Auf den Pfaden der Vergangenheit
- Sidhril
- Angehörige(r) des Hauses Celebriaen

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- Registriert: So 7. Mär 2010, 20:48
- Nachname: Ornthoriel
- Berufszweig: Waldhüter(in)
- Wissenstufe: 42
- Sippe: Celebriaen Elanesse
Auf den Pfaden der Vergangenheit
Auf den Pfaden der Vergangenheit - eine Geschichte über die Vergangenheit von Sidhril
Der Abend war noch jung und sie hatten sich eingefunden, um sich von den Strapazen der letzten Wochen zu erholen. Viel war geschehen, und die Geschehnisse hatten ihre Spuren hinterlassen. Die Stimmung war nicht bei allen gehoben, trauerten doch viele um die Gefallenen, die es zu beklagen galt. Doch trotz allem saßen einige beisammen, lauschten den Geschichten der anderen und so langsam sank die Anspannung bei ihnen.
Als sie sich zu ihnen gesellte, lauschte sie ebenso wie viele andere schweigend den Ausführungen der Erzähler. Es blieb aber nicht aus, dass auch sie gefragt wurde und so begann sie langsam eine Geschichte zu erzählen, die ihr Leben von ihrem Beginn ihrer Reise bis zu ihrer Ankunft hier in den Hallen der Celebriaen Elanesse beschrieb.
...
Der Abend war noch jung und sie hatten sich eingefunden, um sich von den Strapazen der letzten Wochen zu erholen. Viel war geschehen, und die Geschehnisse hatten ihre Spuren hinterlassen. Die Stimmung war nicht bei allen gehoben, trauerten doch viele um die Gefallenen, die es zu beklagen galt. Doch trotz allem saßen einige beisammen, lauschten den Geschichten der anderen und so langsam sank die Anspannung bei ihnen.
Als sie sich zu ihnen gesellte, lauschte sie ebenso wie viele andere schweigend den Ausführungen der Erzähler. Es blieb aber nicht aus, dass auch sie gefragt wurde und so begann sie langsam eine Geschichte zu erzählen, die ihr Leben von ihrem Beginn ihrer Reise bis zu ihrer Ankunft hier in den Hallen der Celebriaen Elanesse beschrieb.
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Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
Sidhril, Torendir, Mallthirion, Thrygrim Eisenschild
Adelgunde Rosenwind, Montegar Doldentau, u.v.m
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Ankunft in Imladris
Ankunft in Imladris – 7 Jahre vor der heutigen Zeit
Scharf wehte der Wind über die schroffen Felsen, die Kälte fraß sich in die Kleider der beiden Reisenden und ihr Atem bildete kleine Wolken. Die Augenbrauen des ersten Reiters waren zusammengezogen, so dass sie fast eine Linie bildeten und trotz des erkennbaren Alters waren sie fein gezogen. Auf dem zweiten Pferd nestelten Finger am Mantel herum, um ihn fester zu ziehen und letztendlich wieder darunter zu verschwinden. Sie schienen zu frieren. Seit Stunden nun wehte dieser Wind gegen die Bäume, so als wollte er sie fällen, doch die Natur blieb standhaft und führte die Reisenden mit schützender Hand den einzig erkennbaren Weg entlang.
Langsam ließ der Wind nach und in der Ferne konnten sie den Himmel erkennen. Es klarte ein wenig auf und so hob sich auch die Stimmung der beiden. Der zweite Reiter schloss etwas auf, um ein paar Worte zu wechseln und den ersten anschließend zu überholen. Der Weg wurde nun auch etwas breiter und so ritten sie weiterhin den Weg entlang.
Nach einiger Zeit, die Bäume hatten sich gerade gelichtet und vor ihnen hatte sich eine ungeschützte freie Ebene aufgetan, hielt der erste Reiter an. Aufrecht sitzend spähten die Augen in die Ferne. Eine männliche Stimme war zu vernehmen vom Reiter, der neben dem ersten hielt.
"Könnt Ihr etwas erkennen?"
"Nein, nur etwas Rotwild scheint hier Nahrung gesucht zu haben", antwortet eine weibliche Stimme. Sie ließ die Zügel los und streifte die Kapuze vom Haupt. Das Gesicht der Elbe wirkte jung im Gegensatz zu dem ihres Begleiters. Sie deutete nach rechts und er folgte dem Blick. Ein Bach sprudelte am Waldrand nach Süden entlang, zog dann um einen kleinen Felsen herum und verschwand dann wieder im Wald.
Es war ruhig. Sie hatten es nun schon so weit geschafft, dass sie es kaum noch abwarten konnte. Sie spürte eine leichte Brise auf ihrer Haut. Der Wind wurde noch kühler als sonst, aber dies war wohl der offenen Ebene geschuldet. Die Nacht war nicht weit und so suchten sie einen sicheren Ort nahe dem erspähten Felsen.
"Wie weit schätzt Ihr ist es noch bis Imladris?", fragte sie.
"Einen Tagesritt werden wir noch benötigen."
Baradir warf einen Blick auf die junge Elbe. Ihr Vater musste großes Vertrauen in sie haben, wenn er sie so weit reisen ließ. Sie hatte einen starken Willen und er war überrascht gewesen, dass sie sich kaum beschwerte. Er war lange Reisen gewohnt, doch dies war ihre erste große Reise. Vielleicht fing er auch nur an, die jüngeren Elben zu unterschätzen oder aber sie ließ sich nichts anmerken.
"Ich übernehme die erste Wache", sprach er ruhig und ohne Widerworte legte sie sich hin und schlief schnell ein.
Er beobachtete sie eine kurze Zeit lang und musste an ihre Mutter Glandiel denken. Sie hatten das gleiche kastanienbraune Haar doch das Gesicht ähnelte eher dem ihres Vaters. Er wandte sich wieder ab und spähte in die Abenddämmerung. Bald würde es dunkel sein. Die Nacht verlief ruhig und nur der Ruf eines Wolfes drang von irgendwo aus der Ferne zu ihnen hinüber. Sobald sie Imladris erreichen würden, die Stadt, die von den anderen Völkern auch Bruchtal genannt wurde, würden sie ihre Vorräte aufstocken und weiter nach Westen ziehen. Davor noch aber wollten sie die Schönheiten der alten Heimat von Celebrían betrachten. Sie wusste zwar schon etwas über die Vergangenheit ihres Volkes, doch war dies auch eine Reise in deren Vergangenheit, um nicht nur Wissen aus staubigen Büchern zu beziehen. Dafür war sie und auch er selbst nicht geboren worden.
~
Als der Morgen graute, brannte das Feuer noch immer und er konnte erkennen, dass sie auf der Jagd gewesen war. Es missfiel ihm noch immer, dass sie für ihn sorgte, wenn er schlief. So grüßte er nur knapp und begab sich zum kleinen Bach in der Nähe, an dem er sich waschen konnte. Er spielte noch mit dem Gedanken, ihr das Fischen beizubringen, doch das eisige Wasser lenkte ihn schnell genug ab.
~
Amüsiert schaute sie durch die Zweige hindurch.
"Soso, er friert also doch…"
"Das werte Sidhril habe ich vernommen!"
Sie hatte vergessen, dass er die Ohren einer Fledermaus hatte. Sie machte sich also wieder daran, das Essen zuzubereiten. Da sie ihre Vorräte in Imladris wieder auffüllen würden, genügte etwas Wasser und der Schneehase war auch schon fast fertig gebraten.
~
"Seid Ihr soweit?"
"Ja!"
"Mae. Folgt mir!"
Baradir ritt mit seinem Pferd voran und sie folgte mit ihrem in kurzem Abstand.
Der Winter würde bald hereinbrechen und sie war froh, die schweren Pässe über das Nebelgebirge genommen zu haben. Wäre es nach ihr gegangen, hätten sie wohl den südlichen Weg genommen, doch etwas hatte ihn beunruhigt und sie war klug genug, dem älteren Elben zu vertrauen. Der Wind schien nachzulassen und es wurde ruhiger.
"Wollen wir rasten?", fragte er nach einigen Stunden Ritt.
"Die Vorfreude treibt mich geradezu an. Also lasst uns besser keine Zeit verlieren."
"Imladris wird auch morgen noch dort sein, also seid nicht so ungeduldig.", tadelte er sie, doch auch er fühlte ein wenig dessen, was sie Vorfreude nannte.
Sie rasteten nur kurz, um den Pferden etwas von ihrem letzten Proviant zu geben.
Nicht lange nach ihrem erneuten Aufbruch, etwa eine Stunde später, hielt sie plötzlich an.
"Was seht Ihr?"
"Dort vorne, seht!", sie zeigte in südwestlicher Richtung, "Sind das nicht die ersten Ausläufer des Tals welches hineinführt, wie ihr mir einst berichtet habt?"
Er folgte dem Blick... und in der Tat... der Weg wurde fester und die Felsen links und rechts der Straße steiler.
"Die Spuren deuten dort auch auf ein paar Reiter hin...", er zeigte nach links.
Als sie sich nach links wandte, überlegte er nur kurz, dann gab er dem Pferd die Sporen. Ungläubig starrte sie ihm nach. Die Verblüffung währte nur kurz und so folgte sie im schnellen Galopp.
Aus dem Galopp war nach kurzer Zeit ein schneller Trab geworden und die beiden Elben näherten sich ihrem Ziel, welches hinter den verschlungenen Wegen irgendwo unter ihnen liegen musste. Nach kurzer Zeit kamen ihnen zwei Reiter entgegen.
"Mae govannen Reisende! Wohin des Weges?"
"Mae govannen. Wir sind in der Tat Reisende und kommen aus Lothlórien. Wir sind auf dem Weg nach Lindon und suchen Einkehr in der Heimstatt Elronds, um unsere Vorräte aufzufüllen", antwortete Baradir.
Der Reiter nickte kurz. "Mae. Folgt uns bitte. Dann könnt ihr von eurer Reise berichten."
Der Pfad wollte kein Ende nehmen und es schien fast so, als würde er deswegen so lang sein, weil Baradir von der beschwerlichen Überquerung der Berge berichtete und nichts unerwähnt ließ. Sie hatten zwar nur wenige Begegnungen erlebt, doch gab es auch einige, die sie lieber vermieden hätten. Sie zog es vor zu schweigen, lauschte jedoch jedem Wort von Baradir und auch den beiden anderen Reitern.
~
Imladris lag vor ihnen und sie konnte kaum die gesamte Schönheit erfassen, die sie hier erblickte. Ganz anders als die Pfade im Norden, schien das Leben in den Wäldern, die jenen Ort umgab, den sie heute erreichten, vielfältiger zu sein, als sie sich erträumen konnte. Langsam spürte sie, wie einsam sie gewesen waren in den letzten Wochen. Sie war zwar gerne alleine aber es war auch etwas anderes, wenn ihr keine andere Wahl blieb. Baradir war zwar ein angenehmer Begleiter und das nicht nur, weil er ein weiser Mentor war, doch es war eintönig und so erfreute sie sich die nächsten Stunden daran, neue Gesichter zu sehen und Bekanntschaften zu schließen, wo es sich ergab.
