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 Betreff des Beitrags: Skalde, stolz & streitbar - Probezeit -
BeitragVerfasst: Di 11. Feb 2014, 18:44 
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Angehörige(r) des Hauses Celebriaen
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Der Elb aus Edhellond schaute in das Fragen aufwerfende Gesicht seines Gegenübers. "Ihr seid sicher", meinte der Torwächter der Zuflucht leicht spöttelnd, "das euer Name tatsächlich Ansilvund, der Schiffbauer ist?"
Den Mund zu einem Schmunzeln verzogen neigte der Angesprochene sein Haupt etwas, bevor er weltmännisch mit der rechten Hand wedelnd antwortete: "Natürlich nicht DER Schiffbauer. Das habe ich nicht behauptet. Würde ich mich - allein dem Namen nach - auf selbige Stufe stellen, wie sie Círdan gebührt, ich wäre ein Narr. Sodenn, ich bin ein Barde. Und Schiffbauer, wie gesagt."

In Ansilvunds Augen schien diese Antwort den Wächter einigermaßen zufrieden zu stellen. Nichtsdestotrotz besaß dieser jedoch noch mehr Neugier in sich. Und diese wollte heraus: "Und ihr ersucht darum, unserer Gemeinschaft beim Kampf gegen das Dunkel dieser Welt beizustehen, entnehme ich euren Worten eingangs. Das, so seid gewiss, erfreut mich. Anhand eurer Aufmachung nehme ich an, dass Ihr bereits in dieser Welt herum gekommen seid und daher auch das nötige Geschick mitbringt. Dem ist doch so?"

Ansilvund strich unbewusst über seine leichte Rüstung, als der Wächter ihn ob seiner Aufmachung angesprochen hatte. Nun lächelte er den Unbekannten freudig an. "Gewiss, dem ist so. Aus Edhellond stammend habe ich die Ered Luin bereist, dereinst Bree besucht und mich lange Jahre unter den Pferdeherren aufgehalten und dort ein Leben unter ihnen geführt, dessen sich kein Zweiter meiner Sippe rühmen kann."
Ganz Effekthascherei, welche seinem Stand als Barde geziemte, hatte Ansilvund beide Hände an den Kragen seiner grünen Rüstung gelegt und seine Brust vor Stolz etwas schwellen lassen. Sein feixender Blick indes musste dem Wächter gegenüber verraten, dass sich der Waldelb vor ihm seiner menschelnden Überzeichnung durchaus bewusst war.

Allein der Wächter zeigte nicht, dass er es verstand. Trocken erwiderte er: "Sofern es erstrebenswert erscheint, unter den Pferdeherren - oder Menschen allgemein - zu leben. Nun denn, es erklärt nicht eure Aufmachung."
Ansilvund besah - stellvertretend für die gesamte Rüstung - etwas skeptisch die fein verzierten Armschienen und Handschuhe. Dann blickte er dem Wächter mit all dem Stolz, den er besaß, entgegen und erwiderte: "Wie Ihr die Insignien tragt und huldigt, derer Ihr Euch im Laufe Eures Daseins durch Eure Taten verdient habt, so trage ich dieses Gewand erhobenen Hauptes, welches mir Théoden, König der Mark, verliehen hat. Mein Stolz ist dem Euren nicht fremd, also urteilt nicht darüber, was ihr selber nicht als würdig erachtet habt."

Ansilvund nestelte eine lederne Tasche aus seinem Rucksack hervor und überreicht sie dem Wächter. "Empfehlungen des Königs sowie meines Herren in Edhellond. Gebt Sie dem Euren, und er möge darüber entscheiden, ob ich würdig bin, in eurem Kreise, an Eurer Seite, zu kämpfen."


OOC:
Salü! Dies soll mein Einstand zu einer Bewerbung in eurer Sippe werden, an dessenen Ende, also jetzt, ich auch ein paar Worte über mich verlieren möchte.

