodie stimmt.“ Silanwen deutet auf den Bogen in Mirmithiel´s Händen. „Diesen dort hat ein guter Freund nach meinen Wünschen gefertigt. Vielleicht ist es aber auch die Sehne, die den Einklang stört.“ Mirmithiel zupft ein bisschen an der Sehne herum. Irritation steht ihr ins Gesicht geschrieben. Dann gibt sie Silanwen den Bogen zurück. Silanwen nimmt sichtlich enttäuscht den Bogen entgegen. „Ihr wollt schon aufhören?“ Nickend antwortet Mirmithiel: „ja. Für heute.“ Silanwen`s Blick hellt sich wieder etwas auf. „Mae... wie ihr möchtet.“ Mirmithiel verneigt sich voll ehrerbietigem Respekt vor Silanwen. „Ich danke Euch, caun. Es hat mir große Freude gemacht.“ Silanwen lächelt sacht. „Solltet Ihr weitere Übungsstunden wollen, dann lasst es mich wissen.“

Von hinten hat sich leise eine Menschandame genährt. Fröhlich grüsst sie die Anwesenden: „Suilad!“ Freundlich nickt sie Idheriel zu. Diese blickt irritiert zu der Menschenfrau. „Suilad.“ Auch Silanwen und Mirmithiel drehen sich nun um. Silanwen sagt: „Ah! Eine weitere Schülerin!“ Die Menschenfrau blickt Idheriel an. „Aur vain, braennil elleth. (Einen schönen Tag, Frau Elbin.)“ Diese erwiedert verwirrt: „Auch euch …“ Sie scheint etwas sprachlos. Silanwen gluckst leise.“Idheriel, das ist Jaana. Eine gute Freundin des Hauses.“ Idheriel nickt schweigend. Mirmithiel lächelt Jaana offen zu und neigt grüßend das Haupt vor ihr. „Mae govannen, Jaana. Es freut mich, dich zu sehen.“ Silanwen wendet sich dann Jaana zu. „Jaana, das ist Colgaels Tochter. Idheriel.“Jaana lächelt Idheriel an. „Glass nín. (Es ist meine Freude.)“ Silanwen sagt: „Mirmithiel kennst Du ja bereits.“ Jaana wirft Mirmithiel einen freundlichen Blick zu. Idheriel wirkt noch immer verwirrt. „Es freut mich, euch kennen zu lernen, Brennil Jaana.“ Jaana sieht kurz zwischen Mirmithiel und Silanwen hin und her. Silanwen lacht. „Jaana ist... die wohl elbischste Menschenfrau, die man je gesehen hat.“ Mirmithiel nimmt ihr Holzsieb wieder auf, klemmt es waagrecht zwischen Seite und Unterarm. Idheriel nickt Silanwen leicht zu. „Es scheint so, caun Silanwen.“ „Und sie ist, wie Ihr bemerkt habt, in unserer Sprache bewandert.“ Idheriel nickt abermals, klingt nach wie vor irritiert. „Ja, in der Tat ...“ Jaana sagt: „Silanwen ebent i beng maethannen si aen. (Silanwen sagte der Bogen würde hier geführt.)“ Jaana nickt Colgael freundlich zu. „Thîn vaer, brannon. (Guten Abend, Herr.)“ Colgael grüßt Jaana und verbeugt sich vor ihr. Idheriel sagt: „Ja, die Damen haben geübt.“ Silanwen sagt: „So ist es. Ich habe ein wenig geschossen und auf dich gewartet. Da kam Mirmithiel und wir haben versucht zu ergründen, ob eine Bogenschützin in ihr steckt.“ Mirmithiel lächelt, ein wenig melancholisch mag es anmuten, sie senkt den Blick dabei. Idheriel wendet sich zu Colgael und spricht leise. „Ada, wenn du erlaubst, würde ich gern zu deinem Haus zurückkehren.“ Colgael nickt Idheriel zustimmend zu. „Natürlich, fühle dich hier bitte wie zuhause.“ Silanwen sieht kurz zu Mirmithiel, ihr Blick scheint etwas getrübt. Idheriel wendet sich den drei Damen zu. „Ich ziehe mich zurück. Die Reise war lang.“ Silanwen sagt: „Aber natürlich, Idheriel. Ruht Euch aus für die Dinge, die kommen mögen.“ Idheriel antwortet: „Ich hoffe, nichts zu Schlimmes.“ Silanwen sagt: „Das kann man nie wissen. Darum solltet Ihr stets ausgeruht sein.“ Mirmithiel spricht mit sanfter Stimme gen Idheriel: „Möge die Nacht Euch ein Lied der Ruhe schenken, Idheriel.“ Jaana sagt: “Govaded thent. An achened, brennil nín. (Eine kurze Begegnung. Auf Wiedersehen, meine Dame.)“ Idheriel nickt leicht. „Auf bald ... *zögert* ... Freunde.“ Silanwen neigt den Kopf etwas zum Abschied. Colgael sagt: „Ruhe dich gut aus, pinig.“ Idheriel nickt Colgael kurz zu. „Ada.“