Der Empfang war freundlich und alles andere als distanziert, wie sie erst befürchtet hatte. Die Pferde wurden gut versorgt und nachdem sie erfuhren, dass sie am nächsten Tag erwartet wurden, hatten sie bis zum Abend Zeit, sich in Ruhe umzusehen. Ihnen wurden zwei Gästezimmer zugewiesen und sie konnten sich für die Nacht zurechtmachen. Es waren sieben Monate vergangen nachdem sie aufgebrochen waren und es war die erste wirklich angenehme Rast. Die Nacht war kaum angebrochen, da schliefen zwei Neuankömmlinge aus Lothlórien friedlich in ihren Kissen und erholten sich im Schlaf von den Strapazen der langen Reise.
Scharf wehte der Wind über die schroffen Felsen, die Kälte fraß sich in die Kleider der beiden Reisenden und ihr Atem bildete kleine Wolken. Die Augenbrauen des ersten Reiters waren zusammengezogen, so dass sie fast eine Linie bildeten und trotz des erkennbaren Alters waren sie fein gezogen. Auf dem zweiten Pferd nestelten Finger am Mantel herum, um ihn fester zu ziehen und letztendlich wieder darunter zu verschwinden. Sie schienen zu frieren. Seit Stunden nun wehte dieser Wind gegen die Bäume, so als wollte er sie fällen, doch die Natur blieb standhaft und führte die Reisenden mit schützender Hand den einzig erkennbaren Weg entlang.
Langsam ließ der Wind nach und in der Ferne konnten sie den Himmel erkennen. Es klarte ein wenig auf und so hob sich auch die Stimmung der beiden. Der zweite Reiter schloss etwas auf, um ein paar Worte zu wechseln und den ersten anschließend zu überholen. Der Weg wurde nun auch etwas breiter und so ritten sie weiterhin den Weg entlang.
Nach einiger Zeit, die Bäume hatten sich gerade gelichtet und vor ihnen hatte sich eine ungeschützte freie Ebene aufgetan, hielt der erste Reiter an. Aufrecht sitzend spähten die Augen in die Ferne. Eine männliche Stimme war zu vernehmen vom Reiter, der neben dem ersten hielt.
"Könnt Ihr etwas erkennen?"
"Nein, nur etwas Rotwild scheint hier Nahrung gesucht zu haben", antwortet eine weibliche Stimme. Sie ließ die Zügel los und streifte die Kapuze vom Haupt. Das Gesicht der Elbe wirkte jung im Gegensatz zu dem ihres Begleiters. Sie deutete nach rechts und er folgte dem Blick. Ein Bach sprudelte am Waldrand nach Süden entlang, zog dann um einen kleinen Felsen herum und verschwand dann wieder im Wald.
Es war ruhig. Sie hatten es nun schon so weit geschafft, dass sie es kaum noch abwarten konnte. Sie spürte eine leichte Brise auf ihrer Haut. Der Wind wurde noch kühler als sonst, aber dies war wohl der offenen Ebene geschuldet. Die Nacht war nicht weit und so suchten sie einen sicheren Ort nahe dem erspähten Felsen.
"Wie weit schätzt Ihr ist es noch bis Imladris?", fragte sie.
"Einen Tagesritt werden wir noch benötigen."
Baradir warf einen Blick auf die junge Elbe. Ihr Vater musste großes Vertrauen in sie haben, wenn er sie so weit reisen ließ. Sie hatte einen starken Willen und er war überrascht gewesen, dass sie sich kaum beschwerte. Er war lange Reisen gewohnt, doch dies war ihre erste große Reise. Vielleicht fing er auch nur an, die jüngeren Elben zu unterschätzen oder aber sie ließ sich nichts anmerken.
"Ich übernehme die erste Wache", sprach er ruhig und ohne Widerworte legte sie sich hin und schlief schnell ein.
Er beobachtete sie eine kurze Zeit lang und musste an ihre Mutter Glandiel denken. Sie hatten das gleiche kastanienbraune Haar doch das Gesicht ähnelte eher dem ihres Vaters. Er wandte sich wieder ab und spähte in die Abenddämmerung. Bald würde es dunkel sein. Die Nacht verlief ruhig und nur der Ruf eines Wolfes drang von irgendwo aus der Ferne zu ihnen hinüber. Sobald sie Imladris erreichen würden, die Stadt, die von den anderen Völkern auch Bruchtal genannt wurde, würden sie ihre Vorräte aufstocken und weiter nach Westen ziehen. Davor noch aber wollten sie die Schönheiten der alten Heimat von Celebrían betrachten. Sie wusste zwar schon etwas über die Vergangenheit ihres Volkes, doch war dies auch eine Reise in deren Vergangenheit, um nicht nur Wissen aus staubigen Büchern zu beziehen. Dafür war sie und auch er selbst nicht geboren worden.
~
Als der Morgen graute, brannte das Feuer noch immer und er konnte erkennen, dass sie auf der Jagd gewesen war. Es missfiel ihm noch immer, dass sie für ihn sorgte, wenn er schlief. So grüßte er nur knapp und begab sich zum kleinen Bach in der Nähe, an dem er sich waschen konnte. Er spielte noch mit dem Gedanken, ihr das Fischen beizubringen, doch das eisige Wasser lenkte ihn schnell genug ab.
~
Amüsiert schaute sie durch die Zweige hindurch.
"Soso, er friert also doch…"
"Das werte Sidhril habe ich vernommen!"
Sie hatte vergessen, dass er die Ohren einer Fledermaus hatte. Sie machte sich also wieder daran, das Essen zuzubereiten. Da sie ihre Vorräte in Imladris wieder auffüllen würden, genügte etwas Wasser und der Schneehase war auch schon fast fertig gebraten.
~
"Seid Ihr soweit?"
"Ja!"
"Mae. Folgt mir!"
Baradir ritt mit seinem Pferd voran und sie folgte mit ihrem in kurzem Abstand.
Der Winter würde bald hereinbrechen und sie war froh, die schweren Pässe über das Nebelgebirge genommen zu haben. Wäre es nach ihr gegangen, hätten sie wohl den südlichen Weg genommen, doch etwas hatte ihn beunruhigt und sie war klug genug, dem älteren Elben zu vertrauen. Der Wind schien nachzulassen und es wurde ruhiger.
"Wollen wir rasten?", fragte er nach einigen Stunden Ritt.
"Die Vorfreude treibt mich geradezu an. Also lasst uns besser keine Zeit verlieren."
"Imladris wird auch morgen noch dort sein, also seid nicht so ungeduldig.", tadelte er sie, doch auch er fühlte ein wenig dessen, was sie Vorfreude nannte.
Sie rasteten nur kurz, um den Pferden etwas von ihrem letzten Proviant zu geben.
Nicht lange nach ihrem erneuten Aufbruch, etwa eine Stunde später, hielt sie plötzlich an.
"Was seht Ihr?"
"Dort vorne, seht!", sie zeigte in südwestlicher Richtung, "Sind das nicht die ersten Ausläufer des Tals welches hineinführt, wie ihr mir einst berichtet habt?"
Er folgte dem Blick... und in der Tat... der Weg wurde fester und die Felsen links und rechts der Straße steiler.
"Die Spuren deuten dort auch auf ein paar Reiter hin...", er zeigte nach links.
Als sie sich nach links wandte, überlegte er nur kurz, dann gab er dem Pferd die Sporen. Ungläubig starrte sie ihm nach. Die Verblüffung währte nur kurz und so folgte sie im schnellen Galopp.
Aus dem Galopp war nach kurzer Zeit ein schneller Trab geworden und die beiden Elben näherten sich ihrem Ziel, welches hinter den verschlungenen Wegen irgendwo unter ihnen liegen musste. Nach kurzer Zeit kamen ihnen zwei Reiter entgegen.
"Mae govannen Reisende! Wohin des Weges?"
"Mae govannen. Wir sind in der Tat Reisende und kommen aus Lothlórien. Wir sind auf dem Weg nach Lindon und suchen Einkehr in der Heimstatt Elronds, um unsere Vorräte aufzufüllen", antwortete Baradir.
Der Reiter nickte kurz. "Mae. Folgt uns bitte. Dann könnt ihr von eurer Reise berichten."
Der Pfad wollte kein Ende nehmen und es schien fast so, als würde er deswegen so lang sein, weil Baradir von der beschwerlichen Überquerung der Berge berichtete und nichts unerwähnt ließ. Sie hatten zwar nur wenige Begegnungen erlebt, doch gab es auch einige, die sie lieber vermieden hätten. Sie zog es vor zu schweigen, lauschte jedoch jedem Wort von Baradir und auch den beiden anderen Reitern.
~
Imladris lag vor ihnen und sie konnte kaum die gesamte Schönheit erfassen, die sie hier erblickte. Ganz anders als die Pfade im Norden, schien das Leben in den Wäldern, die jenen Ort umgab, den sie heute erreichten, vielfältiger zu sein, als sie sich erträumen konnte. Langsam spürte sie, wie einsam sie gewesen waren in den letzten Wochen. Sie war zwar gerne alleine aber es war auch etwas anderes, wenn ihr keine andere Wahl blieb. Baradir war zwar ein angenehmer Begleiter und das nicht nur, weil er ein weiser Mentor war, doch es war eintönig und so erfreute sie sich die nächsten Stunden daran, neue Gesichter zu sehen und Bekanntschaften zu schließen, wo es sich ergab.
Der Empfang war freundlich und alles andere als distanziert, wie sie erst befürchtet hatte. Die Pferde wurden gut versorgt und nachdem sie erfuhren, dass sie am nächsten Tag erwartet wurden, hatten sie bis zum Abend Zeit, sich in Ruhe umzusehen. Ihnen wurden zwei Gästezimmer zugewiesen und sie konnten sich für die Nacht zurechtmachen. Es waren sieben Monate vergangen nachdem sie aufgebrochen waren und es war die erste wirklich angenehme Rast. Die Nacht war kaum angebrochen, da schliefen zwei Neuankömmlinge aus Lothlórien friedlich in ihren Kissen und erholten sich im Schlaf von den Strapazen der langen Reise.
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Die Reise nach Lindon
Die Reise nach Lindon
Nach ihrem Aufbruch aus Imladris vor etwa drei Monaten waren sie besorgt gewesen, ob es die richtige Entscheidung war, weiter nach Westen zu reisen. Die Bedrohungen aus dem Norden und auch aus den Regionen im Süden und Osten waren äußerst präsent geworden. Ihr wurde klar, dass sie so bald nicht mehr ihre Heimat erreichen würde. Sie überstand einen Augenblick der Schwäche, als sie fast schon alleine losreisen wollte und es sich doch noch überlegte, an die weisen Worte denkend, dass die Zeit noch nicht reif für sie war, solch eine Gefahr zu meistern. Erstaunlich war nur die Ruhe gewesen, die Baradir ausstrahlte und sie fragte sich immer wieder, was er für Pläne für sie hatte.
Sie wusste, dass ihr Vater Ornthor gerade ihn gebeten hatte als seinen langjährigen Freund, sie zu begleiten, doch lag es in seiner Hand zu entscheiden, wie und wann er ihre Wege lenkte. Es gab auch nie einen Anlass, seine Entscheidungen anzuzweifeln. In Imladris hatte sie einen ersten Einblick haben dürfen, als sie erfahren hatte, wer Elrond war und was ihn mit der Geschichte ihrer eigenen Heimat verband. Auch wenn sie nicht gerne Bücher wälzte, die Bibliothek in Imladris war beeindruckend – beeindruckend genug, um einen ungefähren Eindruck über die Bedeutung der Geschichte der Elben zu gewinnen.
