Gwaedh i-Cheithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
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Gwaedh i-Cheithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
In einer staubbedeckten Schublade entdeckt Ihr eine kleine Pergamentrolle, in der ein kurzer Text mit feiner Tinte kalligraphiert wurde. Es scheint, als habe der Autor einige Gedanken niederschreiben wollen, die ihn von Zeit zu Zeit heimsuchten...
"Im jungen Atem der Welt
lachten wir einst wie Kinder
sahen unsere Hoffnungen wachsen und blühen
wie die Kirschbäume und die Eichen in Minas Tirith beim Sirion
Beleriands Frühling wich dem Sommer, heiss und sengend
verzehrte sein Feuer uns
als wir unerschrocken standen in den Stürmen des Nordens
bald zerschmettert durch hereinbrechende Finsternis und hereinbrechende Gnade
Ein warmer Herbst wich kalten Monden und heulend
strich der Wind durch die Ruinen von Eregion
Geheimnisse nahmen den Anfang,
wir folgten König Sternenschein in die Dunkelheit,
und Wellen des Lichtes
drangen an Orte, die der Morgen nicht kennt.
Kristalle von Eis mögen nun ruhen in unseren Herzen,
alte Irrwege werden gerade und ebene Pfade krumm
wird die Flamme des Einen unseren Geist noch einmal
entlodern, ehe wir scheiden?"
~~~
"Sieben an Zahl waren wir einst.
Als jüngster Bruder von Sieben
erreichte ich den singenden Felsen, fliehend
vor dem Schatten des Nordens.
Der Treuebund der sieben Klingen
festigte sein Auge:
Faradir Nimhathel, der Träger der Weissen Klinge, mit machtvoller Erhabenheit,
Laerduin Morhathel, der Träger der Dunkelklinge
Hîrluin Hatheltâd, der Träger der Doppelklinge
Canadwë Hathel-Forven, der Träger der Nordklinge
Meneldramb Hathel-Annûn, der Träger der Westklinge
Colfindel Hathel-harad, der Träger der Südklinge
Lugaidh Hathel-Amrûn, der Träger der Ostklinge, der Narr unter sechs Kriegern, ...stark im Bemühen, schwach im Erreichen.
Die Not einte uns einst
beschirmt unter vielen anderen hunderten
im Schutze des Meisters Ecthelion
wir trachteten nach verdecktem Erfolg und Einheit zwischen
der Weissen Stadt und den Söhnen Fëanors
denn wir bewunderten das Werk, das jener Grosse vollbracht.
Doch das Unheil kam über uns, ehe wir
die ersten Schritte taten für die Vollbringung unserer Gedenken:
der Strahl der Hoffnung fiel auf Gondolin
und hernach Schatten und Flammen.
Im Kampfe fielen Laerduin, Colfindel und Canadwë
den Platz der Brunnen verteidigten wir teuer.
Doch verloren war, was einst wir geliebt
wir wichen dem Feind, unter Verlusten und schweren Wunden
Vier waren wir geblieben
als die Gnade aus dem Westen hereinbrach.
Hernach dienten wir bei Ereinion, dem Sternenschein
des Elbentums in Eriador, doch
vermochten wir nicht, nach Eregion zu ziehen.
Als der Diener des Namenlosen
sich erhob in schwarzem Drohen und die Geheimnisse
der Eldar preisgegeben waren der Macht
zogen wir ins Land, ewig schwarz, der Nacht verfallen
Seite an Seite mit den jüngeren Brüdern
bekriegten wir den Dunklen Turm.
So sind Meneldramb und Hirluin gefallen
und am bleichen Morgen des neuen Tages
umarmte mich Faradir an den Häfen
und es grüsste der Älteste den Jüngsten, den Narren, zum Abschied:
"Fühlest Du Hoffnung noch für dieses Zeitalter, so wende Dein Angesicht nach Osten, denn noch sind die Wunden der Erde nicht reingewaschen.
Lebe wohl, mich sehnet nach der Heimat und der Reinheit Elostirions."
Das Angesicht nach Osten gewendet, eilte ich seither durch die Lande
ledig der Freunde von einst.
Im Dienste der Herren der Celebrían
erfüllte sich ein verborgener Zweck meines Verharrens:
Anorfael wurde ich; den Zweitgeborenen, den Sonnengleichen hochgesinnt
im Kampfe für ihre Welt.
Viele verborgene Bande der Treue gab es und
einer davon war der Treuebund der sieben Klingen.
An dem Tage, alsbald ich falle auf dem Felde
oder übereile das trennende Meer -
wird ewig schweigen der Name eines Bundes
der sich stillschweigend erhob und ebenso stillschweigend
in das Vergessen der Zeitalter dahinschwand,
zur Ruhe kommend nach so vielen, lang erduldeten Wintern."
"Im jungen Atem der Welt
lachten wir einst wie Kinder
sahen unsere Hoffnungen wachsen und blühen
wie die Kirschbäume und die Eichen in Minas Tirith beim Sirion
Beleriands Frühling wich dem Sommer, heiss und sengend
verzehrte sein Feuer uns
als wir unerschrocken standen in den Stürmen des Nordens
bald zerschmettert durch hereinbrechende Finsternis und hereinbrechende Gnade
Ein warmer Herbst wich kalten Monden und heulend
strich der Wind durch die Ruinen von Eregion
Geheimnisse nahmen den Anfang,
wir folgten König Sternenschein in die Dunkelheit,
und Wellen des Lichtes
drangen an Orte, die der Morgen nicht kennt.
Kristalle von Eis mögen nun ruhen in unseren Herzen,
alte Irrwege werden gerade und ebene Pfade krumm
wird die Flamme des Einen unseren Geist noch einmal
entlodern, ehe wir scheiden?"
~~~
"Sieben an Zahl waren wir einst.
Als jüngster Bruder von Sieben
erreichte ich den singenden Felsen, fliehend
vor dem Schatten des Nordens.
Der Treuebund der sieben Klingen
festigte sein Auge:
Faradir Nimhathel, der Träger der Weissen Klinge, mit machtvoller Erhabenheit,
Laerduin Morhathel, der Träger der Dunkelklinge
Hîrluin Hatheltâd, der Träger der Doppelklinge
Canadwë Hathel-Forven, der Träger der Nordklinge
Meneldramb Hathel-Annûn, der Träger der Westklinge
Colfindel Hathel-harad, der Träger der Südklinge
Lugaidh Hathel-Amrûn, der Träger der Ostklinge, der Narr unter sechs Kriegern, ...stark im Bemühen, schwach im Erreichen.