Langsam geht sie um´s Haus herum und den Weg zurück zu Colgael´s Haus, wo sie noch eine Weile nachdenklich vor dem kaminfeuer sitzt und über den Tag nachdenkt.
Zuletzt geändert von Sathriel am Di 17. Aug 2010, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Colgael »

(Gah, es heisst natürlich nicht mallyn sondern eher mellyn ...)
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Sathriel »

Die Sonne senkt sich langsam und letzte Sonnenstrahlen fallen durch das Fenster. Idheriel steht auf und schnürt ihr Bündel auf. Vorsichtig nimmt sie ein in Leder geschlagenes Buch hervor, sowie ein Tintenfass und eine Feder. Sie öffnet das Buch, blättert, bis sie eine leere Seite erreicht und beginnt einige Zeilen zu schreiben. Als ihr dabei jedoch die Augen zufallen, legt sie Schreibutensilien und Buch zur Seite, nimmt sich eine Decke aus der Truhe und legt sich vor dem Kamin nieder. Leise flüstert sie noch: "Gute Nacht, Ada." bevor sie die Augen schliesst und in eine Art Schlummer fällt.
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Colgael »

Später betrat Colgael den Hauptraum des Hauses und fand seine Tochter in dem Zustand vor, indem die Elben sich ausruhen. Ohne sie zu stören legte er die leicht verrutschte Decke schmunzelnd wieder über sie und ging in einen Nebenraum.
Viel war noch besprochen worden im Arbeitszimmer des Tûr Aerendir, doch für den Moment konnte auch Colgael seine Gedanken schweifen lassen und die aufkommenden Erinnerungen umfingen ihn während er sich ausruhte.
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Sathriel »

Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster herein und das Kaminfeuer ist ausgebrannt, als Idheriel aus der Erholungsphase zu sich kommt. Sie reibt sich die Augen, legt die Decke zur Seite und steht auf. Mit einem Gähnen streckt sie sich und schaut leise in den Nebenraum. Sanft lächelt sie, als sie Colgael sieht.

Lautlos schleicht sie zur Tür hinaus und blinzelt in die Morgensonne. Die Siedlung liegt noch still im Schlaf und nur die Vögel lassen ihr Lied hören. Idheriel geht zur Seite des Hauses, lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen und lässt die langsam erwachende Siedlung auf sich wirken.
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Colgael »

Es waren bereits ein paar Tage vergangen, seitdem Idheriel die Siedlung erreicht hatte als Colgael sie auf einem gemeinsamen Spaziergang beiseite nahm und fragte: "Sag, Idheriel, konntest du dich bereits einleben? Mir schien, es fällt dir nicht leicht, dich einzugewöhnen. Ist dem so?" Er blieb stehen und schaute ihr offen in die Augen, geduldig und interessiert ihre Antwort abwartend.
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Sathriel »

Idheriel erwiedert den Blick unsicher. Leise und zögernd antwortet sie. "Es sind so viele neue Gesichter. Zudem ist hier doch alles anders als daheim. Ich habe das Gefühl, hier fehl am Platz zu sein. Alle kennen sich untereinander, nur ich bin fremd. Und doch sind mir die anderen fremd." Leise seufzt sie und schaut ihren Vater an. "Lass mir Zeit, Ada. Ich glaube, so kurz nach der Reise hierher war es einfach zu viel Neues."
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Colgael »

Ein verstehender Ausdruck erschien in Colgaels Augen. "Verzeih, natürlich. So lange wie ich schon hier weile vergesse ich dass dies alles hier sehr neu, und wohlmöglich verwirrend ist - zumindest ungewohnt."
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Re: Familienangelegenheiten

Beitrag von Sathriel »

Sanft schaut Idheriel Colgael an.
"Ich würde gern allein weiter gehen, Ada. Vielleicht treffe ich ja auf jemanden deiner Gemeinschaft und wir kommen ins Gespräch. Bei dem Treffen vor einigen Tagen waren es zuviele neue Gesichter auf einmal, als das sich ein Gespräch zum Kennenlernen entwickelen hätte können." Colgael erwiedert ihren Blick und nickt lächelnd. "Wie du wünschst, pinig. Ich wünsche dir Erfolg und wenn du mich suchst, weisst du, wo ich bin."