~
Das Breeland hatten sie mittlerweile im Norden durchquert und der Weg führte weiter nach Westen über eine Straße, bei der sie sich des Eindrucks nicht verwehren konnten, dass sie sich irgendwo bei der Wahl eines Weges haben verwirren lassen. Sie spürte auch, dass es ihm unangenehm war und so schwieg sie. Etwas schien ihn auch zu bedrücken und so fragte sie ihn eines Abends gerade heraus, was es war. So erfuhr sie von einer nicht all zu weit entfernten alten aber längst verfallenen Stadt namens Annúminas und von alten Freunden, die sich vor vielen Jahren dorthin aufmachten, um die Ruinen zu studieren, aber nie mehr zurückkehrten. Die einzige Person, die von ihrem Schicksal hätte berichten können, lebte nicht lange genug und starb an schwerer Krankheit, bevor er den Verbleib der Expedition erklären konnte.
~
Frostiger Wind spielte mit ihren Haaren, als sie die Berge hinabblickte.
"Ist dies der Weg nach Lindon?"
"Wenn wir den Pass hinter uns haben, müssen wir dem Weg dort zwischen den Bäumen folgen." Seine Hand streckte sich über ihre Schulter hinaus und die Finger deuteten an die Stelle, die er meinte, so dass sie dem Zeig folgen konnte. Sie erkannte den schmalen Weg, der weit unter ihnen lag. Sie hatten die Ered Luin erreicht.
Sie erfuhr bei der nächsten Rast ein wenig über die Zwerge von Belegost, die dort in der Vergangenheit gelebt hatten und was aus den Ruinen wurde. Interessiert folgte sie den Ausführungen Baradirs, wie er von Thorin Eichenschild und den nach ihn benannten Hallen erzählte. Sie hätte sicherlich noch viel länger zugehört, doch sie spürte die Müdigkeit in ihren Gelenken und so legte sie sich hin und war bald eingeschlafen.
Am nächsten Morgen war sie trotz der mehrstündigen Wache munter genug, um die Reise zu beschleunigen. Ihr war fast so, wie vor Monaten vor der Ankunft in Imladris. Baradir mahnte jedoch zur Ruhe und er sollte Recht behalten. Es vergingen noch zwei Wochen, bis sie ihr Ziel erreicht hatten.
Nach ihrem Aufbruch aus Imladris vor etwa drei Monaten waren sie besorgt gewesen, ob es die richtige Entscheidung war, weiter nach Westen zu reisen. Die Bedrohungen aus dem Norden und auch aus den Regionen im Süden und Osten waren äußerst präsent geworden. Ihr wurde klar, dass sie so bald nicht mehr ihre Heimat erreichen würde. Sie überstand einen Augenblick der Schwäche, als sie fast schon alleine losreisen wollte und es sich doch noch überlegte, an die weisen Worte denkend, dass die Zeit noch nicht reif für sie war, solch eine Gefahr zu meistern. Erstaunlich war nur die Ruhe gewesen, die Baradir ausstrahlte und sie fragte sich immer wieder, was er für Pläne für sie hatte.
Sie wusste, dass ihr Vater Ornthor gerade ihn gebeten hatte als seinen langjährigen Freund, sie zu begleiten, doch lag es in seiner Hand zu entscheiden, wie und wann er ihre Wege lenkte. Es gab auch nie einen Anlass, seine Entscheidungen anzuzweifeln. In Imladris hatte sie einen ersten Einblick haben dürfen, als sie erfahren hatte, wer Elrond war und was ihn mit der Geschichte ihrer eigenen Heimat verband. Auch wenn sie nicht gerne Bücher wälzte, die Bibliothek in Imladris war beeindruckend – beeindruckend genug, um einen ungefähren Eindruck über die Bedeutung der Geschichte der Elben zu gewinnen.
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Das Breeland hatten sie mittlerweile im Norden durchquert und der Weg führte weiter nach Westen über eine Straße, bei der sie sich des Eindrucks nicht verwehren konnten, dass sie sich irgendwo bei der Wahl eines Weges haben verwirren lassen. Sie spürte auch, dass es ihm unangenehm war und so schwieg sie. Etwas schien ihn auch zu bedrücken und so fragte sie ihn eines Abends gerade heraus, was es war. So erfuhr sie von einer nicht all zu weit entfernten alten aber längst verfallenen Stadt namens Annúminas und von alten Freunden, die sich vor vielen Jahren dorthin aufmachten, um die Ruinen zu studieren, aber nie mehr zurückkehrten. Die einzige Person, die von ihrem Schicksal hätte berichten können, lebte nicht lange genug und starb an schwerer Krankheit, bevor er den Verbleib der Expedition erklären konnte.
~
Frostiger Wind spielte mit ihren Haaren, als sie die Berge hinabblickte.
"Ist dies der Weg nach Lindon?"
"Wenn wir den Pass hinter uns haben, müssen wir dem Weg dort zwischen den Bäumen folgen." Seine Hand streckte sich über ihre Schulter hinaus und die Finger deuteten an die Stelle, die er meinte, so dass sie dem Zeig folgen konnte. Sie erkannte den schmalen Weg, der weit unter ihnen lag. Sie hatten die Ered Luin erreicht.
Sie erfuhr bei der nächsten Rast ein wenig über die Zwerge von Belegost, die dort in der Vergangenheit gelebt hatten und was aus den Ruinen wurde. Interessiert folgte sie den Ausführungen Baradirs, wie er von Thorin Eichenschild und den nach ihn benannten Hallen erzählte. Sie hätte sicherlich noch viel länger zugehört, doch sie spürte die Müdigkeit in ihren Gelenken und so legte sie sich hin und war bald eingeschlafen.
Am nächsten Morgen war sie trotz der mehrstündigen Wache munter genug, um die Reise zu beschleunigen. Ihr war fast so, wie vor Monaten vor der Ankunft in Imladris. Baradir mahnte jedoch zur Ruhe und er sollte Recht behalten. Es vergingen noch zwei Wochen, bis sie ihr Ziel erreicht hatten.
Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
Sidhril, Torendir, Mallthirion, Thrygrim Eisenschild
Adelgunde Rosenwind, Montegar Doldentau, u.v.m
Sidhril, Torendir, Mallthirion, Thrygrim Eisenschild
Adelgunde Rosenwind, Montegar Doldentau, u.v.m
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Mithlond - 6 Jahre vor der heutigen Zeit
Mithlond - 6 Jahre vor der heutigen Zeit
Endlich waren sie angekommen. Der Empfang war freundlich, wenn auch nicht so herzlich, wie sie ihn aus Imladris in Erinnerung hatte. Ob sie langsam Heimweh bekam? Dies war es aber nicht. Die Zeit hatte sich geändert, der Schatten wuchs und bedrohte die freien Völker. Natürlich musste sie auch an die Heimat denken, aber sie machte sich nicht all zu viel Sorgen um ihre Eltern. Es wirkte nur alles so befremdlich. Sie hatte einiges erfahren über die Kämpfe, die in der Vergangenheit ausgetragen wurden, doch diese waren in weite Ferne gerückt, uneinholbar für sie aus der Gegenwart. Die derzeitige Bedrohung war aber zum greifen Nahe und das machte ihr Sorgen. Vorbei war es mit der Unbeschwertheit. Sie war aber auch kein Kind mehr. Sie war eine junge Frau geworden, die gereift war an den Erfahrungen der Reise, die hinter ihr lag. Als sie auch noch erfuhr, wer hier einst verweilte – Galadriel und Celeborn - da verstand sie endgültig den Sinn ihrer Reise und im Herzen dankte sie Baradir für seine Weisheit.
~
Mit ihrem Einzug in Lindon veränderte sich auch ein wenig das Wesen beider Elben. Sie wurde selbstbewusster und war immer seltener an seiner Seite anzutreffen. Sie war nicht mehr nur auf ihn als Mentor angewiesen und doch lauschte sie oft seinen Geschichten. Sie legte auch ein wenig die Scheu vor Büchern ab, denn Lindon war kein unbedeutender Ort in Mittelerde. Er hingegen zeigte eine schwermütige Seite, die sie so nicht von ihm kannte. Erst hatte sie vermutet, dass er die Heimat vermisste, doch es waren seine alten Freunde, die wie er ihr einst erzählt hatte, nahe Annúminas als verschollen galten. Manchmal zog er aus, um Erkundigungen einzuholen und kehrte erst Wochen später zurück. Selten hatte er Neuigkeiten zu berichten und er schien seine Suche bald aufzugeben.
Sie selbst erkannte, dass ihr der Umgang mit dem Holz lag und sie ging bei einem Drechslermeister in die Lehre. Als eines ihrer Werke hatte sie sich einen Bogen erschaffen, der ihr eine Weile als Jagdwaffe dienen sollte. Immer wieder saß sie daran und verbesserte etwas an ihm und wenn das Holz nicht gut genug war, lernte sie das richtige Holz auszusuchen. So vergingen die Monate wie im Flug und sie dachte nur noch selten an ihre Heimat.
Bei der Jagd auf einen Leitwolf geschah es dann, dass der Bogen zerbrach und sie sich nur mit Hilfe eines Freundes aus der Misere befreien konnte. Sie bat darum unterrichtet zu werden und so trat sie in die Dienste eines erfahrenen Jägers, der ihr auch den Umgang mit Messern, Dolchen und Schwertern lehrte. Baradir sah seinen Schützling mit der Zeit zu einer wehrhaften Jägerin reifen und doch wusste er, dass es noch viele Jahre bedurfte, bis sie annähernd so geschickt mit den Waffen umgehen könnte, wie er selbst.
Neben den Übungen mit den Klingenwaffen legte sie großen Wert darauf, ihre Bogentechnik zu verfeinern. Sie hatte bald gelernt, mit dem Bogen nicht nur zu jagen, sondern mit einem geschulten Auge und mit ruhiger Hand auch Feinde aus größerer Entfernung auszuschalten. Zum Glück kam sie bis dahin nur selten in solch eine Situation, wo sie um ihr Leben fürchten musste. Sie bezeichnete sich als eine Freundin des Lebens. Solches zu nehmen widersprach ihr. Es war aber unwidersprochen, dass sie manchmal kämpfen musste, um etwas vor Gefahren zu bewahren. Sie dachte an die kommende Zeit und sie verstand bald, dass der Kampf wohl unausweichlich sein würde, sollte sie einmal in ihre Heimat zurückkehren.
Endlich waren sie angekommen. Der Empfang war freundlich, wenn auch nicht so herzlich, wie sie ihn aus Imladris in Erinnerung hatte. Ob sie langsam Heimweh bekam? Dies war es aber nicht. Die Zeit hatte sich geändert, der Schatten wuchs und bedrohte die freien Völker. Natürlich musste sie auch an die Heimat denken, aber sie machte sich nicht all zu viel Sorgen um ihre Eltern. Es wirkte nur alles so befremdlich. Sie hatte einiges erfahren über die Kämpfe, die in der Vergangenheit ausgetragen wurden, doch diese waren in weite Ferne gerückt, uneinholbar für sie aus der Gegenwart. Die derzeitige Bedrohung war aber zum greifen Nahe und das machte ihr Sorgen. Vorbei war es mit der Unbeschwertheit. Sie war aber auch kein Kind mehr. Sie war eine junge Frau geworden, die gereift war an den Erfahrungen der Reise, die hinter ihr lag. Als sie auch noch erfuhr, wer hier einst verweilte – Galadriel und Celeborn - da verstand sie endgültig den Sinn ihrer Reise und im Herzen dankte sie Baradir für seine Weisheit.