Die Not einte uns einst
beschirmt unter vielen anderen hunderten
im Schutze des Meisters Ecthelion
wir trachteten nach verdecktem Erfolg und Einheit zwischen
der Weissen Stadt und den Söhnen Fëanors
denn wir bewunderten das Werk, das jener Grosse vollbracht.
Doch das Unheil kam über uns, ehe wir
die ersten Schritte taten für die Vollbringung unserer Gedenken:
der Strahl der Hoffnung fiel auf Gondolin
und hernach Schatten und Flammen.
Im Kampfe fielen Laerduin, Colfindel und Canadwë
den Platz der Brunnen verteidigten wir teuer.
Doch verloren war, was einst wir geliebt
wir wichen dem Feind, unter Verlusten und schweren Wunden
Vier waren wir geblieben
als die Gnade aus dem Westen hereinbrach.
Hernach dienten wir bei Ereinion, dem Sternenschein
des Elbentums in Eriador, doch
vermochten wir nicht, nach Eregion zu ziehen.
Als der Diener des Namenlosen
sich erhob in schwarzem Drohen und die Geheimnisse
der Eldar preisgegeben waren der Macht
zogen wir ins Land, ewig schwarz, der Nacht verfallen
Seite an Seite mit den jüngeren Brüdern
bekriegten wir den Dunklen Turm.
So sind Meneldramb und Hirluin gefallen
und am bleichen Morgen des neuen Tages
umarmte mich Faradir an den Häfen
und es grüsste der Älteste den Jüngsten, den Narren, zum Abschied:
"Fühlest Du Hoffnung noch für dieses Zeitalter, so wende Dein Angesicht nach Osten, denn noch sind die Wunden der Erde nicht reingewaschen.
Lebe wohl, mich sehnet nach der Heimat und der Reinheit Elostirions."
Das Angesicht nach Osten gewendet, eilte ich seither durch die Lande
ledig der Freunde von einst.
Im Dienste der Herren der Celebrían
erfüllte sich ein verborgener Zweck meines Verharrens:
Anorfael wurde ich; den Zweitgeborenen, den Sonnengleichen hochgesinnt
im Kampfe für ihre Welt.
Viele verborgene Bande der Treue gab es und
einer davon war der Treuebund der sieben Klingen.
An dem Tage, alsbald ich falle auf dem Felde
oder übereile das trennende Meer -
wird ewig schweigen der Name eines Bundes
der sich stillschweigend erhob und ebenso stillschweigend
in das Vergessen der Zeitalter dahinschwand,
zur Ruhe kommend nach so vielen, lang erduldeten Wintern."
"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Lass meine Erinnerung an ihn nie verblassen, O Elbereth:
Faradir Nimhathel, weisser Erhabener, treuester der Freunde
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Die bleiche Sonne, durchscheinend unter dem Gischt von Drengist,
sie schien auf Dein Haupt, Dein Diadem strahlte von weither,
doch mehr noch strahlte Dein Geist
unbefleckt und mächtig wie der Atem Manwë Súlimos
strahlte er in unsere Herzen, wir, die wir zu Dir heraufschauten,
zu Dir, dem Meister, dessen Schritt in der Geisterwelt
genauso sicher war wie in den Ennorath.
Du sahst das Licht der Bäume, älter als Sonne und Mond.
Du sahst das Verderben der Noldor, die Verdunkelung Valinors.
Du sahst den Aufruhr in Tírion, hörtest den Donner der Stimme Meister Fëanáros.
Du wanktest nicht im malmenden Eis, standhaft standest Du gegen Angband.
Du zogest mit Turgon, singend erbaute Deine Hand, unter der Hand vieler,
den singenden Felsen. Du warst der Treueste der Ritter Meister Ecthelions.
Du warst der Beschützer Gil-Galads; Du standest aufrecht gegen Barad-Dûr.
Doch dem Verderbten konntest Du nicht entgegentreten, es erklang
das Kreischen der Möwen in Deinem Herzen, es erwachte die Sehnsucht
nach nie schwindendem Gestade unter klingenden Sternen in Deinem Herzen.
Du erlegtest mir das Gelöbnis auf, doch O treuer Freund, sage mir:
wie soll ich, der Narr unter den Sieben, Dein Werk ersetzen in den Hinnenlanden?
Mächtig Deine Hand und Dein Geist, doch niemals kommt mein Wirken an Dir heran, niemals in allen Zeitaltern der Welt.
Der Du nun im Glanz weilest, der nie vergeht, erbitte einen kleinen Segen für uns, die wir hier geblieben, denn Irrwege haben die geraden Pfade ersetzt.
Sei mit uns, auch wenn Du gegangen bist, Faradir, Geliebter und Weiser unter
den Sieben Klingen."
Faradir Nimhathel, weisser Erhabener, treuester der Freunde
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Die bleiche Sonne, durchscheinend unter dem Gischt von Drengist,
sie schien auf Dein Haupt, Dein Diadem strahlte von weither,
doch mehr noch strahlte Dein Geist
unbefleckt und mächtig wie der Atem Manwë Súlimos
strahlte er in unsere Herzen, wir, die wir zu Dir heraufschauten,
zu Dir, dem Meister, dessen Schritt in der Geisterwelt
genauso sicher war wie in den Ennorath.
Du sahst das Licht der Bäume, älter als Sonne und Mond.
Du sahst das Verderben der Noldor, die Verdunkelung Valinors.
Du sahst den Aufruhr in Tírion, hörtest den Donner der Stimme Meister Fëanáros.
Du wanktest nicht im malmenden Eis, standhaft standest Du gegen Angband.
Du zogest mit Turgon, singend erbaute Deine Hand, unter der Hand vieler,
den singenden Felsen. Du warst der Treueste der Ritter Meister Ecthelions.
Du warst der Beschützer Gil-Galads; Du standest aufrecht gegen Barad-Dûr.
Doch dem Verderbten konntest Du nicht entgegentreten, es erklang
das Kreischen der Möwen in Deinem Herzen, es erwachte die Sehnsucht
nach nie schwindendem Gestade unter klingenden Sternen in Deinem Herzen.
Du erlegtest mir das Gelöbnis auf, doch O treuer Freund, sage mir:
wie soll ich, der Narr unter den Sieben, Dein Werk ersetzen in den Hinnenlanden?
Mächtig Deine Hand und Dein Geist, doch niemals kommt mein Wirken an Dir heran, niemals in allen Zeitaltern der Welt.
Der Du nun im Glanz weilest, der nie vergeht, erbitte einen kleinen Segen für uns, die wir hier geblieben, denn Irrwege haben die geraden Pfade ersetzt.
Sei mit uns, auch wenn Du gegangen bist, Faradir, Geliebter und Weiser unter
den Sieben Klingen."