Mein Name ist Christian, gerne auch Christy. Ich bin 34 Jahre alt, lebe und arbeite in Niedersachsen, stamme jedoch ursprünglich aus dem Dreieck Halle/Saale-Leipzig-Gera. Beruflich wandele ich seit nunmehr dreizehn Jahren auf flugsicherungstechnischen Pfaden, zuerst als Vermessungstechniker im Außendienst, seit drei Jahren nunmehr als PPC.

Mein rollenspieltechnischer Hintergrund umfasst eine Dekade des schriftlichen Forenrollenspiels in einer Star-Trek-Gemeinschaft sowie ein knapp einjähriges Engagement in einem Herr-der-Ringe-Forenrollenspiel. Meine Hochzeit in Sachen schriftlichem Rollenspiel ist jedoch schon einige Jahre vorbei, wodurch ich mich selbst als sehr eingerostet betrachten würde.

Zum MMORPG kann ich sagen, dass ich so ziemlich alle größeren Beispiele dieses Genres zumindest einmal "anprobiert" habe. Einige habe ich relativ lange gespielt, andere kommen immer wieder mal in den Genuss meiner Teilnahme. Bei HdRO ist Letzteres der Fall. Für mich selbst wünsche ich mir jedoch eine geregelte Teilnahme am Spiel selbst, über einen längeren Zeitraum als sonst.
Einst war ich mit einem Charakter, den es schon lange nicht mehr gibt, Mitglied einer Sippe namens Sonnenwind. Aber das war zur Anfangszeit von HdRO, und genauso lang liegt auch meine letzte ingame-Erfahrung zum Rollenspiel zurück. Da ich keinerlei Ahnung habe, wie dies bei euch gestaltet wird, bin ich gespannt, mir dies mal anzuschauen und natürlich auch mitzuwirken.

Im Spiel selber spiele ich -wie man vielleicht schon heraus lesen konnte, so man denn wollte - einen Barden, speziell einen Skalden, welcher sich gerade im Bereich der Stufen 28-30 aufhält. Ich finde die Idee hinter einem Kriegslieder schmetternden Elben insoweit gelungen, dass es mir ein Schmunzeln aufs Gesicht zauberte, als ich erstmals von dem Konzept hörte. Natürlich spielt es sich anders, als es der erste Gedanke ausklamüsert hat, aber dennoch kommt mir die Art und Weise entgegen.

Dies war es erstmal alles an Informationen.

Beste Grüße,
Christy

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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Mi 12. Feb 2014, 20:07 
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((Vielen Dank für deine Bewerbung *zwinkert* Wir werden intern darüber beraten und sicher noch das ein und andere Gespräch mit dir führen. Ich lass jetzt aber die "Meute" sich daher erst einmal auf dich stürzen... *lacht*))

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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Mi 12. Feb 2014, 22:51 
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Um den schönen sonnigen Tag zu genießen und dem Gesang der Vögel zu lauschen, hatte Elinneth ihr Gemach verlassen. Nun strebte sie dem Tor zu, ihr stand der Sinn nach einem Spaziergang. Tief atmete sie die frische, kühle Luft ein, bemüht, den Kopf wieder freizubekommen von den Studien, denen sie in letzter Zeit vielleicht allzu intensiv nachging.

Plötzlich ertönte ein lautes, riefes Krächzen. Ihr weißer Rabe, der sich draußen herumtrieb und vermutlich nach etwas suchte, was er anstellen konnte, hatte die Elbin gesehen. Sofort kam er eilends angeflattert, um sie zu begrüßen.
Ein Lächeln umspielte Elinneths Lippen und sie streckte den linken Arm aus, damit sich der große Vogel darauf niederlassen konnte."Elo, meldir bethren nimp nîn! Man agoreg ned erein, nin u-egenneg? Tegig hiniath enni?" (Ah, mein gefiederter weißer Freund! Was hast du getan in den Tagen, die du mich nicht gesehen hast? Bringst du mir Neuigkeiten?)