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Mit ihrem Einzug in Lindon veränderte sich auch ein wenig das Wesen beider Elben. Sie wurde selbstbewusster und war immer seltener an seiner Seite anzutreffen. Sie war nicht mehr nur auf ihn als Mentor angewiesen und doch lauschte sie oft seinen Geschichten. Sie legte auch ein wenig die Scheu vor Büchern ab, denn Lindon war kein unbedeutender Ort in Mittelerde. Er hingegen zeigte eine schwermütige Seite, die sie so nicht von ihm kannte. Erst hatte sie vermutet, dass er die Heimat vermisste, doch es waren seine alten Freunde, die wie er ihr einst erzählt hatte, nahe Annúminas als verschollen galten. Manchmal zog er aus, um Erkundigungen einzuholen und kehrte erst Wochen später zurück. Selten hatte er Neuigkeiten zu berichten und er schien seine Suche bald aufzugeben.
Sie selbst erkannte, dass ihr der Umgang mit dem Holz lag und sie ging bei einem Drechslermeister in die Lehre. Als eines ihrer Werke hatte sie sich einen Bogen erschaffen, der ihr eine Weile als Jagdwaffe dienen sollte. Immer wieder saß sie daran und verbesserte etwas an ihm und wenn das Holz nicht gut genug war, lernte sie das richtige Holz auszusuchen. So vergingen die Monate wie im Flug und sie dachte nur noch selten an ihre Heimat.
Bei der Jagd auf einen Leitwolf geschah es dann, dass der Bogen zerbrach und sie sich nur mit Hilfe eines Freundes aus der Misere befreien konnte. Sie bat darum unterrichtet zu werden und so trat sie in die Dienste eines erfahrenen Jägers, der ihr auch den Umgang mit Messern, Dolchen und Schwertern lehrte. Baradir sah seinen Schützling mit der Zeit zu einer wehrhaften Jägerin reifen und doch wusste er, dass es noch viele Jahre bedurfte, bis sie annähernd so geschickt mit den Waffen umgehen könnte, wie er selbst.
Neben den Übungen mit den Klingenwaffen legte sie großen Wert darauf, ihre Bogentechnik zu verfeinern. Sie hatte bald gelernt, mit dem Bogen nicht nur zu jagen, sondern mit einem geschulten Auge und mit ruhiger Hand auch Feinde aus größerer Entfernung auszuschalten. Zum Glück kam sie bis dahin nur selten in solch eine Situation, wo sie um ihr Leben fürchten musste. Sie bezeichnete sich als eine Freundin des Lebens. Solches zu nehmen widersprach ihr. Es war aber unwidersprochen, dass sie manchmal kämpfen musste, um etwas vor Gefahren zu bewahren. Sie dachte an die kommende Zeit und sie verstand bald, dass der Kampf wohl unausweichlich sein würde, sollte sie einmal in ihre Heimat zurückkehren.
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Adelgunde Rosenwind, Montegar Doldentau, u.v.m
Sidhril, Torendir, Mallthirion, Thrygrim Eisenschild
Adelgunde Rosenwind, Montegar Doldentau, u.v.m
- Sidhril
- Angehörige(r) des Hauses Celebriaen

- Beiträge: 1033
- Registriert: So 7. Mär 2010, 20:48
- Nachname: Ornthoriel
- Berufszweig: Waldhüter(in)
- Wissenstufe: 42
- Sippe: Celebriaen Elanesse
Aufbruch aus Mithlond – 1 Jahr zuvor
Aufbruch aus Mithlond – 1 Jahr zuvor
Fünf Jahre verbrachte sie in Mithlond und lernte immer mehr Freunde kennen und handwerkliches Geschick dazu, zumal es an Aufgaben nicht mangelte an den Häfen im Westen. Falls es die Zeit erlaubte, lernte sie auch noch mehr über die Reitkunst dazu und als sie eines Tages einen jungen Fuchs zureiten sollte, bekam sie eine Lektion, die sie so schnell nicht vergessen sollte. Kaum hatte sie sich auf ihn raufgewagt, lag sie auch schon unter Gelächter der anderen im Staub. Aber anstatt aufzugeben, versuchte sie es erneut und nach etlichen Versuchen und einigen Behandlungen beim örtlichen Heiler, hatte sie einen Namen für ihn und ein neues Reittier. Sie taufte ihn Alagos wegen seiner stürmischen Art, die ein bisschen wie ein Gegensatz zu ihr war... eine gute Wahl wie sie fand.
Es kam der Tag, an dem sie alleine nach Norden den Lhûn entlang ritt. Die Unbeschwertheit war zurückgekehrt und sie wollte einfach nur die Luft genießen und eine ruhige Stelle finden, an der sie baden konnte. Nach einer Weile kam sie zu einer Lichtung, entledigte sich ihrer Kleidung und begab sich ins Wasser. Als sie genug gebadet hatte, steig sie ans Ufer und legte sich ins Gras. Der Wind fühlte sich warm an, denn es war später Frühling. Sie schloss ihre Augen.
Etwas hatte sich links von ihr bewegt. Sie versuchte zu erkennen was es war. Vielleicht war es ein Wolf und so wollte sie sicher gehen, dass sie schnell genug reagieren konnte. Doch es war nichts, nur ein Schatten von einem der Bäume. Nur seltsam, dass er sich bewegte und stets am Rand ihres Sichtfeldes war, so als wolle er einen Streich mit ihr spielen. Sie konnte ihn nicht erfassen und so bewegte sie sich zur Seite, um ihn besser erkennen zu können. Es sah so aus, als wenn nun jemand hinter einem Busch verschwand und sie war verärgert, dass sie wohl nicht mehr alleine war. Sie erhob sich und folgte dem vermeintlichen Beobachter.
"Baradir?" Keine Antwort. "Wer ist dort?" Stille.
Sie suchte nach Spuren, doch sie fand keine... nicht mal ihre eigenen. Verwirrt schaute sie sich um. Es war fast Nacht und sie erschrak. Der Himmel war klar gewesen und so sollte sie zumindest Sterne am Firmament erblicken. Ernüchtert stellte sie fest, dass nicht mal dort ein Licht zu erkennen war. Es war fast so, als hätte jemand einen dunklen Vorhang um sie gezogen. Ihr wurde schwindelig, sie kippte nach hinten und sie landete mit dem Kopf gegen etwas Weiches.
Sie spürte erneut etwas gegen ihren Kopf stoßen und vorsichtig öffnete sie ihre Augen. Ein gefräßiges Monster schien sich über sie zu beugen und sie drehte sich flink zur Seite weg. Dann blieb sie liegen und fing plötzlich an zu lachen als sie erkannte, welch gar grausiges Monster Alagos war, wenn man ihm direkt in die Nüstern blickte. Sie hatte offenbar geträumt, denn es war noch immer heller Tag. Schnell zog sie sich wieder an und verschwand alsbald von der Lichtung ohne zu bemerken, dass die Zweige in den Büschen links von ihr abgebrochen waren, als wenn dort jemand hindurch gegangen wäre und als sie zurück war, hatte sie den Traum auch schon wieder vergessen.
Der Abend war angebrochen. Sie saß gerade bei Freunden und sie erzählten sich Geschichten, als Baradir zu ihr trat. Sie erkannte gleich, dass etwas nicht zu stimmen schien und ihre Befürchtung bewahrheitete sich, als sie den Grund für seine ernste Miene erfuhr. Er hatte oft davon gesprochen, dass er sich eins Tages auf eine längere Reise begeben würde, um die Ungewissheit über den Verbleib seiner alten Gefährten zu vertreiben. Nun war es soweit. Er teilte ihr mit, dass er sich nun zu den Abendrotbergen aufmachen würde, den Bergen um Annúminas. Alleine wollte er nicht gehen und als sie schon Hoffnung verspürte, dass er sie mitnehmen würde, verabschiedete er sich von ihr, ohne zu ahnen, was er damit bewirkte.
Es verging keine Woche, als sie sich von ihren Freunden aus Mithlond verabschiedete.
Ihre Reise gen Osten hatte begonnen.
Fünf Jahre verbrachte sie in Mithlond und lernte immer mehr Freunde kennen und handwerkliches Geschick dazu, zumal es an Aufgaben nicht mangelte an den Häfen im Westen. Falls es die Zeit erlaubte, lernte sie auch noch mehr über die Reitkunst dazu und als sie eines Tages einen jungen Fuchs zureiten sollte, bekam sie eine Lektion, die sie so schnell nicht vergessen sollte. Kaum hatte sie sich auf ihn raufgewagt, lag sie auch schon unter Gelächter der anderen im Staub. Aber anstatt aufzugeben, versuchte sie es erneut und nach etlichen Versuchen und einigen Behandlungen beim örtlichen Heiler, hatte sie einen Namen für ihn und ein neues Reittier. Sie taufte ihn Alagos wegen seiner stürmischen Art, die ein bisschen wie ein Gegensatz zu ihr war... eine gute Wahl wie sie fand.
Es kam der Tag, an dem sie alleine nach Norden den Lhûn entlang ritt. Die Unbeschwertheit war zurückgekehrt und sie wollte einfach nur die Luft genießen und eine ruhige Stelle finden, an der sie baden konnte. Nach einer Weile kam sie zu einer Lichtung, entledigte sich ihrer Kleidung und begab sich ins Wasser. Als sie genug gebadet hatte, steig sie ans Ufer und legte sich ins Gras. Der Wind fühlte sich warm an, denn es war später Frühling. Sie schloss ihre Augen.
Etwas hatte sich links von ihr bewegt. Sie versuchte zu erkennen was es war. Vielleicht war es ein Wolf und so wollte sie sicher gehen, dass sie schnell genug reagieren konnte. Doch es war nichts, nur ein Schatten von einem der Bäume. Nur seltsam, dass er sich bewegte und stets am Rand ihres Sichtfeldes war, so als wolle er einen Streich mit ihr spielen. Sie konnte ihn nicht erfassen und so bewegte sie sich zur Seite, um ihn besser erkennen zu können. Es sah so aus, als wenn nun jemand hinter einem Busch verschwand und sie war verärgert, dass sie wohl nicht mehr alleine war. Sie erhob sich und folgte dem vermeintlichen Beobachter.
"Baradir?" Keine Antwort. "Wer ist dort?" Stille.
Sie suchte nach Spuren, doch sie fand keine... nicht mal ihre eigenen. Verwirrt schaute sie sich um. Es war fast Nacht und sie erschrak. Der Himmel war klar gewesen und so sollte sie zumindest Sterne am Firmament erblicken. Ernüchtert stellte sie fest, dass nicht mal dort ein Licht zu erkennen war. Es war fast so, als hätte jemand einen dunklen Vorhang um sie gezogen. Ihr wurde schwindelig, sie kippte nach hinten und sie landete mit dem Kopf gegen etwas Weiches.
Sie spürte erneut etwas gegen ihren Kopf stoßen und vorsichtig öffnete sie ihre Augen. Ein gefräßiges Monster schien sich über sie zu beugen und sie drehte sich flink zur Seite weg. Dann blieb sie liegen und fing plötzlich an zu lachen als sie erkannte, welch gar grausiges Monster Alagos war, wenn man ihm direkt in die Nüstern blickte. Sie hatte offenbar geträumt, denn es war noch immer heller Tag. Schnell zog sie sich wieder an und verschwand alsbald von der Lichtung ohne zu bemerken, dass die Zweige in den Büschen links von ihr abgebrochen waren, als wenn dort jemand hindurch gegangen wäre und als sie zurück war, hatte sie den Traum auch schon wieder vergessen.