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Lass meine Erinnerung an ihn nie verblassen, O Elbereth:
Laerduin Morhathel, schweigende Nacht unter den Sternen.
Wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Als das Licht versiegte in den unsterblichen Landen,
da verfielest Du in Schweigen.
Selten erklang ein Wort, von Deinem Munde gesprochen,
denn in der Tiefe Deiner Seele, wir wussten es,
trauertest Du Zeit Deines Lebens um das Licht, das einst im Urbeginn geschaffen.
Doch wiewohl karg in Worten, so warst Du doch
lauter und beständig in der Art Deines Wirkens,
denn Deine Hand vollendete stets, was einst sie angefangen.
Die Sümpfe Nevrasts hinter Dir lassend
wandtest Du Dich der Weissen Stadt zu,
nie sprachest Du es aus, doch Du
liebtest Gondolin, denn woran man lange gearbeitet, um dessen Willen man
lange gelitten, um dessen Schönheit man lange gesorgt,
das kommt nahe zum Herzen mit der Zeit.
Wehe, Dein Gesicht war eine Grimasse des bohrenden Schmerzes,
als Du das Feuer aufsteigen sahest vor den Mauern der Geheimen Stadt.
Nach zwölf Dutzend erschlagenen Feinden schwand die Macht der Dunkelklinge,
erschlagen lagst Du unter dem Gespött der Welt begraben.
Wir liessen Dich, denn zur Flucht zwang uns das Geschick:
mögest Du ruhen bei Mandos.
Den Frieden, den Du fandest, fand ich noch nicht, Laerduin, schweigender, treuer Freund unter den sieben Klingen."
Laerduin Morhathel, schweigende Nacht unter den Sternen.
Wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Als das Licht versiegte in den unsterblichen Landen,
da verfielest Du in Schweigen.
Selten erklang ein Wort, von Deinem Munde gesprochen,
denn in der Tiefe Deiner Seele, wir wussten es,
trauertest Du Zeit Deines Lebens um das Licht, das einst im Urbeginn geschaffen.
Doch wiewohl karg in Worten, so warst Du doch
lauter und beständig in der Art Deines Wirkens,
denn Deine Hand vollendete stets, was einst sie angefangen.
Die Sümpfe Nevrasts hinter Dir lassend
wandtest Du Dich der Weissen Stadt zu,
nie sprachest Du es aus, doch Du
liebtest Gondolin, denn woran man lange gearbeitet, um dessen Willen man
lange gelitten, um dessen Schönheit man lange gesorgt,
das kommt nahe zum Herzen mit der Zeit.
Wehe, Dein Gesicht war eine Grimasse des bohrenden Schmerzes,
als Du das Feuer aufsteigen sahest vor den Mauern der Geheimen Stadt.
Nach zwölf Dutzend erschlagenen Feinden schwand die Macht der Dunkelklinge,
erschlagen lagst Du unter dem Gespött der Welt begraben.
Wir liessen Dich, denn zur Flucht zwang uns das Geschick:
mögest Du ruhen bei Mandos.
Den Frieden, den Du fandest, fand ich noch nicht, Laerduin, schweigender, treuer Freund unter den sieben Klingen."
"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Lass meine Erinnerung an ihn nie verblassen, O Elbereth:
Hîrluin Hatheltâd, treuer Freund und Gelehrter von Ennorath,
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Zwei Schwerter trugest Du
in der Hand sowie im Geiste.
Die Welt befragtest Du stets,
Du warfest Dinge und Wesen in die Waagschale Deines Schauens,
jeder Gedanke, den Du gehegt, zwei Gesichte hatte er:
die Haupt- und die Kehrseite.
Du sahst das Silber und Gold von Telperion und Laurelin
doch auch den Schatten, der sie zunichte schlug.
Du sahst die Schrecknisse der Helcaraxe, doch auch die Hoffnung, die jenseits davon, in den Festungen der Noldor aufrechterhalten ward.
Du sahst das strahlende Gondolin, doch auch den gewaltigen Sturz König Turgons,
die Weisheit Gil-Galads, aber auch den würgenden Staub vor dem dunklen Turm.
O Hîrluin, mein kluger Freund, als Gorthaur nahte, sagtest Du:
Zurück! Die Probe des Schicksals naht. Hinterfragt das Licht, hinterfragt den Schatten! Lebt wohl!
Wie die weissen Helmbüsche der Eldar wehten, dem Widersacher entgegen!
Doch alle seid ihr gefallen, unter der glühenden Faust und
unter euch Hîrluin, der in der Stunde der Dunkelheit alle Vernunft aufgab
für die Hoffnung Mittelerdes.
Mein Freund, ich grüsse Dich unter den Helden:
Du verbandest unbestechlichen Scharfsinn mit unausweichlichem Mut.
Ich wanderte dem Lhûn entlang, und hörte das Murmeln des Wassers:
Viele sangen und schrieben an meinem Ufer, zur Ruhe ist nun einer von ihnen gegangen, der Erwäger und Ermesser der Rechtschaffenheit, der Archivar des Vergessenen."
Hîrluin Hatheltâd, treuer Freund und Gelehrter von Ennorath,
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Zwei Schwerter trugest Du
in der Hand sowie im Geiste.
Die Welt befragtest Du stets,
Du warfest Dinge und Wesen in die Waagschale Deines Schauens,
jeder Gedanke, den Du gehegt, zwei Gesichte hatte er:
die Haupt- und die Kehrseite.
Du sahst das Silber und Gold von Telperion und Laurelin
doch auch den Schatten, der sie zunichte schlug.
Du sahst die Schrecknisse der Helcaraxe, doch auch die Hoffnung, die jenseits davon, in den Festungen der Noldor aufrechterhalten ward.
Du sahst das strahlende Gondolin, doch auch den gewaltigen Sturz König Turgons,
die Weisheit Gil-Galads, aber auch den würgenden Staub vor dem dunklen Turm.
O Hîrluin, mein kluger Freund, als Gorthaur nahte, sagtest Du:
Zurück! Die Probe des Schicksals naht. Hinterfragt das Licht, hinterfragt den Schatten! Lebt wohl!
Wie die weissen Helmbüsche der Eldar wehten, dem Widersacher entgegen!
Doch alle seid ihr gefallen, unter der glühenden Faust und
unter euch Hîrluin, der in der Stunde der Dunkelheit alle Vernunft aufgab
für die Hoffnung Mittelerdes.
Mein Freund, ich grüsse Dich unter den Helden:
Du verbandest unbestechlichen Scharfsinn mit unausweichlichem Mut.