Sie lachte leise, als der Rabe mit dem Schnabel vorsichtig an ihrer Halskette herumzupfte. Natürlich, glänzende Dinge!
In diesem Moment wurde sie des Fremden am Tor gewahr und hielt inne. Erst auf den zweiten Blick erkannte sie, dass es sich dabei um einen Elben handelte und betrachtete erstaunt seine menschliche Aufmachung.
Sie warf dem Torwächter einen fragenden Blick zu, sah dessen zweifelnde Miene und wandte sich dann mit kühler Höflichkeit an den Fremden. "Mae govannen, randir! I eneth nîn Elinneth. (mein Name ist Elinneth). Verzeiht die Frage, aber weshalb reist Ihr in Verkleidung? Wurdet Ihr vom Feinde verfolgt? Wen dem so ist, vermute ich, dass Euch die Suche nach einem sicheren Quartier für die Nacht an diese Pforten führte?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2014, 01:42 
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Einige Distanz vom Tor entfernt übten sich zwei Elben im Waffenkampf.
Die Gefilde des Hauses Celebriaen waren reichlich mit grünen Rasen und Gärten versehen, und oft sah man Gardisten und andere Mitglieder des Hauses darin wandeln.

Der eine Elb war in helle Gewandung gekleidet, sein silbernes Haar war zusammengeflochten und zwei Dolche blitzten in seinen Händen auf.
Der andere trug eine schimmernde, dunkle Rüstung; seine Augen waren grau wie das schäumende Meer des Westens und ein grosses Schwert führte er mit beiden Händen.
"Fair, fair! - Rasch, rasch!" Rief er dem anderen entgegen, während er zu einem gewaltigen Streich ausholte. "Hinn nin, Amnen! - Meine Augen! Schau immer in meine Augen, Amnen!"
Der Elb mit dem hellen Gewand tauchte durch den Hieb und erwiderte:
"Ihr Ñgolodhrim seid immer gleich. Immer von Angesicht zu Angesicht. Ihr sucht das Feuer, ihr sucht den blendenden Strahl des Lichtes. Und es wird...euch blenden!"
Er wirbelte herum und die kurzen Klingen der Dolche sausten auf den Elben mit der Rüstung herunter.
"Nur Herz an Herz mit Deinem Feind bietest Du der Dunkelheit wahrlich die Stirn", sprach dieser, während er mühelos die Hiebe parierte. Im nächsten Augenblick hatte er die Schneide an den Hals des anderen gesetzt.
"Was willst Du jetzt machen, Lugaidh, mich töten?" fragte der Elb mit dem hellen Gewand spöttisch.
"Wäre ein anderer an meiner Stelle, wärst Du jetzt tot."
Amnen warf seine Waffen unmutig hin und schüttelte den Kopf.
"Vielleicht. Doch wer will das wissen? Auch Dich kann der Tod ereilen. Du stehst da, sorgst Dich, jagst dann wieder Feinde und vernichtest sie. Du denkst nur noch an die Sterblichen. Marschierst in ferne Länder, um Krieg zu führen und liest vergammelte Schriften.
Was ist eigentlich Dein Leben? Sieh Dich an, Du in Eisen gestopfter alter Knochen!"

Amnen lachte, und es klang wie Silber und Gold.
Lugaidh hatte das Schwert wieder in die Scheide gesteckt, er zog die gepanzerten Handschuhe aus, während er dem anderen einen strengen Blick zusandte.
"Ich war einst jung wie Du, jung und ein Narr. Doch die Zeit ändert vieles, Amnen.
Eines Tages wirst Du es lernen müssen, dem Feind unverwandt in die Augen zu sehen.
Du wirst nicht fliehen können, denn Du wirst wissen, dass Deine Flucht nur die Zerstörung dessen bedeutet, was Du zurücklässt. Die Zerstörung derjenigen, die Du zurücklässt. Eines Tages wirst Du es lernen müssen."