Der Abend war angebrochen. Sie saß gerade bei Freunden und sie erzählten sich Geschichten, als Baradir zu ihr trat. Sie erkannte gleich, dass etwas nicht zu stimmen schien und ihre Befürchtung bewahrheitete sich, als sie den Grund für seine ernste Miene erfuhr. Er hatte oft davon gesprochen, dass er sich eins Tages auf eine längere Reise begeben würde, um die Ungewissheit über den Verbleib seiner alten Gefährten zu vertreiben. Nun war es soweit. Er teilte ihr mit, dass er sich nun zu den Abendrotbergen aufmachen würde, den Bergen um Annúminas. Alleine wollte er nicht gehen und als sie schon Hoffnung verspürte, dass er sie mitnehmen würde, verabschiedete er sich von ihr, ohne zu ahnen, was er damit bewirkte.
Es verging keine Woche, als sie sich von ihren Freunden aus Mithlond verabschiedete.
Ihre Reise gen Osten hatte begonnen.
Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
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Eine dringend erwartete Botschaft
Eine dringend erwartete Botschaft – drei Monate zuvor
In der Feste der Eglaín war es ruhig. Aus einem abgelegenen Winkel beobachtete sie die Menschen, wie sie ihrem Handwerk nachgingen oder Handel mit Abenteurern trieben. Tage vergingen und sie hatte immer noch keine Nachricht erhalten. Sie wartete auf einen Boten aus dem Norden. Es wurde zugesagt, dass er einen sicheren Weg nehmen würde, doch sie traute dem Frieden nicht. Ihr blieb aber keine andere Wahl. Die Eglaín waren hier auf sich alleine gestellt und hatten sicherlich nicht die Zeit, irgendwelche Nachrichten weiterzuleiten.
Die Zeit des Wartens verbrachte sie damit, das wenige verbliebene Wild zu jagen, was die Orks und Warge nicht schon getötet hatten. Sie konnte die Vorräte gut gebrauchen, denn der Weg nach Osten war sicherlich beschwerlich und weit. Es hatte sich zu viel verändert in den letzten Jahren, dass sie sich kaum noch daran erinnern konnte wie es war, als sie ihn das letzte mal gereist war. Es war aber eine andere Zeit gewesen, als die Gefahr aus dem Norden und Osten noch nicht so greifbar nahe über das Land hereingebrochen war. So saß sie da und sinnierte über vergangene Zeiten, schaute ins eigens angerichtete Feuer und bemerkte so nicht, dass sie angesprochen wurde.
"Ich grüße Euch die Ihr vom Volke der Erstgeborenen seid. Ihr wartet auf eine Nachricht aus den Nordlanden?"
Als er keine Antwort erhielt, setzte er sich ohne weitere Worte und musterte die Elbe. Sie wirkte nachdenklich und ihm fiel auf, dass ihre Linke über den Boden fuhr, sanft als würde sie etwas streicheln. Die Muster, die ihre schmalen Finger gezogen hatten, wurden immer wieder erneut gezeichnet. Ihre Augen waren auf das Feuer gerichtet und spiegelten es darin. Er versuchte zu erkennen, welche Augenfarbe sie hatte, doch war dies durch das Feuer unmöglich. So entspannte er sich und wartete, bis sie bereit war, ihn zu empfangen.
Eine Bewegung auf der anderen Seite des Feuers weckte ihre Aufmerksamkeit. Sie erinnerte sich an gesprochene Worte des Menschen und so sprach sie ihn an.
"Mae govannen. Ihr seid der Bote, auf den ich gewartet habe?"
Ein Nicken war die Antwort.
"Verzeiht wenn ich Euch nicht sofort bemerkt habe, doch Erinnerungen an vergangene Zeiten lassen mir keine Ruhe."
Nach einem kurzen Austausch von weiteren Förmlichkeiten nahm sie das Schriftstück entgegen und entlohnte den Boten mit ein paar Silbermünzen. Als er sich entfernt hatte, brach sie das Siegel und begann die Botschaft zu lesen.
Der Ruf eines Wolfs oder eines Wargs lies sie aufmerksam den Geräuschen horchen, doch es war wohl nur ein einsames Wesen, was irgendwo herumstreunte. Nach ihrem Aufbruch aus Mithlond hatte sie nichts mehr von ihrem alten Gefährten gehört und dies war das erste Lebenszeichen seit vielen Monaten. Die Botschaft brachte auch ein Gefühl der Erleichterung. Er war zwar in den Nordlanden unterwegs aber der Grund für die Erleichterung war, dass er sich dazu entschlossen hatte, wieder zurück in die Heimat zu reisen - genau wie sie. Er wollte sie in Imladris – und nur in Imladris treffen. Ansonsten erwarte er eine Nachricht von ihr. Kurz überlegte sie ob der Bedeutung dieser Worte, doch wird er schon seinen Grund haben.
Sie malte sich aus, Baradir erneut anzutreffen und gemeinsam mit ihm zu reisen. Sie hatte einiges von ihm gelernt und auch der Aufenthalt all die Jahre in Lindon hatte ihr vieles über ihr Volk und ihre Vergangenheit gelehrt. Sie hatte damals, als sie das erste mal in Elronds Haus trat, nicht geahnt, dass sie damit auch einen Teil ihrer eigenen Vergangenheit besucht hatte. Nun aber reiste sie auf den Wegen ihrer Vorfahren und stellte sich vor, eine von ihnen gewesen zu sein, wie sie damals Lindon verließen, um sich in ihrer Heimat Lothlórien niederzulassen, dabei die Trollhöhen durchquerten und in Imladris rasteten. Ein wenig enttäuscht war sie jedoch von der Entscheidung Baradirs, sie nicht mit zum Nenuial-See mitzunehmen und das nicht nur wegen seiner alten Gefährten.
Ihr Blick fiel auf einige Reisende. Sie sahen aus, als wären sie Abenteurer. Sie saßen um ein Lagerfeuer herum und tauschten Geschichten aus. Ihr Blick ging unwillkürlich weiter nach Nordosten, ein Gebiet was sie bisher gemieden hatte. Die Sümpfe waren nicht gerade einladend gewesen und die Geschichten bestätigten ihren Eindruck. Es hielt sie nichts mehr hier. Am nächsten Tag würde sie aufbrechen.
In der Feste der Eglaín war es ruhig. Aus einem abgelegenen Winkel beobachtete sie die Menschen, wie sie ihrem Handwerk nachgingen oder Handel mit Abenteurern trieben. Tage vergingen und sie hatte immer noch keine Nachricht erhalten. Sie wartete auf einen Boten aus dem Norden. Es wurde zugesagt, dass er einen sicheren Weg nehmen würde, doch sie traute dem Frieden nicht. Ihr blieb aber keine andere Wahl. Die Eglaín waren hier auf sich alleine gestellt und hatten sicherlich nicht die Zeit, irgendwelche Nachrichten weiterzuleiten.
Die Zeit des Wartens verbrachte sie damit, das wenige verbliebene Wild zu jagen, was die Orks und Warge nicht schon getötet hatten. Sie konnte die Vorräte gut gebrauchen, denn der Weg nach Osten war sicherlich beschwerlich und weit. Es hatte sich zu viel verändert in den letzten Jahren, dass sie sich kaum noch daran erinnern konnte wie es war, als sie ihn das letzte mal gereist war. Es war aber eine andere Zeit gewesen, als die Gefahr aus dem Norden und Osten noch nicht so greifbar nahe über das Land hereingebrochen war. So saß sie da und sinnierte über vergangene Zeiten, schaute ins eigens angerichtete Feuer und bemerkte so nicht, dass sie angesprochen wurde.
"Ich grüße Euch die Ihr vom Volke der Erstgeborenen seid. Ihr wartet auf eine Nachricht aus den Nordlanden?"
Als er keine Antwort erhielt, setzte er sich ohne weitere Worte und musterte die Elbe. Sie wirkte nachdenklich und ihm fiel auf, dass ihre Linke über den Boden fuhr, sanft als würde sie etwas streicheln. Die Muster, die ihre schmalen Finger gezogen hatten, wurden immer wieder erneut gezeichnet. Ihre Augen waren auf das Feuer gerichtet und spiegelten es darin. Er versuchte zu erkennen, welche Augenfarbe sie hatte, doch war dies durch das Feuer unmöglich. So entspannte er sich und wartete, bis sie bereit war, ihn zu empfangen.
Eine Bewegung auf der anderen Seite des Feuers weckte ihre Aufmerksamkeit. Sie erinnerte sich an gesprochene Worte des Menschen und so sprach sie ihn an.
"Mae govannen. Ihr seid der Bote, auf den ich gewartet habe?"
Ein Nicken war die Antwort.
"Verzeiht wenn ich Euch nicht sofort bemerkt habe, doch Erinnerungen an vergangene Zeiten lassen mir keine Ruhe."
Nach einem kurzen Austausch von weiteren Förmlichkeiten nahm sie das Schriftstück entgegen und entlohnte den Boten mit ein paar Silbermünzen. Als er sich entfernt hatte, brach sie das Siegel und begann die Botschaft zu lesen.
Der Ruf eines Wolfs oder eines Wargs lies sie aufmerksam den Geräuschen horchen, doch es war wohl nur ein einsames Wesen, was irgendwo herumstreunte. Nach ihrem Aufbruch aus Mithlond hatte sie nichts mehr von ihrem alten Gefährten gehört und dies war das erste Lebenszeichen seit vielen Monaten. Die Botschaft brachte auch ein Gefühl der Erleichterung. Er war zwar in den Nordlanden unterwegs aber der Grund für die Erleichterung war, dass er sich dazu entschlossen hatte, wieder zurück in die Heimat zu reisen - genau wie sie. Er wollte sie in Imladris – und nur in Imladris treffen. Ansonsten erwarte er eine Nachricht von ihr. Kurz überlegte sie ob der Bedeutung dieser Worte, doch wird er schon seinen Grund haben.
Sie malte sich aus, Baradir erneut anzutreffen und gemeinsam mit ihm zu reisen. Sie hatte einiges von ihm gelernt und auch der Aufenthalt all die Jahre in Lindon hatte ihr vieles über ihr Volk und ihre Vergangenheit gelehrt. Sie hatte damals, als sie das erste mal in Elronds Haus trat, nicht geahnt, dass sie damit auch einen Teil ihrer eigenen Vergangenheit besucht hatte. Nun aber reiste sie auf den Wegen ihrer Vorfahren und stellte sich vor, eine von ihnen gewesen zu sein, wie sie damals Lindon verließen, um sich in ihrer Heimat Lothlórien niederzulassen, dabei die Trollhöhen durchquerten und in Imladris rasteten. Ein wenig enttäuscht war sie jedoch von der Entscheidung Baradirs, sie nicht mit zum Nenuial-See mitzunehmen und das nicht nur wegen seiner alten Gefährten.
Ihr Blick fiel auf einige Reisende. Sie sahen aus, als wären sie Abenteurer. Sie saßen um ein Lagerfeuer herum und tauschten Geschichten aus. Ihr Blick ging unwillkürlich weiter nach Nordosten, ein Gebiet was sie bisher gemieden hatte. Die Sümpfe waren nicht gerade einladend gewesen und die Geschichten bestätigten ihren Eindruck. Es hielt sie nichts mehr hier. Am nächsten Tag würde sie aufbrechen.
Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
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Das Elbenheer Thela Estel
Das Elbenheer Thela Estel
Sie schnürte ihr Bündel und machte es dann am Sattel ihres Pferdes fest. Der Fuchs war ein erstaunlich kräftiges Pferd und sie dachte an die Zeit zurück, als er sich noch geweigert hatte, sich von ihr reiten zu lassen. Heute waren sie Freunde, soweit sie das Band als Freundschaft beurteilen konnte, was zwischen Elb und Pferd bestand. Sie wechselte noch ein paar letzte Worte mit den Wachen, um sich anschließend einen Weg zur ostwärts führenden Straße zu suchen. Regen setzte ein.
Einige Stunden ritt sie im Regen gen Osten und doch stimmte etwas nicht. Der Weg war zwar aufgeweicht, doch die Spuren waren dennoch zu erkennen. Entweder waren es viele reisende Händler, was sie in Anbetracht der Lage in den Trollhöhen nicht glauben konnte, oder aber...
"Mae govannen, Reisende", erklang es hinter ihr.
Sie fuhr herum, doch erkannte sie die drei Elben schnell genug als solche.
"Mae govannen", sprach sie leicht erschrocken. "Ich habe euch nicht kommen hören..."
"Habt keine Angst...", erklang die gleiche Stimme von eben wieder.
"Der Regen lässt so manch Geräusch verstummen", sprach der zweite lächelnd.
Nach einem kurzen Gespräch, bei denen sie die Namen Gilrandur, Ranathalion, und Ciridon erfuhr und dass sie Kundschafter der Thela Estel seien, schloss sie sich den dreien an, um den unsicheren Weg nach Thorenhad, welches auf halbem Weg nach Imladris lag, nicht alleine reisen zu müssen. Bei der Unterhaltung erfuhr sie auch den Grund der Spuren auf den Wegen. Die Thela Estel war ein Elbenheer, welches sich Richtung Imladris bewegte. Ihr wurde damit aber auch klar, dass die Wege bei weitem nicht mehr so sicher wie auf ihrer ersten Reise waren.
In Thorenhad angekommen, war sie beeindruckt von der Stärke des Heeres, welches hier rastete. Überall brannten kleine Feuer, wie als würden sie dem Regen trotzen wollen, der einfach nicht aufhören wollte. Die drei Kundschafter erstatteten Bericht bei jemandem, der wohl das Heer anführte. Der Tîrn, der sich als Lugaidh vorstellte, lud sie ein, mit ihnen zu rasten und sie willigte gerne ein. Die Wärme eines nahes Feuers lud sie regelrecht zum ausruhen ein und auch ihre Kleider konnten etwas Wärme vertragen. Mit etwas Speis und Trank versorgt, versuchte sie sich einen Überblick zu verschaffen über die Geschehnisse im Lager und dem Grund ihres Daseins. Es kam auch nach einiger Zeit auch etwas Unruhe auf, als einige Kundschafter einen Mann herbei führten und dann außerhalb ihrer Sicht zu verhören schienen. Doch dies hatte sie nicht zu interessieren... vorerst nicht.
~
Es wurde zum Aufbruch gerufen und sie bat, mitgehen zu dürfen. Sie willigten ein und so folgte sie ihnen die Gegend zu erkunden. Es war ungewohnt für sie, sich nun mitten in einem eher kriegerischen Vorhaben wieder zu finden – denn auch Kundschafter trugen bekanntlich dazu bei, ob ein Kampf erfolgreich verlief oder nicht. Dass es aber so bald zu einem Kampf mit einem der mächtigen Steintrolle kommen würde, die den Höhen ihren Namen gaben, hätte sie nicht erwartet. Auf einer Lichtung, die von versteinerten Trollen bewohnt war, wurden sie von einem gar lebendigen Troll fast überrascht. Zum ersten Mal nach langer Zeit hatte sie zu kämpfen und sie dankte jeder Stunde des Unterrichts.
Als die Nacht hereinbrach, rasteten sie in Echad Candelleth südlich von Thorenhad. Der Abend war ereignisreich verlaufen und sie hatte sich nicht unnütz gefühlt, auch wenn sie nur die Augen aufgehalten hatte und dabei half, einen Troll zur Strecke zu bringen. Sie musste an ihr ursprüngliches Vorhaben denken und sie sprach mit den anderen Elben darüber. Sie erfuhr, dass sie bald aufbrechen würden. Beruhigt schlief sie ein.
Sie schnürte ihr Bündel und machte es dann am Sattel ihres Pferdes fest. Der Fuchs war ein erstaunlich kräftiges Pferd und sie dachte an die Zeit zurück, als er sich noch geweigert hatte, sich von ihr reiten zu lassen. Heute waren sie Freunde, soweit sie das Band als Freundschaft beurteilen konnte, was zwischen Elb und Pferd bestand. Sie wechselte noch ein paar letzte Worte mit den Wachen, um sich anschließend einen Weg zur ostwärts führenden Straße zu suchen. Regen setzte ein.
Einige Stunden ritt sie im Regen gen Osten und doch stimmte etwas nicht. Der Weg war zwar aufgeweicht, doch die Spuren waren dennoch zu erkennen. Entweder waren es viele reisende Händler, was sie in Anbetracht der Lage in den Trollhöhen nicht glauben konnte, oder aber...
"Mae govannen, Reisende", erklang es hinter ihr.
Sie fuhr herum, doch erkannte sie die drei Elben schnell genug als solche.
"Mae govannen", sprach sie leicht erschrocken. "Ich habe euch nicht kommen hören..."
"Habt keine Angst...", erklang die gleiche Stimme von eben wieder.
"Der Regen lässt so manch Geräusch verstummen", sprach der zweite lächelnd.
Nach einem kurzen Gespräch, bei denen sie die Namen Gilrandur, Ranathalion, und Ciridon erfuhr und dass sie Kundschafter der Thela Estel seien, schloss sie sich den dreien an, um den unsicheren Weg nach Thorenhad, welches auf halbem Weg nach Imladris lag, nicht alleine reisen zu müssen. Bei der Unterhaltung erfuhr sie auch den Grund der Spuren auf den Wegen. Die Thela Estel war ein Elbenheer, welches sich Richtung Imladris bewegte. Ihr wurde damit aber auch klar, dass die Wege bei weitem nicht mehr so sicher wie auf ihrer ersten Reise waren.
In Thorenhad angekommen, war sie beeindruckt von der Stärke des Heeres, welches hier rastete. Überall brannten kleine Feuer, wie als würden sie dem Regen trotzen wollen, der einfach nicht aufhören wollte. Die drei Kundschafter erstatteten Bericht bei jemandem, der wohl das Heer anführte. Der Tîrn, der sich als Lugaidh vorstellte, lud sie ein, mit ihnen zu rasten und sie willigte gerne ein. Die Wärme eines nahes Feuers lud sie regelrecht zum ausruhen ein und auch ihre Kleider konnten etwas Wärme vertragen. Mit etwas Speis und Trank versorgt, versuchte sie sich einen Überblick zu verschaffen über die Geschehnisse im Lager und dem Grund ihres Daseins. Es kam auch nach einiger Zeit auch etwas Unruhe auf, als einige Kundschafter einen Mann herbei führten und dann außerhalb ihrer Sicht zu verhören schienen. Doch dies hatte sie nicht zu interessieren... vorerst nicht.
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Es wurde zum Aufbruch gerufen und sie bat, mitgehen zu dürfen. Sie willigten ein und so folgte sie ihnen die Gegend zu erkunden. Es war ungewohnt für sie, sich nun mitten in einem eher kriegerischen Vorhaben wieder zu finden – denn auch Kundschafter trugen bekanntlich dazu bei, ob ein Kampf erfolgreich verlief oder nicht. Dass es aber so bald zu einem Kampf mit einem der mächtigen Steintrolle kommen würde, die den Höhen ihren Namen gaben, hätte sie nicht erwartet. Auf einer Lichtung, die von versteinerten Trollen bewohnt war, wurden sie von einem gar lebendigen Troll fast überrascht. Zum ersten Mal nach langer Zeit hatte sie zu kämpfen und sie dankte jeder Stunde des Unterrichts.
Als die Nacht hereinbrach, rasteten sie in Echad Candelleth südlich von Thorenhad. Der Abend war ereignisreich verlaufen und sie hatte sich nicht unnütz gefühlt, auch wenn sie nur die Augen aufgehalten hatte und dabei half, einen Troll zur Strecke zu bringen. Sie musste an ihr ursprüngliches Vorhaben denken und sie sprach mit den anderen Elben darüber. Sie erfuhr, dass sie bald aufbrechen würden. Beruhigt schlief sie ein.
Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
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Die Hallen des Feuers
Die Hallen des Feuers
Am nächsten Morgen weckte sie das leichte Scheppern von Geschirr. Sie war es nicht gewohnt, nicht als erste zu erwachen und so ärgerte sie sich ein wenig. Als sie sich umsah, waren in der Tat schon einige wach. Nachdem sie ihre Gedanken sortiert und ihren Bogen überprüft hatte, verabschiedete sie sich von den anderen, um auf die Jagd zu gehen. Die Wildnis war feindlicher, als sie jemals gedacht hatte. Ob es an den Wölfen oder Bären lag, wusste sie nicht genau einzuschätzen, doch nahe des Bruinen gab es zahlreiche Sumpfbewohner, die mit ihren tentakelähnlichen Armen eine tödliche Gefahr darstellten. Somit war die Idee, im Fluss zu fischen, vorerst verworfen. Je weiter sie der Bruinen-Furt kam, desto stärker wurde ein Gestank, der ihr den Ekel ins Gesicht schrieb und auch bei Alagos konnte sie spüren, wie unruhig er wurde. Der Boden schien zu leben und dann sah sie es. Im Dreck wälzten sich madenähnliche Wesen, die den Zustand des Bodens auf traurigste Art und Weise darstellten. Ihr Herz schien zu weinen, so sehr schmerzte es, diesen leblos wirkenden Boden so zu sehen.
Bald hatte sie die Straße erreicht und so legte sie sich nahe der Furt in den Schatten eines Baumes und wartete auf die anderen, bis diese eintreffen würden.
Wie durch einen Schleier hindurch konnte sie die Schemen ausmachen, welche sie umgaben. Dunkle Schatten huschten umher und ein Flüstern wie Stimmen hinter einer Wand waren zu vernehmen... undeutlich aber deutlich genug, um als solche wahrgenommen zu werden. Es klang wie eine Beschwörung, dieser Gesang... sie wollte den Schleier entfernen, aber ihr versagten die Arme und sie sah ihre Hände nicht und sie hatte irgendwie auch kein Gefühl in den Beinen. Erde rann durch ihre Finger doch war diese leblos. Sie bekam es mit der Angst zu tun und als sie krampfhaft versuchte, mit den Fingern etwas zu greifen, da spürte sie auch etwas und die drückte fest zu, bis es zu platzen schien und eine schleimige Flüssigkeit zu verspüren war. Angeekelt wollte sie schreien, doch...
...dann wurde sie wach. Sie ahnte schon, was geschehen war und sie wagte kaum, hinzusehen, doch es war nicht zu vermeiden. Alagos schaute sie komisch an, als sie einen Fluch aussprach. Der Schleim des zerquetschten Kriechers klebte widerlich zwischen den Fingern und so ging sie zur Furt und wusch sich sauber. Alagos scharrte mit den Hufen und dann wusste sie auch warum. Sowohl aus dem Süden als auch aus dem Westen konnte sie einige Bewegungen ausmachen und dann waren sie auch schon da. Die Thela Estel hatte sich erneut versammelt und sie schloss sich ihnen wieder an, um mit ihnen gemeinsam weiter durch das Hochmoor gen Imladris zu ziehen.