Ich wanderte dem Lhûn entlang, und hörte das Murmeln des Wassers:
Viele sangen und schrieben an meinem Ufer, zur Ruhe ist nun einer von ihnen gegangen, der Erwäger und Ermesser der Rechtschaffenheit, der Archivar des Vergessenen."
"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Lass meine Erinnerung an ihn nie verblassen, O Elbereth:
Canadwë Hathel-Forven, stürmischer Geist und grimmiger Feind unseres Feindes,
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Das Feuer Deines Herzens erwachte:
die Noldor erhoben die Schwerter in Valinor.
Gewütet hat jenes Feuer, denn im Wahnsinn rasenden Zornes
erschlugest Du mit den anderen die Wächter des Schwanenhafens einst.
Stets aufrecht warst Du in Deiner Reue, Canadwë, mein tapferer Freund,
Das Feuer von Losgar brannte lange noch in Deinen Augen,
doch wir vergaben Dir den Mord
und das malmende Eis des Nordens.
Von den Reihen des Hauses Fëanáro
kamest Du nach Nevrast und hernach
weiltest Du in der Weissen Stadt.
Als das Antlitz Beleriands sich umschattet,
legtest Du das Wort inmitten unseres Bundes:
Zu suchen die Einheit zwischen Gondolin und Himring.
Nach langem Streit einigten wir uns, denn das Unheil war nahe.
Der Bund zwischen König Turgon und Maedhros wurde dennoch
nie Wirklichkeit; als das Horn der Glamhoth erklang unter den Mauern,
wussten wir, dass unsere Absichten zunichte wurden.
An den Quellen fielest Du, mit vielen anderen, o weh diesem Tag -
Den Springbrunnen Niennas verteidigtest Du lange alleine, von uns abgeschnitten.
Lange hielt das Feuer der Noldor die Gewässer Gondolins unbesudelt.
Unter den Hämmern der Trolle erklang zum letzten mal Dein Schlachtruf:
Zu mir, Brüder! Für Gondolin, für Fëanor!
Die Glut dieses Klanges brennt noch immer in meinem Herzen.
Aufbrausend tratest Du in diese Welt, und aufbrausend verliessest Du sie wieder,
wie ein Sturm, der über ein Kornfeld fegt.
Nun schaust Du das Feuer des Einen, das Geheime: sei gesegnet! Doch Bruder, versage nicht uns, die wir zurückblieben, Deine Gaben des Feuers, Canadwë, mein tapferer Freund!"
Canadwë Hathel-Forven, stürmischer Geist und grimmiger Feind unseres Feindes,
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Das Feuer Deines Herzens erwachte:
die Noldor erhoben die Schwerter in Valinor.
Gewütet hat jenes Feuer, denn im Wahnsinn rasenden Zornes
erschlugest Du mit den anderen die Wächter des Schwanenhafens einst.
Stets aufrecht warst Du in Deiner Reue, Canadwë, mein tapferer Freund,
Das Feuer von Losgar brannte lange noch in Deinen Augen,
doch wir vergaben Dir den Mord
und das malmende Eis des Nordens.
Von den Reihen des Hauses Fëanáro
kamest Du nach Nevrast und hernach
weiltest Du in der Weissen Stadt.
Als das Antlitz Beleriands sich umschattet,
legtest Du das Wort inmitten unseres Bundes:
Zu suchen die Einheit zwischen Gondolin und Himring.
Nach langem Streit einigten wir uns, denn das Unheil war nahe.
Der Bund zwischen König Turgon und Maedhros wurde dennoch
nie Wirklichkeit; als das Horn der Glamhoth erklang unter den Mauern,
wussten wir, dass unsere Absichten zunichte wurden.
An den Quellen fielest Du, mit vielen anderen, o weh diesem Tag -
Den Springbrunnen Niennas verteidigtest Du lange alleine, von uns abgeschnitten.
Lange hielt das Feuer der Noldor die Gewässer Gondolins unbesudelt.
Unter den Hämmern der Trolle erklang zum letzten mal Dein Schlachtruf:
Zu mir, Brüder! Für Gondolin, für Fëanor!
Die Glut dieses Klanges brennt noch immer in meinem Herzen.
Aufbrausend tratest Du in diese Welt, und aufbrausend verliessest Du sie wieder,
wie ein Sturm, der über ein Kornfeld fegt.
Nun schaust Du das Feuer des Einen, das Geheime: sei gesegnet! Doch Bruder, versage nicht uns, die wir zurückblieben, Deine Gaben des Feuers, Canadwë, mein tapferer Freund!"
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Lass meine Erinnerung an ihn nie verblassen, O Elbereth:
Meneldramb Hathel-Annûn, der goldene Freund und Verteidiger der Einheit,
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Noch klar Deiner Worte entsinne ich mich:
Der Quell unseres Schmerzes ist die Trennung,
der Brunnen unserer Freude die grenzenlose Ganzheit der Dinge,
sich vollziehend in gegenseitiger Liebe.
Ganzsein strebtest Du an, und Du versagtest angesichts einer Welt,
die nur die Trennung kennt.
Du warst Freund den Goldschmieden Gondolins,
Du warst Freund den Musikanten, Barden und Zimmernännern,
Du warst Freund der Ritter und Wächter, der Edlen und der Ausgestossenen,
Du warst Freund den Noldor und den Sindar, den Edain und den Naugrim,
Du warst Freund den Tieren und Pflanzen, das Gestein erhob sich in geheimer Freude, wo Du Deinen Fuss setztest. Niemals sprachest Du den Namen des Schwarzen Feindes aus, denn für immerdar war er für Dich:
Melkor, der Mächtige des Lichtes in Urzeiten.
Du kämpftest gegen seine Saat und verstandest die Notwendigkeit
seines Wirkens.
Wo Du gingest, brachtest Du Wärme und Frieden.
An Deiner Schulter, die Narbe, Du empfingest sie
in Alqualonde, als zwischen den Noldor und den Teleri Du Dich warfest
todesmutig, im Willen, den Mord zu verhindern.
Du warst das Herz der Sieben Klingen und das Herz des Hauses der Quelle
zu Gondolin, der Weissen Stadt Beleriands.
Als sie fiel, die Strahlende, warfest Du Dich vor uns, Dein Leben
für unseres aufs Spiel setzend.
Hîrluin und mir, uns wurde an jenem Tag das Leben geschenkt durch
Deine Hand, doch schwer traf Dich
die Geissel des Balrogs, Deinem Körper hernach zusetzend.
Du warst das Herz der Garde Gil-Galads und das Herz zwischen Elben und Menschen, als das Licht in die dunklen Winkel Mordors drang.
Du schenktest Dein Schwert einem Sterblichen, gleichwohl
wie die Welt von Dir reich beschenkt war!