Während Colgael sich in Richtung seines Hauses umdreht und zurückgeht, blickt Idheriel gen Westen und folgt dem Weg langsam. Ihr Blick schweift dabei durch die Gärten, die verschiedenen Pflanzen bewundernd. Ab und zu bleibt sie stehen, um an einer Blüte zu schnuppern oder Vögel zu beobachten, welche in den Baumkronen sitzen und fröhlich zwitschern.
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Re: Familienangelegenheiten (jetzt offen zum Mitschreiben)

Beitrag von Lhaingaladh »

Auf ihrem Weg durch die Siedlung, vorbei an den mit Statuen und Trophäen verschiedenster Art verzierten Vorgärten gelangte Idheriel schließlich an einen kleinen Steg, welcher einen kleinen Bach überbrückte. Dieser Bach mündete unmittelbar nach dem Steg in die langsam dahinströmenden Fluten des Flusses Lhûn, welcher die Elbenzuflucht auf seiner WEstseite begrenzte.

Als Idheriel nun auf diesen Steg zuschritt, bemerkte sie dort bereits von weitem einen Elben am Rande des Steges sitzend und ihr halb den Rücken zukehrend. Er hielt eine Art langen und dünnen Stock in den Händen, um seine Schultern hing an einem langen Riemen ein eigentümlicher Korb mit Deckel und er schien gedankenverloren und bewegungslos auf den Fluss hinaus zu starren. Kurze Unsicherheit überkam sie, und sie wollte schon fast einen anderen Weg einschlagen, aber dann fasste sie sich mit einem Lächeln ihrer Züge ein Herz und näherte sich entschlossen dem Steg.

Beim Näherkommen konnte Idheriel einige Details wie Kleidung, Haartracht und Statur an dem dort sitzenden Elben erkennen und ihr kam zu Bewusstsein, daß sie ihn erst jüngst auf dem letzten Zusammentreffen der Freunde und Mitstreiter ihres Vaters Colgael gesehen hatte. An diesem Abend hatte die Luft geschwirrt vom Lachen und Singen und den fröhlichen Stimmen der vielen Gäste, sodaß Idheriel ein wenig eingeschüchtert ob der vielen ihr noch fremden Gesichter und Namen sich etwas abseits haltend nur wenig mit den Freunden ihres Vaters ins Gespräch kam.

Nun jedoch in der Ruhe der Abendstunden böte ihr sich die Gelegenheit, auf eigene Faust einen aus der Gemeinschaft ihres Vaters etwas näher kennenzulernen. Mit diesen Gedanken im Geiste erreichte sie den Steg, wo der ELb mit dem Stock in den Händen ihr Näherkommen gerade eben bemerkt hatte. Er wendete den Kopf kurz nach Ihr um und grüßte sie mit einem angedeuteten Kopfnicken und einem leisesen, fast geflüsterten "Mae govannen".

Idheriel gesellte sich zu ihm und erkannte, das an dem Ende des Stockes, den er in Händen hielt, eine feine dünne Schnur befestigt war, welche wiederum hinunter ins Wasser hing und auf der Wasseroberfläche war in gewissem Abstand zum Steg ein kleines Stück Holz oder Kork zu erkennen, welches rot und weiß angemalt war und munter in den sanften Wellen des Flusses tanzte. Ihr Kopf war voller Fragen über das merkwürdige Treiben dieses Mannes, aber die Stille der ganzen Situation gebot ihr vorerst zu schweigen und zuzuschauen.

Es dauerte nicht lange, bis vom Wasser her ein leises "Pflutsch" zu hören war, so, als wenn jemand ein kleines Steinchen in den Fluss geworfen hätte. Aus ihren Augenwinkeln konnte sie gerade noch erkenennen, wie das angemalte Holzstückchen unter der Wasseroberfläche verschwand. In diesem Augenblick kam schlagartig Bewegung in den Elben an ihrer Seite, mit einem kurzen Ruck an dem Stock spannte sich die Schnur mit einem leisen Sirren und das bunte Holzstückchen kam wieder zum Vorschein, es hing an der dünnen Schnur und direkt dahinter, nur wenige Augenblicke später durchbrach mit einem nun lauten Platschen etwas silbrig-glänzendes und wild zappelndes die Wasseroberfläche und baumelte ebenfalls an der Schnur: Ein kleiner Fisch! Der Elb ergriff fachkundig den zappelnden Fisch, löste ihn rasch von der Schnur und ließ ihn mit einem Seufzer wieder ins Wasser fallen.

Idheriel hatte schon mal von dieser Art des Fischfanges gehört, Menschen und vor allem die Halblinge pflegen zum Teil auf diese Weise ihre Mußestunden zu verbringen, aber unter ihrem Volke ist das Fischen als Zeitvertreib eher ungewöhnlich. Der Elb indes wandte nun seine Aufmerksamkeit mit einem Lächeln auf seinen Zügen vollends ihr zu und nickte aufmunternd, denn die vielen Fragen standen Idheriel nur allzudeutlich in ihr Gesicht geschrieben.
Lhaingaladh (Elb, Waffenmeister, Celebriaen Elanesse)
Erandui (Elb, Jäger, Celebriaen Elanesse)


Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein
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