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"Nai Nauval Immo ar á Hilya i Anar. Ceniessë Macilwa Mornië Rucuva! "- "Be yourself and follow the sun. At the sight of the sword darkness will flee!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2014, 12:36 
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Unweit kann man einen in auffällige Farben gekleideten Elben sehen; eine Lyra an einem Lederband locker über den Rücken geschwungen, kommt er leichtfüßig daher.
Bei dem einen oder anderen Busch mit rosafarbenen Blüten bleibt er stehen, saugt den frischen Duft ein und lächelt dann still. Gelegentlich nimmt er seine Lyra zur Hand und streicht sacht über die Saiten. Gilharthad, der lieber Balladen als Rüstungen schmiedet, ist offensichtlich bester Laune und genießt seinen Spaziergang.

Schließlich wird er der Gruppe, bestehend aus der Gelehrten Elinneth, einer der Wachen und einem Unbekannten, ansichtig und lenkt seine Schritte auf sie zu. Unverhohlene Neugier, ein Vorrecht der Jugend, steht in seinem Gesicht geschrieben.

"Mae tollen, randir. Nin estar Gilharthad." Mit einer leichten Verbeugung grüßt Gilharthad den Unbekannten, um gleich darauf mit der Frage herauszuplatzen: "Sagt, seid Ihr unter die Räuber gefallen?" Sein Kopfnicken deutet an, dass sich die Frage auf die Gewandung des fremden Elben bezieht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2014, 14:59 
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Nicht weit von Tor und der anwachsenden Gruppe um den Neuankömmling, sitzt auf einer Bank Glanfingon, auf einem Knie einen leicht ramponierten Bogen Pergamentes, welches er mit seiner sprunghaften, spinnbeinigen Handschrift bedeckt.
Eine ganze Weile ignoriert er die Vorgänge, doch schwindet seine Konzentration auf seine Dichtung im selben Maße, in dem der Lärmpegel vom Tor her steigt.
Schließlich richtet er den Blick seiner hellen grünen Augen, die, trotzdem sie Alter und Erfahrung verraten, belustigt glänzen, auf die Vorgänge um den eigentümlichen Fremden.
Laut und lachend ruft er:
"Nun sind bald alle versammelt, einen seltenen Vogel in Menschenfedern zu betrachten! Aber warum muss dies mit solchem Lärm vonstatten gehen?"

Er gesellt sich nicht hinzu, sondern beugt sich wieder über das Pergament, die letzte Zeile streichen. Halblaut murmelt er dabei: "Über diesen schlechten Reim kann man nur vor Scham erröten..."

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BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2014, 16:49 
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"Einst war die Mark frei von Menschen, und sie war ein trüber Ort, an welchem nur wenige Tiere lebten. So erzählt es die Legende, welche weit vor meiner Zeit begann. Doch mit den Pferdeherren kam eine Fröhlichkeit, ein Selbstverständnis, in die Mark, welche zwar die karge Landschaft nicht zu erhellen vermochte, jedoch das Leben darin." Nach einer angemessenen Begrüßung an jene, welche sich kürzlich zum ihm und dem Torwächter gesellt hatten, richtete Ansilvund seiner Worte Kraft antwortend an sie, und setzte fort: "Für mich hatte es etwas von gehobenem Interesse, diese Fröhlichkeit, welche ihrer kargen Heimat stets aufs Neue zu trotzen vermag, zu erkunden."

Ansilvund verlagerte sein Gewicht auf das andere Bein, legte seine Hände auf dem Rücken über Kreuz und betrachtete die Gesellschaft vor ihm. Der Torwächter, sicherlich zufrieden darüber, dass nun andere Zuhörer mit diesem seltsamen Gast parlieren würden, hatte sich auf seinen Posten zurück gezogen. Die anderen Anwesenden indes schienen Ansilvund von Edhellond weiter sprechen lassen zu wollen, was den Schiffbauer erfreute.