Doch als der Sucher des Ganzseins
nahte dem Verderber Eregions,
da brach die Trennung ein über seine schöne Seele,
und die alten Narben brachen auf, altes Weh in die Welt hinausschreiend.
Als der Morgen graute des neuen Zeitalters,
schloss sich das Auge Meneldrambs, des goldenen Freundes.
Die Welt zu lieben in ihrer Ganzheit, wer vermag es zu tun,
angesichts der tiefen Wunden, die wir empfangen von ihr?
Lebe wohl, mein Freund, rief ich in den Morgen hinein,
möge ich das Rätsel Deines erhabenen Daseins eines Tages lösen fürwahr!"
Meneldramb Hathel-Annûn, der goldene Freund und Verteidiger der Einheit,
wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Noch klar Deiner Worte entsinne ich mich:
Der Quell unseres Schmerzes ist die Trennung,
der Brunnen unserer Freude die grenzenlose Ganzheit der Dinge,
sich vollziehend in gegenseitiger Liebe.
Ganzsein strebtest Du an, und Du versagtest angesichts einer Welt,
die nur die Trennung kennt.
Du warst Freund den Goldschmieden Gondolins,
Du warst Freund den Musikanten, Barden und Zimmernännern,
Du warst Freund der Ritter und Wächter, der Edlen und der Ausgestossenen,
Du warst Freund den Noldor und den Sindar, den Edain und den Naugrim,
Du warst Freund den Tieren und Pflanzen, das Gestein erhob sich in geheimer Freude, wo Du Deinen Fuss setztest. Niemals sprachest Du den Namen des Schwarzen Feindes aus, denn für immerdar war er für Dich:
Melkor, der Mächtige des Lichtes in Urzeiten.
Du kämpftest gegen seine Saat und verstandest die Notwendigkeit
seines Wirkens.
Wo Du gingest, brachtest Du Wärme und Frieden.
An Deiner Schulter, die Narbe, Du empfingest sie
in Alqualonde, als zwischen den Noldor und den Teleri Du Dich warfest
todesmutig, im Willen, den Mord zu verhindern.
Du warst das Herz der Sieben Klingen und das Herz des Hauses der Quelle
zu Gondolin, der Weissen Stadt Beleriands.
Als sie fiel, die Strahlende, warfest Du Dich vor uns, Dein Leben
für unseres aufs Spiel setzend.
Hîrluin und mir, uns wurde an jenem Tag das Leben geschenkt durch
Deine Hand, doch schwer traf Dich
die Geissel des Balrogs, Deinem Körper hernach zusetzend.
Du warst das Herz der Garde Gil-Galads und das Herz zwischen Elben und Menschen, als das Licht in die dunklen Winkel Mordors drang.
Du schenktest Dein Schwert einem Sterblichen, gleichwohl
wie die Welt von Dir reich beschenkt war!
Doch als der Sucher des Ganzseins
nahte dem Verderber Eregions,
da brach die Trennung ein über seine schöne Seele,
und die alten Narben brachen auf, altes Weh in die Welt hinausschreiend.
Als der Morgen graute des neuen Zeitalters,
schloss sich das Auge Meneldrambs, des goldenen Freundes.
Die Welt zu lieben in ihrer Ganzheit, wer vermag es zu tun,
angesichts der tiefen Wunden, die wir empfangen von ihr?
Lebe wohl, mein Freund, rief ich in den Morgen hinein,
möge ich das Rätsel Deines erhabenen Daseins eines Tages lösen fürwahr!"
"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Lass meine Erinnerung an ihn nie verblassen, O Elbereth:
Colfindel Hathel-Harad, der Träger der Freude, Sänger unter den Sternen.
Wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Ich und Du,
wir waren diejenigen unter den Sieben,
die das Licht nie gesehen, das älter als Sonne und Mond.
Wir haben nie die Herrlichkeit Valimars gesehen,
noch die Reinheit Elostirions.
Einst lebtest Du in Nevrast, bevor die Trompeten
der Noldor gegen den Feind bliesen bei Drengist.
Colfindel der Grau-Elb, stets suchtest Du
die Poesie in allem, was Du sahest.
Dein Lachen war wie der Sonnenaufgang über dem Turm des Königs;
Deine Stimme rein und hell wie die Brunnen der Weissen Stadt;
Dein kupfernes Haar, rot schimmernd im Feuer, trugst Du nach Art der Sindar.
Dein Auge strahlte Freude aus und die Lust am Leben.
Deine Hand war der Saite mächtig sowie der Klinge, denn
keine Trennung war für Dich in jenen beiden Dingen.
Du kämpftest, als würdest Du von einer hehren Musik getragen,
und Du sangest, als würde Dein Herz sich kühn gegen den Feind erheben.
Mit einem Lächeln auf dem Munde bist Du von uns gegangen, der Du
doch noch so oft gelacht, getanzt und gesungen haben solltest in fernen Zeiten,
die für Dich niemals eintraten.
Dein Haar, es schimmerte wie eine sterbende Sonne, als
die Feuergeissler mit dunkler Flamme
Deinen Körper zermalmten vor den Quellen Gondolins nach langem Gefecht,
doch der Glanz Deiner Augen verlosch nicht, als wolltest Du uns sagen:
Welcher Schatten vermochte es, dies Leben zu trüben, das von der geheimen Schaffensfreude des Einen entstammt, der über allem thront?
Denn so sprachest Du oft zu uns, lachend ob des Ernstes der Welt.
Du bist von uns gegangen, Colfindel, Dichter und Sänger, mein teurer Freund, doch blieb Dein Lächeln zurück,
als ob es uns für immer gemahnte, zu lachen und zu lieben,
solange wir die Hoffnung aufrecht erhalten
in dieser Welt.
Doch weder bist Du für uns gestorben, noch bist Du vergessen:
Du lebst in jenen weiter, die Dich gekannt, und Du würdest sicherlich
über diese Worte lachen, die ich jetzt niederschrieb."
Colfindel Hathel-Harad, der Träger der Freude, Sänger unter den Sternen.
Wie sehe ich Dich vor dem inneren Auge?
Ich und Du,
wir waren diejenigen unter den Sieben,
die das Licht nie gesehen, das älter als Sonne und Mond.
Wir haben nie die Herrlichkeit Valimars gesehen,
noch die Reinheit Elostirions.
Einst lebtest Du in Nevrast, bevor die Trompeten
der Noldor gegen den Feind bliesen bei Drengist.
Colfindel der Grau-Elb, stets suchtest Du
die Poesie in allem, was Du sahest.