"Maethyr! Wir stehen nun an den Furten des Bruinen. Ab hier fließt die Macht Meister Elronds durch die Natur. Die Nachricht hat uns erreicht, dass eine große Streitkraft des Feindes gegen Imladris marschiert."... Streitmacht des Feinde... gen Imladris... die Worte Lugaidhs trafen sie wie ein Schlag. Den Rest nahm sie nicht mehr wirklich wahr. Eine feindliche Streitmacht also war der Grund. Sie war alles andere als begeistert und doch verstand sie nun auch die letzten Worte aus der Nachricht Baradirs. Er hatte ihr geraten, ihn nur in Imladris zu empfangen oder eine Nachricht zu hinterlassen. Als die Abmarschbefehle erklangen, zogen sie los ohne weitere Zwischenfälle. Als sie Imladris erreichten, war der Eindruck der gleich, wie bei ihrer ersten Ankunft fünf Jahre zuvor. Wären da nicht die Worte Lugaidhs gewesen...
~
Die Last der Worte fiel langsam von ihr ab, als sie die letzten Brücken überquert hatten. Die Menge verteilte sich etwas und einige begannen, sich um die Pferde zu kümmern. Sie wusste wo die Ställe waren und so überließ sie Alagos den Stallburschen. Schwermütig blickte sie hinauf den Weg, den sie gekommen waren. Sie hoffte, dass Baradir schnell genug wäre, das Hochmoor zu durchqueren. Eine freundliche Stimme forderte sie auf, mit ihnen in der Halle des Feuers zu verweilen. Sie willigte ein und so folgte sie den anderen in diese Hallen und ließ sich dort auf eine der Marmorstufen nieder.
Einige der Elben wurden untereinander vorgestellt, so dass sie annehmen musste, dass sie wohl nicht die einzige war, die mit dem Heer mitgereist war. Es wurde getrunken, gelacht und gesungen. Die Klänge einer Laute ertönten und sie lauschte der Musik. Sie konnte die Statuen betrachten und sie war wieder überwältigt von der Schönheit, so wie sie diese vor fünf Jahren schon erleben durfte. Als dann Lugaidh zu ihr trat, konnten sie ein paar Worte wechseln und zu ihrer Überraschung nahm er eine Laute zur Hand und begann ein Lied anzustimmen, welches den Tod ihres Königs Gil-Galad besang.
~
Der Abend klang langsam aus und die ersten verabschiedeten sich. Sie musste an das Lied denken und die Bedeutung der schwermütigen Worte. Die Zeit hatte plötzlich keine Bedeutung mehr. Es wirkte alles so nahe, nicht nur die gegenwärtige Gefahr sondern auch die schon tausende von Jahren zurückliegenden Kriege. Sie wollte unbedingt mehr erfahren und so kam es ihr gelegen, dass das Heer weiter ziehen wollte und sie ihrem Gefährten versprochen hatte, auf ihn zu warten oder ihm eine Nachricht zu hinterlassen. Die Entscheidung in der Bibliothek zu verweilen war daher schnell gefallen und so trennten sich ihre Wege. Das Heer zog nach Norden und sie verblieb in Imladris für die Zeit, die sie zu warten bereit war.
Am nächsten Morgen weckte sie das leichte Scheppern von Geschirr. Sie war es nicht gewohnt, nicht als erste zu erwachen und so ärgerte sie sich ein wenig. Als sie sich umsah, waren in der Tat schon einige wach. Nachdem sie ihre Gedanken sortiert und ihren Bogen überprüft hatte, verabschiedete sie sich von den anderen, um auf die Jagd zu gehen. Die Wildnis war feindlicher, als sie jemals gedacht hatte. Ob es an den Wölfen oder Bären lag, wusste sie nicht genau einzuschätzen, doch nahe des Bruinen gab es zahlreiche Sumpfbewohner, die mit ihren tentakelähnlichen Armen eine tödliche Gefahr darstellten. Somit war die Idee, im Fluss zu fischen, vorerst verworfen. Je weiter sie der Bruinen-Furt kam, desto stärker wurde ein Gestank, der ihr den Ekel ins Gesicht schrieb und auch bei Alagos konnte sie spüren, wie unruhig er wurde. Der Boden schien zu leben und dann sah sie es. Im Dreck wälzten sich madenähnliche Wesen, die den Zustand des Bodens auf traurigste Art und Weise darstellten. Ihr Herz schien zu weinen, so sehr schmerzte es, diesen leblos wirkenden Boden so zu sehen.
Bald hatte sie die Straße erreicht und so legte sie sich nahe der Furt in den Schatten eines Baumes und wartete auf die anderen, bis diese eintreffen würden.
Wie durch einen Schleier hindurch konnte sie die Schemen ausmachen, welche sie umgaben. Dunkle Schatten huschten umher und ein Flüstern wie Stimmen hinter einer Wand waren zu vernehmen... undeutlich aber deutlich genug, um als solche wahrgenommen zu werden. Es klang wie eine Beschwörung, dieser Gesang... sie wollte den Schleier entfernen, aber ihr versagten die Arme und sie sah ihre Hände nicht und sie hatte irgendwie auch kein Gefühl in den Beinen. Erde rann durch ihre Finger doch war diese leblos. Sie bekam es mit der Angst zu tun und als sie krampfhaft versuchte, mit den Fingern etwas zu greifen, da spürte sie auch etwas und die drückte fest zu, bis es zu platzen schien und eine schleimige Flüssigkeit zu verspüren war. Angeekelt wollte sie schreien, doch...
...dann wurde sie wach. Sie ahnte schon, was geschehen war und sie wagte kaum, hinzusehen, doch es war nicht zu vermeiden. Alagos schaute sie komisch an, als sie einen Fluch aussprach. Der Schleim des zerquetschten Kriechers klebte widerlich zwischen den Fingern und so ging sie zur Furt und wusch sich sauber. Alagos scharrte mit den Hufen und dann wusste sie auch warum. Sowohl aus dem Süden als auch aus dem Westen konnte sie einige Bewegungen ausmachen und dann waren sie auch schon da. Die Thela Estel hatte sich erneut versammelt und sie schloss sich ihnen wieder an, um mit ihnen gemeinsam weiter durch das Hochmoor gen Imladris zu ziehen.
"Maethyr! Wir stehen nun an den Furten des Bruinen. Ab hier fließt die Macht Meister Elronds durch die Natur. Die Nachricht hat uns erreicht, dass eine große Streitkraft des Feindes gegen Imladris marschiert."... Streitmacht des Feinde... gen Imladris... die Worte Lugaidhs trafen sie wie ein Schlag. Den Rest nahm sie nicht mehr wirklich wahr. Eine feindliche Streitmacht also war der Grund. Sie war alles andere als begeistert und doch verstand sie nun auch die letzten Worte aus der Nachricht Baradirs. Er hatte ihr geraten, ihn nur in Imladris zu empfangen oder eine Nachricht zu hinterlassen. Als die Abmarschbefehle erklangen, zogen sie los ohne weitere Zwischenfälle. Als sie Imladris erreichten, war der Eindruck der gleich, wie bei ihrer ersten Ankunft fünf Jahre zuvor. Wären da nicht die Worte Lugaidhs gewesen...
~
Die Last der Worte fiel langsam von ihr ab, als sie die letzten Brücken überquert hatten. Die Menge verteilte sich etwas und einige begannen, sich um die Pferde zu kümmern. Sie wusste wo die Ställe waren und so überließ sie Alagos den Stallburschen. Schwermütig blickte sie hinauf den Weg, den sie gekommen waren. Sie hoffte, dass Baradir schnell genug wäre, das Hochmoor zu durchqueren. Eine freundliche Stimme forderte sie auf, mit ihnen in der Halle des Feuers zu verweilen. Sie willigte ein und so folgte sie den anderen in diese Hallen und ließ sich dort auf eine der Marmorstufen nieder.
Einige der Elben wurden untereinander vorgestellt, so dass sie annehmen musste, dass sie wohl nicht die einzige war, die mit dem Heer mitgereist war. Es wurde getrunken, gelacht und gesungen. Die Klänge einer Laute ertönten und sie lauschte der Musik. Sie konnte die Statuen betrachten und sie war wieder überwältigt von der Schönheit, so wie sie diese vor fünf Jahren schon erleben durfte. Als dann Lugaidh zu ihr trat, konnten sie ein paar Worte wechseln und zu ihrer Überraschung nahm er eine Laute zur Hand und begann ein Lied anzustimmen, welches den Tod ihres Königs Gil-Galad besang.
~
Der Abend klang langsam aus und die ersten verabschiedeten sich. Sie musste an das Lied denken und die Bedeutung der schwermütigen Worte. Die Zeit hatte plötzlich keine Bedeutung mehr. Es wirkte alles so nahe, nicht nur die gegenwärtige Gefahr sondern auch die schon tausende von Jahren zurückliegenden Kriege. Sie wollte unbedingt mehr erfahren und so kam es ihr gelegen, dass das Heer weiter ziehen wollte und sie ihrem Gefährten versprochen hatte, auf ihn zu warten oder ihm eine Nachricht zu hinterlassen. Die Entscheidung in der Bibliothek zu verweilen war daher schnell gefallen und so trennten sich ihre Wege. Das Heer zog nach Norden und sie verblieb in Imladris für die Zeit, die sie zu warten bereit war.
Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
Sidhril, Torendir, Mallthirion, Thrygrim Eisenschild
Adelgunde Rosenwind, Montegar Doldentau, u.v.m
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Ein folgerichtiger Entschluss
Ein folgerichtiger Entschluss
Die Tage vergingen, ohne dass sie Nachricht von Baradir erhielt. Es füllte ihr Gemüt mit Sorge, sollte ihm etwas zugestoßen sein. Sie verwarf den Gedanken daran, nicht mehr in die Heimat zu können, denn zu abwegig war dieser. Der Wind hatte ein wenig Wärme ins Tal getragen und so begab sie sich zum Fluss und schaute in das Spiel des Lichts, welches sich auf der Wasseroberfläche spiegelte.
Nachdenklich wirkte sie vielleicht auf den einen oder anderen, doch sie suchte die innere Ruhe, die sie trotz der Aufregung der letzten Tage bis zum Abend verspürt hatte. Immer wieder kamen ihr die Bilder in den Sinn, die sie schon die Nacht über gesehen hatte, als sie versuchte, Schlaf zu finden. Sie konnte das Gesicht eines Elben sehen, der entschlossen seine Befehle erteilte und sie hörte das Erklingen von Waffen und Hörnern. Pferde preschten vorbei und eine fremdartige Sprache, die dunkle Sprache der Orks, war zu vernehmen. Dann sah sie ein Lagerfeuer, um die sich einige durchnässte Personen geschart hatten. Der Mann, den sie einen Angmarin nannten, er wurde wieder ins Lager geführt in Thorenhad. Eine Stimme sprach zu ihr und als sie sich umwandte, sah sie Ranathalion an einem Feuer sitzen. Eine Elbe gab ihr etwas Wärmendes zu trinken und dann sprach die Stimme wieder diese Worte, die sie so beunruhigt hatte – "Die Nachricht hat uns erreicht, dass eine große Streitkraft des Feindes gegen Imladris marschiert"
Lugaidh... er hatte ihr ohne es zu wollen, die Welt aus den Fugen gerissen. Sie war sich kaum noch im Klaren darüber, wie sie vorher gelebt hatte. War sie blind gewesen und hatte die Zeichen nicht erkannt? War sie so naiv zu glauben, dass irgendwer irgendwo das alles schon richten wird und sie könnte weiter behütet ihr Leben so leben, wie sie es bisher gelebt hatte? Sie strafte sich mit Schelte für dieses sorglose, ja gedankenlose Leben. Sie würde so gerne mit jemandem reden den sie kannte, doch hier kannte sie niemanden so gut, dass sie sich ihm anvertrauen konnte.