"Was ich fand waren Gesänge und Lieder großer Helden, gesungen und besungen von jedem. Lieder, welche vor Übertreibungen nur so strotzten, aber auch eine Traurigkeit und Melancholie erkennen ließen, welche mein Herz berührten."
Ansilvund unterbrach sich kurz und setzte sich in Bewegung. Gemächlichen Schrittes, die Hände stets auf dem Rücken verschränkt, schritt er hin und her und zeigte somit unbewusst die innere Unruhe, welche ihn umtrieb. Während er ausschritt, sprach er weiter.
"Ich hatte zuvor mit Edhellond und den Grauen Anfurten nur Elbensiedlungen besucht und war gleichermaßen entrückt wie fasziniert vom einfachen Leben der Menschen von Bree. Umso erstaunter war ich über den Überlebenswillen der Rohirrim. Ich weiß nicht, ob Ihr es verstehen könnt," er sprach damit alle vor ihm direkt an, "doch in all dem Schönen, was unser Volk umgibt, in all dem Frieden, der uns und unseren Behausungen und Siedlungen noch immer innewohnt, gibt es kaum Raum für Neues, für etwas, wofür es sich für einen wie mich, der noch jung ist in dieser Welt, zu entdecken lohnt, wenn nicht die Welt der Menschen und das Verstehen ihrer Taten."

Ansilvund hielt seine Hin-und-her-geherei für beendet und legte beide Hände an den weiten Kragen seiner leichten Rüstung, bevor er abschließende Worte für seinen Monolog darbot.
"Ich habe die Pferdeherren gefragt, ob ich unter ihnen leben dürfe, und erntete ebenjene fragenden Blicke und Worte, wie ich sie nun auch von Euch zu hören bekomme - und wohl auch immer werde. Wir gewöhnten uns aneinander. Ich stand ihnen im Kampf gegen die Dunländer bei, feierte und trauerte mit ihnen. Und ich war offen, ihren Lebensstil zu verstehen. Sie bildeten mich aus zu einem Skalden, der allein durch die Kraft seiner Musik und harschen Worte des Gegners Kopf in Verwirrung stürzen kann - oder ihm gleich den Garaus macht. Und als ich sie verließ, um mich hierher durch zu schlagen und mich einer neuen Aufgabe zu widmen, lieh mir ihr König diesen Harnisch, diese Rüstung."

Ansilvund verfiel in ein Lächeln, senkte schüttelnd den Kopf, und als er den Blick wieder anhob und ich die Gesichter vor ihm blickte, sprach er aus, was er bei den anderen als Gedankengang vermutete: "Fürwahr, ein Elb, welcher einen Menschen als Lehnsherr ansieht, ist jener der Richtige für eine solche Gesellschaft!?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2014, 21:45 
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Aufmerksam lauschte Elinneth den Worten des fremden Elben, ohne ihn zu unterbrechen. Sie wartete bis er geendet hatte, wartete dann noch ein ganzes Stück länger und dachte über all das nach, was er gesagt hatte. Dann sah sie ihm für einen kurzen Moment forschend ins Antlitz. Der Blick ihrer leuchtend blaugrauen Augen hielt den Seinen fest, sie schien nach etwas zu suchen, schien seine Gedanken und Absichten ergründen zu wollen.

Dann wandte sie ihren Blick wieder ab, strich mit der rechten Hand über das Gefieder ihres Raben und sprach: "Seltsam sind die Dinge, von denen ihr erzählt. Nun, das Land, welches den Rohirrim vor gut fünfhundert Jahren gegeben wurde, bildete dereinst den Norden des Königreiches Gondor. Calenardhon ward des zuvor genannt - die grüne Provinz. Einer der Truchsessen Gondors....", sie dachte kurz nach und winkte dann ab, "... sein Name ist mir entfallen - gab es Eorl und dessen Volke zu Eigen, da sie Gondor im Kampfe gegen die Ostlinge zu Hilfe geeilt waren. Es mag gut sein, dass es zu dieser Zeit öde war, da der Niedergang der Macht Gondors bereits fortschritt."