Dein Lachen war wie der Sonnenaufgang über dem Turm des Königs;
Deine Stimme rein und hell wie die Brunnen der Weissen Stadt;
Dein kupfernes Haar, rot schimmernd im Feuer, trugst Du nach Art der Sindar.
Dein Auge strahlte Freude aus und die Lust am Leben.
Deine Hand war der Saite mächtig sowie der Klinge, denn
keine Trennung war für Dich in jenen beiden Dingen.
Du kämpftest, als würdest Du von einer hehren Musik getragen,
und Du sangest, als würde Dein Herz sich kühn gegen den Feind erheben.
Mit einem Lächeln auf dem Munde bist Du von uns gegangen, der Du
doch noch so oft gelacht, getanzt und gesungen haben solltest in fernen Zeiten,
die für Dich niemals eintraten.
Dein Haar, es schimmerte wie eine sterbende Sonne, als
die Feuergeissler mit dunkler Flamme
Deinen Körper zermalmten vor den Quellen Gondolins nach langem Gefecht,
doch der Glanz Deiner Augen verlosch nicht, als wolltest Du uns sagen:
Welcher Schatten vermochte es, dies Leben zu trüben, das von der geheimen Schaffensfreude des Einen entstammt, der über allem thront?
Denn so sprachest Du oft zu uns, lachend ob des Ernstes der Welt.
Du bist von uns gegangen, Colfindel, Dichter und Sänger, mein teurer Freund, doch blieb Dein Lächeln zurück,
als ob es uns für immer gemahnte, zu lachen und zu lieben,
solange wir die Hoffnung aufrecht erhalten
in dieser Welt.
Doch weder bist Du für uns gestorben, noch bist Du vergessen:
Du lebst in jenen weiter, die Dich gekannt, und Du würdest sicherlich
über diese Worte lachen, die ich jetzt niederschrieb."
"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Ich weiss, es widerstrebt dir, alleine gebliebener Narr, dich selbst
unter jenen Sieben zu nennen.
Doch weise mag es sein, den Blick ab und zu,
wenn auch kurz, auf sich selbst zu lenken,
den prüfenden Blick des Suchers in den Ennorath.
Forscher und Gelehrter hättest du
werden sollen, doch der Brodem des Nordens
zwang dich, zum Schwerte zu greifen.
In Hithlum, wo die Nebel ziehen endlose Kreise,
und in Eglarest an der schäumenden See verbrachtest Du
die Jahre deiner Jugend,
bevor du, fliehend nach der verlorenen Schlacht
und den ungezählten Tränen
dich den Heeren Gondolins anschlossest,
sich zurckziehend in die Verborgenheit.
In der Weissen Stadt trieb dich das Geschick
du warst der letzte Bruder des Treuebundes
Der Unerfahrene, der mit der zögernden Hand,
mit dem wankenden Schritt, mit dem tastenden Geist,
du warst der Fehlerhafte unter den Sieben,
den das Missgeschick jagte,
doch dich dürstete es nach einem:
wie ein Verdurstender in der Wüste sehntest du dich
nach der Wahrhaftigkeit in dieser Welt und diesem Leben.
Schirmend hielt Faradir, der Erhabene, seine Hand über Dir,
und kaum vermochtest du, den Lehren Meister Ecthelions
zu folgen.
Doch Freundschaft erwidertest du mit Treue,
und du wichest nicht von der Seite deiner Freunde,
als das Verderben über Gondolin kam.
Viele male hättest du sterben sollen, doch deiner statt
starben andere, manchmal für dich.
Du dientest als Gardist Gil-Galads, doch
vermochtest Du nicht, dem Nahen des Widersachers standzuhalten.
Da waren die Sieben nach und nach
gefallen und dahingeschieden;
alleine stand nun der Narr,
bis er sein Angsicht dem Osten zugewandt,
loszog, um der Schönheit zu dienen,
und zu finden, was wahrhaftig ist in den Gefilden Ardas.
Verschwunden mag der Treuebund nun sein,
aber der Hauch der Erinnerung lebt weiter
in Lugaidh Anorfael, den einstigen Träger der Ostklinge,
den die Narretei zur Rechtschaffenheit erzogen,
den die Fehlerhaftigkeit zu Entscheidungskraft bewegt."
unter jenen Sieben zu nennen.
Doch weise mag es sein, den Blick ab und zu,
wenn auch kurz, auf sich selbst zu lenken,
den prüfenden Blick des Suchers in den Ennorath.
Forscher und Gelehrter hättest du
werden sollen, doch der Brodem des Nordens
zwang dich, zum Schwerte zu greifen.
In Hithlum, wo die Nebel ziehen endlose Kreise,
und in Eglarest an der schäumenden See verbrachtest Du
die Jahre deiner Jugend,
bevor du, fliehend nach der verlorenen Schlacht
und den ungezählten Tränen
dich den Heeren Gondolins anschlossest,
sich zurckziehend in die Verborgenheit.
In der Weissen Stadt trieb dich das Geschick
du warst der letzte Bruder des Treuebundes
Der Unerfahrene, der mit der zögernden Hand,
mit dem wankenden Schritt, mit dem tastenden Geist,
du warst der Fehlerhafte unter den Sieben,
den das Missgeschick jagte,
doch dich dürstete es nach einem:
wie ein Verdurstender in der Wüste sehntest du dich
nach der Wahrhaftigkeit in dieser Welt und diesem Leben.
Schirmend hielt Faradir, der Erhabene, seine Hand über Dir,
und kaum vermochtest du, den Lehren Meister Ecthelions
zu folgen.
Doch Freundschaft erwidertest du mit Treue,
und du wichest nicht von der Seite deiner Freunde,
als das Verderben über Gondolin kam.
Viele male hättest du sterben sollen, doch deiner statt
starben andere, manchmal für dich.
Du dientest als Gardist Gil-Galads, doch
vermochtest Du nicht, dem Nahen des Widersachers standzuhalten.
Da waren die Sieben nach und nach
gefallen und dahingeschieden;
alleine stand nun der Narr,
bis er sein Angsicht dem Osten zugewandt,
loszog, um der Schönheit zu dienen,
und zu finden, was wahrhaftig ist in den Gefilden Ardas.
Verschwunden mag der Treuebund nun sein,
aber der Hauch der Erinnerung lebt weiter
in Lugaidh Anorfael, den einstigen Träger der Ostklinge,
den die Narretei zur Rechtschaffenheit erzogen,
den die Fehlerhaftigkeit zu Entscheidungskraft bewegt."
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Einst zogen wir an den Küsten daher,
wie ein freundlicher Donner das dunkle Meer
schäumend an den Klippen und Stränden des Westens.
Wir sangen dem Licht, sangen der jungen Zeit,
der Schatten war gewichen, die Welt wie neu.