Wirklich Niemanden?
Sie sah sich wieder in ihren Reihen stehen, wie sie den Worten des Tîrn an der Bruinenfurt lauschten. Die Worte nahm sie nun nicht mehr so bedrohlich wahr, da sie diese Worte nicht als einzige vernahm. Es beruhigte sie zu wissen, dass sie nicht alleine war. Sie waren noch fort aber sie wusste, dass sie zurückkehren würden. Allmählich kehrte ihre Ruhe wieder und sie schaute nach Norden, dort wo der Pfad in die Berge mündete.
Bald, wenn sie zurückgekehrt waren, würde sie ihn aufsuchen.
~
Es vergingen einige Wochen, als sich ein Tross aus Reitern aus dem Norden ins Tal wälzte. Müde und erschöpft wirkten die Gesichter derer, die ihre Pferde in den Ställen unterbrachten. Sie konnte jedoch eine gewisse Zufriedenheit bemerken, die sie dem erfolgreichen Abschluss ihrer Mission zusprach. Ihre Gedanken schweiften ab zu ihrer Zeit in Mithlond, als die Jäger zurückgekehrt waren von ihren Ausflügen. Manchmal war sie selbst eine von ihnen gewesen und ein Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen, als sie an die wärmenden Feuer denken musste. Doch dies war nun keine Jagd mehr auf Wild, um Nahrungsvorräte aufzufüllen. Dieser Kampf diente der Verteidigung ihrer Freiheit. Sie hielt es für klug, wenn sie diesen Kampf nicht alleine bestritt.
Bald schon würde sie ihn aufsuchen... bald, wenn ihr Kampf am Bruinen beendet sein würde.
Die Tage vergingen, ohne dass sie Nachricht von Baradir erhielt. Es füllte ihr Gemüt mit Sorge, sollte ihm etwas zugestoßen sein. Sie verwarf den Gedanken daran, nicht mehr in die Heimat zu können, denn zu abwegig war dieser. Der Wind hatte ein wenig Wärme ins Tal getragen und so begab sie sich zum Fluss und schaute in das Spiel des Lichts, welches sich auf der Wasseroberfläche spiegelte.
Nachdenklich wirkte sie vielleicht auf den einen oder anderen, doch sie suchte die innere Ruhe, die sie trotz der Aufregung der letzten Tage bis zum Abend verspürt hatte. Immer wieder kamen ihr die Bilder in den Sinn, die sie schon die Nacht über gesehen hatte, als sie versuchte, Schlaf zu finden. Sie konnte das Gesicht eines Elben sehen, der entschlossen seine Befehle erteilte und sie hörte das Erklingen von Waffen und Hörnern. Pferde preschten vorbei und eine fremdartige Sprache, die dunkle Sprache der Orks, war zu vernehmen. Dann sah sie ein Lagerfeuer, um die sich einige durchnässte Personen geschart hatten. Der Mann, den sie einen Angmarin nannten, er wurde wieder ins Lager geführt in Thorenhad. Eine Stimme sprach zu ihr und als sie sich umwandte, sah sie Ranathalion an einem Feuer sitzen. Eine Elbe gab ihr etwas Wärmendes zu trinken und dann sprach die Stimme wieder diese Worte, die sie so beunruhigt hatte – "Die Nachricht hat uns erreicht, dass eine große Streitkraft des Feindes gegen Imladris marschiert"
Lugaidh... er hatte ihr ohne es zu wollen, die Welt aus den Fugen gerissen. Sie war sich kaum noch im Klaren darüber, wie sie vorher gelebt hatte. War sie blind gewesen und hatte die Zeichen nicht erkannt? War sie so naiv zu glauben, dass irgendwer irgendwo das alles schon richten wird und sie könnte weiter behütet ihr Leben so leben, wie sie es bisher gelebt hatte? Sie strafte sich mit Schelte für dieses sorglose, ja gedankenlose Leben. Sie würde so gerne mit jemandem reden den sie kannte, doch hier kannte sie niemanden so gut, dass sie sich ihm anvertrauen konnte.
Wirklich Niemanden?
Sie sah sich wieder in ihren Reihen stehen, wie sie den Worten des Tîrn an der Bruinenfurt lauschten. Die Worte nahm sie nun nicht mehr so bedrohlich wahr, da sie diese Worte nicht als einzige vernahm. Es beruhigte sie zu wissen, dass sie nicht alleine war. Sie waren noch fort aber sie wusste, dass sie zurückkehren würden. Allmählich kehrte ihre Ruhe wieder und sie schaute nach Norden, dort wo der Pfad in die Berge mündete.
Bald, wenn sie zurückgekehrt waren, würde sie ihn aufsuchen.
~
Es vergingen einige Wochen, als sich ein Tross aus Reitern aus dem Norden ins Tal wälzte. Müde und erschöpft wirkten die Gesichter derer, die ihre Pferde in den Ställen unterbrachten. Sie konnte jedoch eine gewisse Zufriedenheit bemerken, die sie dem erfolgreichen Abschluss ihrer Mission zusprach. Ihre Gedanken schweiften ab zu ihrer Zeit in Mithlond, als die Jäger zurückgekehrt waren von ihren Ausflügen. Manchmal war sie selbst eine von ihnen gewesen und ein Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen, als sie an die wärmenden Feuer denken musste. Doch dies war nun keine Jagd mehr auf Wild, um Nahrungsvorräte aufzufüllen. Dieser Kampf diente der Verteidigung ihrer Freiheit. Sie hielt es für klug, wenn sie diesen Kampf nicht alleine bestritt.
Bald schon würde sie ihn aufsuchen... bald, wenn ihr Kampf am Bruinen beendet sein würde.
Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
Sidhril, Torendir, Mallthirion, Thrygrim Eisenschild
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Ein Weg in die Heimat?
Ein Weg in die Heimat?
Am Ende ihrer Unterredung auf der Veranda offenbarte Lugaidh ihr, dass sie Imladris bald wieder verlassen würden und er lud sie ein, sie zu begleiten. Ihr Ziel sollte ihre Heimat, die Ered Luin sein. Auch wenn sie selbst nicht den Drang verspürte, diese kühle Gegend sobald wieder zu sehen, so nahm sie die Einladung an. Vorher hatte sie aber noch etwas zu erledigen.
Als sie in die Hallen des Feuers trat, kannte sie die meisten der Gesichter nicht, doch sie waren es. Bereitwillig nahm sie die Ausrüstung entgegen und als es hieß, dass sie abmarschieren würden, reihte sie sich ein wie jeder andere.
~
Tage später in Duíllont fiel sie in eines der bereit gestellten Betten für die Gäste der Zuflucht. Der Schlaf stellte sich jedoch noch nicht sofort ein und so lag sie eine Weile wach und dachte über das nach, was sie am nächsten Tag vorhatte. Sie malte sich aus, was passieren würde, wenn Baradir ihren Brief fand. Würde er zu ihr reisen oder eher ihrem Vater Bericht erstatten? Die goldenen Wälder, ja sie waren weit und doch konnte sie fast das rauschen der Blätter hören, wenn der Wind mit ihnen spielte. Langsam glitt sie in einen friedlichen Schlaf über.
~
Der nächste Morgen begrüßte sie mit einem nur leicht bewölkten Himmel. Das Licht der Sonne spiegelte sich in dutzende Farben im Wasserfall wieder und der Wind trug etwas wärmere Luft herbei. Sie ließ sich Zeit sich zurecht zu machen und so vergingen ein paar Stunden in denen sie sich um Alagos und auch um ihr leibliches Wohl kümmerte, bevor sie sich auf dem Weg zu den Hallen der Celebriaen Elanesse machte.
Am Ende ihrer Unterredung auf der Veranda offenbarte Lugaidh ihr, dass sie Imladris bald wieder verlassen würden und er lud sie ein, sie zu begleiten. Ihr Ziel sollte ihre Heimat, die Ered Luin sein. Auch wenn sie selbst nicht den Drang verspürte, diese kühle Gegend sobald wieder zu sehen, so nahm sie die Einladung an. Vorher hatte sie aber noch etwas zu erledigen.
Sie las die Zeilen mehrmals, faltete dann den Brief und steckte ihn in einen Umschlag. Schritte näherten sich und entfernten sich in eine andere Richtung wieder, was ihr in Erinnerung rief, dass sie sich bald treffen würden. Sie wandte sich an der Tür noch einmal um und betrachtete das schlichte Zimmer. So bald würde sie es sicher nicht wieder sehen, doch traurig war sie darüber nicht. Langsam öffnete sie die Tür und trat hinaus.Baradir, treuer Gefährte
Lange Zeit verweilte ich in Imladris,
doch Ihr kamt nicht.
Ich hoffe sehr, dass Ihr vom
feindlichen Heer verschont bliebt.
Neue Freunde habe ich gefunden,
sie nennen sich Celebriaen Elanesse.
Ihr wisst sicher selbst am besten,
was dies bedeutet.
Bald schon werde ich mit ihrem Heer,
welches Imladris gegen den Feind
verteidigte, zurück in die Ered Luin begleiten.
Solltet Ihr mich nicht mehr antreffen, so wisset,
dass ich in guten Händen bin.
Ich hoffe, Euch bald wieder sehen zu können.
Sidhril, Tochter des Ornthor
Als sie in die Hallen des Feuers trat, kannte sie die meisten der Gesichter nicht, doch sie waren es. Bereitwillig nahm sie die Ausrüstung entgegen und als es hieß, dass sie abmarschieren würden, reihte sie sich ein wie jeder andere.
~
Tage später in Duíllont fiel sie in eines der bereit gestellten Betten für die Gäste der Zuflucht. Der Schlaf stellte sich jedoch noch nicht sofort ein und so lag sie eine Weile wach und dachte über das nach, was sie am nächsten Tag vorhatte. Sie malte sich aus, was passieren würde, wenn Baradir ihren Brief fand. Würde er zu ihr reisen oder eher ihrem Vater Bericht erstatten? Die goldenen Wälder, ja sie waren weit und doch konnte sie fast das rauschen der Blätter hören, wenn der Wind mit ihnen spielte. Langsam glitt sie in einen friedlichen Schlaf über.
~
Der nächste Morgen begrüßte sie mit einem nur leicht bewölkten Himmel. Das Licht der Sonne spiegelte sich in dutzende Farben im Wasserfall wieder und der Wind trug etwas wärmere Luft herbei. Sie ließ sich Zeit sich zurecht zu machen und so vergingen ein paar Stunden in denen sie sich um Alagos und auch um ihr leibliches Wohl kümmerte, bevor sie sich auf dem Weg zu den Hallen der Celebriaen Elanesse machte.
Eine kleine ABC-Musiksammlung - aktualisiert am 17.05.2011
Sidhril, Torendir, Mallthirion, Thrygrim Eisenschild
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