Sie schwieg für einen Moment und sah an dem Fremden vorbei, auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne. Nach einigen Augenblicken fuhr schließlich sie fort: "Wie Ihr wisst, grenzt Lothlórien im Nordosten direkt an Rohan und soweit mir bekannt ist, haben die Galadhrim niemals in fünfhundert Jahren einen Kontakt zum neu angekommenen Volke der Rohirrim geknüpft. Das Baumvolk bewohnt den Goldenen Wald, die Pferdeherren führen ihr Leben in den Grasländern."
Elinneth wandte sich dem Neuankömmling wieder zu und schüttelte dann andeutungsweise, kaum wahrnehmbar den Kopf. "Was ich sicher weiß, randir, ist, dass die Rohirrim unser Volk fürchten und vor dem Goldenen Wald große Angst haben. Sie nennen uns "Dwimordene", ich glaube das bedeutet in ihrer Sprache "Waldgeister"! Verratet mir, wie habt Ihr es vollbracht zu erreichen, von ihnen aufgenommen zu werden, gar als einer der ihren betrachtet zu werden? Wahrlich seltsam erscheint mir dies, randir!
Ihr beklagt, dass unser Volk festhält an Schönheit, Frieden und der althergebrachten Lebensweise. Aber, randir - deswegen gibt es unser Volk noch und deswegen sind wir nach Jahrtausenden noch hier, in Ennorath! Die Menschenvölker hingegen kommen und gehen... sie sind flüchtig wie der Wind. Und ebenso sind es ihre Launen. Nae, die menschliche Umtriebigkeit.... seid Ihr dieser anheimgefallen? Wonach sucht Ihr?"
Plötzlich veränderte sich Ihre Miene und wurde härter, fast streng. "Es wurden Gerüchte vernommen in Imladris, dass Rohans König seit geraumer Zeit seltsame Entscheidungen trifft und untätig bleibt, wo Handeln geboten wäre. Es geht die Befürchtung, dass er unter den Zauber Sarumans geraten ist, seines Nachbarn, von dem wir inzwischen aus sichrer Quelle wissen, dass dieser ein Verräter ist. Saruman reichte seine Hand Mordor, verbündete sich mit der schwarzen Macht, was auch immer er sich davon versprechen mag.
Sagt mir also Randir, da ihr mit einem von Rohans König geliehenen Harnisch vor unsren Toren steht, mit seinem Empfehlungsschreiben in der Hand - sagt mir randir, wie sollen wir darüber denken? Und ich frage Euch nochmals - wonach sucht Ihr?" Abwartend und aufmerksam beobachtete sie den fremden Elben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2014, 22:33 
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Des Tawarwaith Gesicht verdüsterte sich, als er seine Stirn runzelte und sich Traurigkeit in seinen Blick schlich.
"Ihr sprecht wahr, Frau Elinneth, so wahr. Der König ist befallen, von etwas Schwarzem. Diese Finsternis ist es, welche mich hierher treibt. Oh weh, wie kann ich es nur erklären." Ansilvund hob hilflos die Arme. Er sah sich nach einem Stein um, auf welchen zu setzen er sich gewillt war, fand ihn und folgte seinem Gedankengang. Dann sprach er fort.
"Des Königs Dank liegt einige Jahre in der Vergangenheit. Seither habe ich ihn nicht mehr gesehen bis zu jenem Tage, als ich mich entschloss, seinem Wunsche aus vergangener Zeit endlich Folge zu leisten. An diesem Tage war ich an den Hof gekommen, erblickte die Goldene Halle und war umringt von Misstrauen. Ich konnte einen Blick auf den König erhaschen und verzweifelte, denn die Stimmen, die seine Veränderung nur zu flüstern wagten, behielten Recht: er war befallen, man konnte es sehen und spüren. Grauen erregend."