König Sternenschein nahm die Krone in die Hand
das Erbe der Altvorderen nun sein Gewand.
Wir lachten und wir wussten: wir waren neugeboren
durchschritten die Weiten, die nun uns erkoren.
Der Narr, ich ritt den Schimmel von Lindir geschenkt
Meneldramb und Hîrluin hinterher auf einem Hengst
die Wunde war verheilt, mein Freund, er war wohlauf
der Schmerz war fast gewichen, er trug keines Schwertes Knauf.
Mir voran ritt Faradir, gewandet wie ein Heiler
weiss war sein Gewand, er hatte keine Eile.
Viele Tage reisten wir umher in bunten Wäldern
sprachen mit den Tieren, schliefen auf den Feldern
sahen auf die Ebenen von Spitzen hoher Hügel
sangen abends leise am Feuer, wir, die Flügel
der Freude und des Klanges.
*
In den Tiefen von Minhiriath
blieb zurück Faradir
zu langem Schlaf er sich legte
am Schosse eines murmelnden Baches.
Als wir, gewahr dessen, dass wir kundig
verliessen die Tiefen undurchdringlicher Wälder,
betraten wir ein Dorf
und glaubend, dass der Schatten nun endlich für immer gewichen
sahen wir unserem Irrtum auf einmal
Geradeheraus in die Augen.
Drei rauhe Schergen rangen
ein verzweifeltes Mädchen nieder,
einem Mann wollte man vermählen
ohne Liebe die Maid.
Ihre Schreie rührten im Herzen
einen alten Mut, den wir gehofft, zu vergessen.
Die Saat der Dunkeleheit, die wir hier getroffen,
lächelte uns zu mit schiefem Gesicht.
Das Mädchen erblickte uns kurz
mit letzten Kräften schrie und flehte sie
beschwor uns, die Hand zu erheben.
Doch unerbittlich standen die Brüder,
ihrer Schwester Verzweiflung
berührte sie nicht.
Da sprang Hírluin vom Pferde
freundlich nahte er, ohne zu hasten
sprach mit besonnenen Worten,
ergriff Fürsprache für die Verlor'ne.
Doch fremd war uns die Menge,
das Murren wurde Geschrei,
blitzend zogen sie blank,
denen der Wahnsinn der Bräuche
Herz und Sinne vernebelt.
Scharf war der Schmerz der Einsicht
ich folgte dem warnenden Ruf
der mich so oft geleitet;
sprang herbei meinem Freund,
der vor sperrenden Waffen sich sah.
Zum Schwerte griffen die Brüder
doch sanken sie unseren Streichen.
Da sank das Mädchen hernieder,
die Gram verjagt' ihr die Angst
Tod und Grauen fluchte sie
auf uns herab und die Welt.
Da erklang das Sturmhorn
Bewegung ergriff die Menge
und angestürmt kam die Meute,
übermächtig ächzend und rasend
lange standen wir dort
wehrten dem Heer der Rächer
schützten die Verlor'ne, die selbst
schrie und weinte über die
Leichen der erschlag'nen Brüder.
Doch später barsten die Waffen
in unseren Händen, die Toten türmten sich in Wällen
und immer wieder setzten andere nach,
bis wir wehrlos und wund dem Schicksal uns ergaben.
Sterben sah'n wir die Maid
der unser Schutz versagt.
"Daro Glamhoth! Erio, galad!"
Da brach das Schweigen über uns ein
Wellen des Lichtes fluteten über die Wal hinweg
erstarrend liessen die Rächer
Schwerter und Speere fallen.
Mit erhobner Hand setzte Faradir den Fuss
auf die Erde, die blutgetränkte;
nicht wieherte sein Pferd.
*
Nein, sich nicht wieder
vom schweigsamen Schönen täuschen lassen.
Trügen kann vollkommener Friede,
denn in den Hinnenlanden
wird die Saat der Finsternis
wachsen und Früchte treiben,
bis dass die Welt zerbrochen
und die Form des Seins sich geändert."
wie ein freundlicher Donner das dunkle Meer
schäumend an den Klippen und Stränden des Westens.
Wir sangen dem Licht, sangen der jungen Zeit,
der Schatten war gewichen, die Welt wie neu.
König Sternenschein nahm die Krone in die Hand
das Erbe der Altvorderen nun sein Gewand.
Wir lachten und wir wussten: wir waren neugeboren
durchschritten die Weiten, die nun uns erkoren.
Der Narr, ich ritt den Schimmel von Lindir geschenkt
Meneldramb und Hîrluin hinterher auf einem Hengst
die Wunde war verheilt, mein Freund, er war wohlauf
der Schmerz war fast gewichen, er trug keines Schwertes Knauf.
Mir voran ritt Faradir, gewandet wie ein Heiler
weiss war sein Gewand, er hatte keine Eile.
Viele Tage reisten wir umher in bunten Wäldern
sprachen mit den Tieren, schliefen auf den Feldern
sahen auf die Ebenen von Spitzen hoher Hügel
sangen abends leise am Feuer, wir, die Flügel
der Freude und des Klanges.
*
In den Tiefen von Minhiriath
blieb zurück Faradir
zu langem Schlaf er sich legte
am Schosse eines murmelnden Baches.
Als wir, gewahr dessen, dass wir kundig
verliessen die Tiefen undurchdringlicher Wälder,
betraten wir ein Dorf
und glaubend, dass der Schatten nun endlich für immer gewichen
sahen wir unserem Irrtum auf einmal
Geradeheraus in die Augen.
Drei rauhe Schergen rangen
ein verzweifeltes Mädchen nieder,
einem Mann wollte man vermählen
ohne Liebe die Maid.
Ihre Schreie rührten im Herzen
einen alten Mut, den wir gehofft, zu vergessen.
Die Saat der Dunkeleheit, die wir hier getroffen,
lächelte uns zu mit schiefem Gesicht.
Das Mädchen erblickte uns kurz
mit letzten Kräften schrie und flehte sie
beschwor uns, die Hand zu erheben.
Doch unerbittlich standen die Brüder,
ihrer Schwester Verzweiflung
berührte sie nicht.
Da sprang Hírluin vom Pferde
freundlich nahte er, ohne zu hasten
sprach mit besonnenen Worten,
ergriff Fürsprache für die Verlor'ne.
Doch fremd war uns die Menge,
das Murren wurde Geschrei,
blitzend zogen sie blank,
denen der Wahnsinn der Bräuche
Herz und Sinne vernebelt.
Scharf war der Schmerz der Einsicht
ich folgte dem warnenden Ruf
der mich so oft geleitet;
sprang herbei meinem Freund,
der vor sperrenden Waffen sich sah.