Ansilvund rieb sich wie dem Kopfschmerz gleich die Stirn, doch seine Sorgenfalten konnten nicht verebben.
"Dereinst war Theoden ein großer König, welchem zu folgen selbst meinem Geschlechte als nicht das Schlechteste gewesen wäre. Zu dieser Zeit, lange vor seiner Umnachtung, gab er mir den Auftrag, die Lande zu verlassen und zu meinem Volke zurück zu kehren, wenn ich es entschiede. Doch ich blieb, viele Jahr treu ergeben. Als ich nun des Königs Zustand sah, schwor ich, dieser Dunkelheit zu trotzen, wie es viele andere in diesen Gestaden tun zu dieser Zeit. Doch in Rohan konnte ich nicht bleiben; der König hat in seiner Umnachtung seine Treuesten des Landes verwiesen, und für einen Elben war es darob noch gefährlicher."

Ansilvund sprang auf, aufgebracht, und sprach raschen Wortes weiter.
"Ich kehrte zu meinem Volk zurück, nach Edhellond, und beriet mich mit meinen Lehrmeistern von einst, und jene wiederum sprachen von einer fernen und nahen Zuflucht, welche ich aufsuchen sollte, um dort meiner Aufgabe der Bekämpfung des Bösen gerecht zu werden."
Der Tawarwaith zog ein ledernes Bündel aus seinem Rucksack, welches er zuvor bereits dem Torwächter gezeigt hatte, und hielt es Elinneth hin.
"Mein Meister in Edhellond sendet euch dies Schreiben, welches von meiner Absicht kündet."
Ein zweites, menschlich aussehendes Schreiben, hielt er indes zurück.
"Dies hier ist jenes Schreiben, welches König Theoden vor langer Zeit verfasste. Da Ihr viel über Rohan zu wissen scheint, dürftet ihr es ja lesen können, richtig?"

Ansilvund hatte sich aufgebaut, die Hände im Rücken verschränkt und schaute nun von einem zum anderen, als er fortsetzte.
"Ich habe in verschiedenen Schlachten der Rohirrim diesem Volke beigestanden mit der Macht meiner bei ihnen erworbenen Lieder und Gesänge, welche in des Gegners Ohr - sei es dunländischer Herkunft oder orkischer - den Tod brachten. Ich habe in die Dunkelheit gesehen und habe das Ziel, mich dieser Dunkelheit zu widersetzen."
Plötzlich fiel wieder ein Schatten über das Antlitz Asilvunds, und er verbarg seinen Kopf in seinen Händen.
"Natürlich, es wird euch unmöglich sein, dem Misstrauen einem Elb gegenüber den Laufpass zu geben, welcher sich mit dem schwachen Volke der Menschen abgegeben hat. Ihr habt soviele Fragen und ich habe noch längst nicht alle beantwortet, welche einer Antwort bedürfen."

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 Betreff des Beitrags: Re: Skalde, stolz & streitbar
BeitragVerfasst: Fr 14. Feb 2014, 10:09 
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Im Verlauf des Gesprächs war Gilharthads Gesichtsausdruck immer nachdenklicher geworden und offenbar suchte er nun nach den richtigen Worten.

"Vieles von dem, was Ihr berichtet, deckt sich mit Aussagen meiner Mutter. In jungen Jahren bereiste sie viele Länder und weilte auch eine zeitlang in Lothlórien, wohin es verwandtschaftliche Bindungen gibt. Und auch meine Mutter erzählte uns von den Menschenvölkern, denen sie begegnet war. Das Misstrauen unserem Volk gegenüber ist groß, doch dasselbe gilt auch für die Vorbehalte der Edhil. Daher mag es Euch weder wundern noch kränken, dass wir unserer Verwunderung Ausdruck verleihen.
Doch sei's wie es sei....Ihr wurdet von Eurem Meister in Edhellond hergeschickt und er tat gut daran. Wenn es eine Bastion des Lichts gegen die Dunkelheit im Osten gibt, ausser Imladris und Lothlórien natürlich, so habt Ihr sie gefunden.
Euren Worten entnehme ich, dass Ihr dieselbe Art des Kampfes bevorzugt wie ich es tue. Wenngleich mein Herz mehr Freude empfindet, wenn die Melodien heiterer Natur sind," lächelnd verbeugt sich Gilharthad.

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