Zum Schwerte griffen die Brüder
doch sanken sie unseren Streichen.
Da sank das Mädchen hernieder,
die Gram verjagt' ihr die Angst
Tod und Grauen fluchte sie
auf uns herab und die Welt.
Da erklang das Sturmhorn
Bewegung ergriff die Menge
und angestürmt kam die Meute,
übermächtig ächzend und rasend
lange standen wir dort
wehrten dem Heer der Rächer
schützten die Verlor'ne, die selbst
schrie und weinte über die
Leichen der erschlag'nen Brüder.
Doch später barsten die Waffen
in unseren Händen, die Toten türmten sich in Wällen
und immer wieder setzten andere nach,
bis wir wehrlos und wund dem Schicksal uns ergaben.
Sterben sah'n wir die Maid
der unser Schutz versagt.
"Daro Glamhoth! Erio, galad!"
Da brach das Schweigen über uns ein
Wellen des Lichtes fluteten über die Wal hinweg
erstarrend liessen die Rächer
Schwerter und Speere fallen.
Mit erhobner Hand setzte Faradir den Fuss
auf die Erde, die blutgetränkte;
nicht wieherte sein Pferd.
*
Nein, sich nicht wieder
vom schweigsamen Schönen täuschen lassen.
Trügen kann vollkommener Friede,
denn in den Hinnenlanden
wird die Saat der Finsternis
wachsen und Früchte treiben,
bis dass die Welt zerbrochen
und die Form des Seins sich geändert."
"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"
- Lugaidh
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Re: Gwaedh i-Heithol Odog ~ Der Treuebund der sieben Klingen
"Rastlosigkeit ergriff mich.
Du fragst dich selbst:
Weshalb blicktest du nicht in den Gwahaedir?
Was hielt dich davon ab?
War es Furcht vor der Schönheit des fernen Tirion,
Angst vor der mächtigen Sehnsucht des Meeres?
Scheu vor den Gestaden Valinors?
Du weisst es nicht.
Rastlosigkeit ergriff mich.
"Elo!" Hîrluins Ruf,
als er den grünen Hügel Túna gewahrte.
Wir wissen:
Der Hohe Turm Tirions
trägt den Meisterstein.
"Ayia, ich sehe den Spalt des Lichtes!"
Der Ruf Meneldrambs,
als er nach langem Ringen
den sehenden Stein
in den äussersten Westen zwang.
Calacyria, aufblitzender Spalt..
ich fürchte mich, dich zu erblicken.
Das lange, wortlose Schweigen
Faradirs. Doch in seinen Augen glaubte ich
den gestaltlosen Schatten
Taníquetils zu gewahren,
wo die Sternenkönigin thront.
Nur er sah sie, er,
an dem kein Fehl haftete.
Sie alle blickten in den Sehenden Stein
wie viele andere
vor und nach ihnen,
und am Ende wandten sie sich zu mir.
Ihre Augen ruhten auf den Zögernden.
Minno, gwador...
Doch der jüngere Bruder
wurde von einem Grauen ergriffen,
das keinen Namen kennt.
Nein, gegen Angband kannten wir einst
dieses Grauen nicht.
Es ist die Furcht vor dem Licht,
das den Sehenden blendet,
seinen Geist
mit dem unauslöschlichen Feuer
der Sehnsucht in Brand setzt.
Es gibt keine Heilung
in dieser Welt,
kein Entkommen gegen dieses Verlangen.
Endor, ich würde dich
für Valimar aufgeben...
Doch ich kann es nicht.
Erstaunt blicken die fragenden Augen
die auf mir ruhen.
Doch Faradir schweigt.
Er kennt das Herz des jüngeren Bruders,
er kennt die Gefahr
und die Furcht vor den
Gefilden, die nie welken.
Er verlässt den Turm, und wir folgen ihm...
Einsam bleibt der Sehende Stein zurück,
der Hüter bedeckt ihn mit einem Tuch.
Die Turmberge entfernen sich
hinter uns.
Rastlosigkeit ergriff mich.
Noch liegt ein Schatten auf Endor,
noch ist die Zeit nicht gekommen,
dem verrichteten Werk
den Rücken zu kehren."
Du fragst dich selbst:
Weshalb blicktest du nicht in den Gwahaedir?
Was hielt dich davon ab?
War es Furcht vor der Schönheit des fernen Tirion,
Angst vor der mächtigen Sehnsucht des Meeres?
Scheu vor den Gestaden Valinors?
Du weisst es nicht.
Rastlosigkeit ergriff mich.
"Elo!" Hîrluins Ruf,
als er den grünen Hügel Túna gewahrte.
Wir wissen:
Der Hohe Turm Tirions
trägt den Meisterstein.
"Ayia, ich sehe den Spalt des Lichtes!"
Der Ruf Meneldrambs,
als er nach langem Ringen
den sehenden Stein
in den äussersten Westen zwang.
Calacyria, aufblitzender Spalt..
ich fürchte mich, dich zu erblicken.
Das lange, wortlose Schweigen
Faradirs. Doch in seinen Augen glaubte ich
den gestaltlosen Schatten
Taníquetils zu gewahren,
wo die Sternenkönigin thront.
Nur er sah sie, er,
an dem kein Fehl haftete.
Sie alle blickten in den Sehenden Stein
wie viele andere
vor und nach ihnen,
und am Ende wandten sie sich zu mir.
Ihre Augen ruhten auf den Zögernden.
Minno, gwador...
Doch der jüngere Bruder
wurde von einem Grauen ergriffen,
das keinen Namen kennt.
Nein, gegen Angband kannten wir einst
dieses Grauen nicht.
Es ist die Furcht vor dem Licht,
das den Sehenden blendet,
seinen Geist
mit dem unauslöschlichen Feuer
der Sehnsucht in Brand setzt.
Es gibt keine Heilung
in dieser Welt,
kein Entkommen gegen dieses Verlangen.
Endor, ich würde dich
für Valimar aufgeben...
Doch ich kann es nicht.
Erstaunt blicken die fragenden Augen
die auf mir ruhen.
Doch Faradir schweigt.
Er kennt das Herz des jüngeren Bruders,
er kennt die Gefahr
und die Furcht vor den
Gefilden, die nie welken.
Er verlässt den Turm, und wir folgen ihm...
Einsam bleibt der Sehende Stein zurück,
der Hüter bedeckt ihn mit einem Tuch.
Die Turmberge entfernen sich
hinter uns.
Rastlosigkeit ergriff mich.
Noch liegt ein Schatten auf Endor,
noch ist die Zeit nicht gekommen,
dem verrichteten Werk
den Rücken zu kehren."
"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"
